Band 
Supplementbald zum Conversations-Lexicon.
Seite
1108
JPEG-Download
 

notz

Niederlande

hundert fiel der größte Theil desselben an die Herzoge von Nungund ss. d. Art.), unter welchen die Niederlande zu den, blühend-sten Staate Europeus wurden. Die günstige Lage desselben an duNordsee beförderte und regte die Betriebsamkeit der Bewohner an,die sich durch ihre Industrie große Reichthümer erwarben. Dudürttige Boden der Küsienprovinzen wurde strichweise dem Meuentrissen und für die Culrur gewonnen. Bald erfüllten Künste müGewerbe die Städte, die Arbeiter dpäpgtcn sich in den Straßuder Manufacturstädte; niederländische Leinwand und nie-derländische Tücher, wurden von ganz Europa gesucht DuHandlung-geist erwachte. Niederländische Keuffahrer schifften z,fernen Nationen, und die Fischerei, der natürliche Rahrungszwchder Niederländer, wurde Monopol der Nation. Zu den Zeiten tuKreuzzüge waren die Niederländer, nebst den deutschen Hansestädte»,mit welchen sie in enger Verbindung standen, die ersten Kaufleu!!der Welt. — Durch die Verheirathung der Tochter Karl- des Küd-,nen, des letzten HcrzogS von Burgund, mit Kaiser Maximilian,fielen die Niederlande, mit Ausnahme einiger Provinzen, an dalösterreichische Haus (1477); unter Karl V-, der alle 17 Pro-vinzen (außer Ofifriesland, welches bei Deutschland blieb) vetti-nigte, an Spanien (s. Holland), Auch verleibte er sie, als bur-gundischen Kreis, dem deutschen Reiche ein. Unter seiner Är-gierung verbreitete sich die lutherische Lehre in den batavischen un»belgischen Prosinzcn, wiewohl hart bedrückt; den» er soll geW100,0«) Ketzer in denselben habrn ums Leben bringen lassen. Ab«seines Sohns, Philipps H., bigotte Tyrannei, welcher auch dirPrivilegien der Niederländer fortdauernd kränkte, nöthigte ei»>große Menge Manufacturisten, besonders Wollarbeitcr, in and«Länder zu flüchte» (vorzüglich nach England und Sachsen), undbrachte die Empörung endlich zum Ausbruch, als er durch sein»Henker Albs die Inquisition in den Niederlanden einführen unddie Niederländer zur Annahme der katholischen Religion zwingt»wollte. Unter des Statthalters Wilhelm von Oranicn, der beiHaupt des niederländischen Adels war (s. Nassau), Anführung ris-sen sich die 5 nördlichen Provinzen (Holland, Zeeland, Utrecht,Geldern und Friesland) von Spanien ab, und schlössen i-z/y di'kberühmte Union von Utrecht. Ihnen trat 1580 Oberyssel undigy4 Grönrnqen bei? (S. Schillers Geschichte des Abfalls dervereinigten Niederlande von der spanischen Regierung. Rips1788 — leider nicht vollendet. —) So entstanden die vereinig'ten Niederlande. Die südlichen Provinzen, in welchen wennger gemeinschaftliches und politisches Interesse war, kehrten nechund nacb unter die spanische Herrschaft zurück. Jene dagegen sichten Zo Jahre lang mit unbesiegbarem Muthe gegen die spanisch"H.ere. bis ibncn Spanien 1609 einen Waffenstillstand zugestehe»mußte. Im I. 1^48 ward ihre Freiheit förmlich bestätigt. Rächdcm Namen der wichtigsten Provinz nannte man den Freistaat «Republik Holland (s. Holland). Die zehn übrigen Pro»"'zen, welche sich mit jenen sieben nicht vereinigten, wurden tuspanischen N i e d er l a n d e genannt. Mehrere Fürsten aus demHause Oranieii begleiteten in der Republik Holland die Dtotth»><terwürbe, weiche erst unter Wilhelm III. (1674) erblich wurde.Holland erhob sich als große Seemacht, die Fischerei an den brittuschen Küsten wurde völliges Eigenthum der Niederländer, auch er-

>vc

(i<

des

ou

un

St

Lu

bei

fer

lar

lar

zw

gei

Ra

der

(it

Dr

-es!

da!

«d<

obj

ein

Ni

Ea

vei

rer

un!

Ei!

-8!

bcs,

Er!

So

leib

des

»o>

im

ßen

»ig

ein

her

wu

ichc

(de

Un!

lan

Di,

luv

der

den

sch-

II!,!

stig

!UN