ANDREM
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ANDRERE (Ernestus) , ein reformirker Prediger zuWcinhcim in der Churpfaltz, von Braunfels aus derGrafschafft Solms bärtig/ musie von seinem Dienstewegen des Friedens wegziehen, worauf er einen Pre-digcr in Dantzig an dcrPeters-Kirche abgegeben, aberdavon selbst abgedancket, und endlich wiederum Pfarr-Herr und Jnspector zu Weinheim worden. Er schriebeinen christlichen Wegweiser ;umoffenenBrunnen;librurn bellonim Jehovae ; lucem semitic; meclita-tiones latinas in Psalm. CXIX; fragmenta Josephi,seu piasuspiHa pro statu & incolutnitate ecclelix re-formata:, welche sein Sohn Samuel Andrea 1680 zuMarburg in 12 ediret, und starb 1652, 2 April im46 Jahr. Lel>.
ANDRE/E (Georg), siehe Änderst»}.
ANDRERE (Gottfried), ein evangelischer Theologus,gcbohren zu Eilenburg 16,8, 14 Oct. Als seine Mut-ter mit ihm schwanger gieng, traumete ihr, sie stündeaufder-Cantzel und predigte: solches deutete sie dahin,die unter ihrem Hcrtzen verborgen liegende Fruchtwürde ein Prediger werden, welches auch eingetrof-fen. Er studirtc zuGrimma,Wittenberg und Leipzig.Hierauf ließ ihn Johann Jacob Jäger, ei» Handels-mann in Leipzig, auf seine Kosten die niederländischenAcademien besuchen. Nach seiner Znrückkunfft warder Diaconus zu Borne, weiter Archidiaconus, undendlich Superintcndcns daselbst, schrieb Leichen-Pre-digten rc. und starb 167;, 18 Nov. Lu.
ANDRERE (Jacob), ein gebohrncr Mahometauer vonLativa in Valentin, bekehrte sich 1487 zudem christli-chen Glauben, kriegte ein Canonicat, brachte durchseine Predigt viel Mauren zuzu christlichen Glauben,und schrieb confuiionem fecta: maliumedeae, so vonIo. Lauterbachen ins Latein, von Lhristierno La-lio und Rud. Lapello aber ins Deutsche übersetzt wor-den ; übersetzte auch den Alcoran in die spanische Spra-che. B.
ANDRERE (Jacobus), ein lutherischer Theologus, gc-dohren zu Weiblingen im Hertzogthum Würtcnberg,den 25 Mcrtz An. 1528, bekam fpottsweise den Nah-men Schmiolin oder Fabricius, weil sein Vater JacobAndrea ein Schmidt gewesen, und ihn auch zu diesemHandwcrck gehalten hatte. Er studirte zuStutgardund Tübingen, woselbst er 154; Magister Philoso-phia, und 1546 Diaconus zu Stutgard wurde. Alser aber das Interim nicht annehmen wollte, wurde er2 Jahr hernach abgesetzt, und begab sich wieder nachTübingen, allwo er 1549 ins Predigt-Amt befördert,hierauf Spccial-Superintcndcns und Stadt-Pfarrerzu Göppingen, und zugleich An. Doctor Lhco-logiü wurde. Nachgehcnds erforderen ihn Luderoig,Graf zu Octtingen, Ulrich, Graf vonHelfcnstcin,undGeorg Friedrich, Marckgraf zu Brandenburg, zusich, ihre Kirchen nach Luchcri Lehre einzurichten.*557 gieng er mit dem Hertzog Christoph von Wür-tenbcrg als Hof-Prediger auf den Reichs-Tag nachAcgcnspurg, und hierauf nach Franckfurt am Mahn.
Gelehrt. Lexic. T. /.
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1561 wurde er nebst Iac. Beurlino und Balth. Br-denbachio auf das Eolloqvium zu Poisty geschickt,wiewohl vergebens, weil man es aufgehoben, ehe- siedahin kamen. 1562 erncnnete ihn gedachter HertzogChristoph zum Pros. Theologie,Cantzler und Probstzu Tübingen, und schickte ihn nebst Lhristophor»Bindero nach Thüringen, den Zwiespalt zwischen Fla-cio und Strigclio beyzulegen. Endlich nachdem erviel Kirchen unter dem Hertzog Iulio von Braun-schweig in einen andern Stand gesetzt, befand er sichim April 1568 zu Heydelberg, von dem heiligenAbendmahl eine Unterredung zu halten, rcisete hernachim Junio in die sächsische und an der See gelegeneStädte, um zu erfahren, wie die Theologi daselbst ge-sinnet waren, sintemahl er sich die damaligen Reli-gions-Streitigkeiten sehr angelegen seyn ließ, auchdeswegen An. 1572, da er durch Präge gieng, beydem Kayser Maximilians II eine geheime Audientzhatte. An. 1571 unterredet« er sich zu Straßburgmit Flacio, und widerlegte seine Meinung von derErb-Sünde. An. 1575 setzte er zu Hagenau Geor-gium Vollmarn zum Prediger, und gieng von darnach Aalen, allwo er die lutherische Lehre glcichfalseingeführet. Auf der Rückreise sprach er in Lindauein, und disputirte allda in Gegenwart des Rathsund vieler Bürger wider den mit der flaciamschenMeinung eingenonuncneu Prediger Tobias Rup.Endlich kam An. 1586, nachdem er sich 5 Jahr langeifrigst bemühet hatte, die Meinungen der meistenTheologorum zusammen zu sammlcn, die von ihm undandern auf dem Kloster Bergen verfertigte FormukConcordia: heraus. An. 1586 hielte er zu Mömpel-gard mit Theodors Be;a eine Unterredung; dasfolgende Jahr wurde er nach. Nördlingen beruffen,die Streitigkeiten der Kirchen beyzulegen. Hieraufgieng er nach Bern, und vertheidigte sich vor dem -Rath wegen eines von ihm ausgesprengten falsche»Gerüchts, seine Lehre und Derhaltung wegen desCol-loqvii zu Mömpclgard betreffend. An. 1589 befander sich auf d-m Colloqvio zu Banden; starb aber kurtzhernach zu Tübingen, den / Jan. An. 1590, nachdemer vorher sein Glaubcns-Bekenntniß vor dcnr Rectoreund den Decanis abgeleget. Seme Schrifften beste-hen vornehmlich aus Streit- Schrifften, Predigten,theologischen Bedencken und 66 Disputationen; wor-unter zu merckcn: Acta cum epitome colloquii mon-tisbelligardensis inter fe & Theod. Bezam; ColLo-quium depeccatooriginis inter fe & Matth. FlaciumArgentorati 1571 institutumi Confutatio difputatio-nis Gregor, de Valentia de vera prscfentia Christi in.codis rantum; Confutatio apologix Lamb.Dansi deadoratione çarnis Christi ;admonitio de crimine stel-üonatus Calvinianorum ; Confutatio disputationisJo. Jac. Grynsei de coenaDomini; admonitio de fyn-opsi orarionis ejusdem Gryncei ; repetitio fana: do-.ctrinie Lutheri in articulo de perfona Christi & cœ-na Domini; Methodus concionandi , welchen PqIj/c.Lyserus : ebiref; DiiE de trinitate ; de extrema unctio-B b ne ;