Niederlande irn?
Niederlande, (Königreich der). Dief-s Königreich entstandnach der Beilegung Napoleons 1815- kndein dee jetzige Beherrscher»Wilhelm I., der den sten December iklst'scinen feierlichen Ein-zug in Aensterdam als seuverainer Fürst der vereinigten Nieder-lande gehalten hatte, durch den wiener Eongreß auch die vormali-ge» österreichischen Niederlande erhielt, und als König der Nie-derlande, Fürst von Lüttich und Großherzog von Luxemburg denSZsten Februar 18>5 öffentlich erklärt wurde. Das Königreichmacht einen völlig gerundeten Staat aus, der 'in Europa mit Lu-xemburg 1,164," Quadratmsilen mit 5,126,400Menschen zahlt,—nämlich, die 17 eigentlichen niederländischen Provinzen: 1. Nard-brabant, 2. Südbeabant, Z. Limburg, 4. Geldern, Z. Lütlich,6. Ostflandern, 7. Westflandern, 8- Hennegau, Nordholland, rc>.Südholland, 11. Zeeland, 12. Namur, 13. Antwerpen, 14. Utrecht,15. Friesland, 16. Oberyffel, 17. Gröningen und Docnthe; zu-sammen 1,035,°' Quadratmeilen mit etwa 4,857,000 Einwohnern,und das Großherzogthum Luxemburg, jetzt 129," Quadratmeilenmit 269,400 Einwohnern. — Nach dem Sraatsa-manachc von 1817beträgt die Bevölkerung der europäischen Lande 5 Millionen226,857 Menschen, wovon Z Millionen 210,700 auf die südlichenProvinzen kommen. Die auswärtigen Besitzungen des Königreichs,zusammen ungefähr 5,236 Quadratmeilen mit 1,735,000 Einwoh-nern betragend, bestehen aus den Gouvernements Batavia mit derLnsel Madura; den Molucken, insbesondere Amboyna, Wanda,Ternate, Malacca, Macassar mit Bima und den Direttorien vonEoromandel und Persien, mit den Eomtoiren zu Bantam, Pa-dang, Japon und 4 Residenzen, aus 13 festen Plätzen auf Guinea;in Amerika der Eolonie Surinam und den westindischen InselnCurassao, St. Eustaz und St. Martin, — Die eigentlichen Nie-derlande sind, wie sich hieraus ergibt, sebr stark bevölkert. Siezählen so bedeutende Städte und Marktflecken, als kein anderesLand in demselben Umfange auszuweisen hat, ja selbst ein großerj Theil der Dörfer übertrifft an Größe, Gewerbfl iß, Nettigkeit undj Wolkszahl die anderer Länder weit. Die Masse der Einwohner
> sind Holländer, Friesen und Wallonen oder Belgier, welche ihrens besondern Dialect haben. Doch ist in den belgischen Provinzen. die französische Sprache die Sprache der Vornehmeren und Gebil-deten, und zugleich Schrift- und KanzelPrache. In den hollän-dischen Provinzen war bisher die reformirte, r'n den belgischen diekatholische Kirche die herrschende; doch genießen durch die neueConstirution alle Religionen gleichen Schutz. I. Geschichte. —
, Die Bclgen (Belgier), Bataver und Friesen lernen wirschon durch die Feldzüge der Römer seit Cäsar und Augustus ken-nen (s. die Art. Belgier, Bataver und Friesen). Die Ba-taver wurden im fünften Jahrhunderte ausgerottet; die Belgier ,msechsten der fränkischen Herrschaft unterworfen. Die Friesen aberWen wir erst im siebenten Jahrhunderte von den Franken besiegt.Durch den Frieden zu Berdun 84 Z (st Frankreich) wurde Batavienund Fciesland zu dem neu errichteten Königreich Deutschlandgeschlagen, und durch Statthalter regiert, die sich in der Fo.geunabhängig und ihre Würde erblich machten. Im I. 8ZZ wurdendie Niederlande ein Theil von Lothringen. Won rooo bis End:ber Uten Jahrhunderts zerfällt das Land immer mehr rn viel:
> «eine Grafschaften «nd Reichsstädte; im rssten und r^eii Jahr-
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