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kurtz nach dem Erasistratus, zu dessen Lehrsätzen ersich auch bekannte. Er hat de pulsu geschrieben/auchCÍU eigenes Wcrck de partium corporis humani ap-pellationibus verfertiget, es ist aber von beyden nichtsmehr übrig. Galenus.
APOLLONIUS Tyaneus, ein pythagorischer Phi-losophas im ersten und andern Seculo, warvonTya-na in Cappadocien bürtig, und wurde wegen seinervorgegebenen Wunder vor einen grossen Zauberer,voneinigen aber gar vor einen Gott gehalten. Wenn erioc> Jahr alt geworden, so ist das Jahr seiner Ge-burt in die Zeiten zu setzen, da der Sohn Gottes imFleisch erschienen. Als seine Mutter mit ihm schwan-ger gieng, erschien ihr der ägyptische Gott Proteus,der ihr auf Befragen, wen sie gebaren würde'/ zurAntwort gab : Du wirst mich zur Welt bringen. Imi4tcn Jahre brachte ihn sein Vater nach Tarsus zuEvthydcmo einem berühmten Redner. Er begabsich darauf nach der Stadt Argä, wo er im Tempeldes Aesculapii mit viel platonischen, stoischen und pe-ripatetischenWeltwrisen umgicng, sich aber sonderlichin die pythagorische Weltweisheit verliebte, und denEvpcnum zll seinem Lehrer annahm. Im i6ten Jah-re seines Alters wolte er in allen dem Ppthagorasähnlich werden, und fieng nach emlger Zeit ein sehrstrenges fünffjähriges Stillschweigen an. Nachdemer solches geendiget, lehrete er öffentlich zu Antiochicn,Ephesus und in andern berühmten Städten; dochvermied er diejenigen Oerter sorgfältig, wo das Dolckhäuffig zusammen lief. Sein Vortrag war nicht nachdem Regeln der Redekunst eingerichtet, sondern be-stand aus lauter dictatorischen Aussprüchen, und seinBeweis war gemeiniglich dieser: Ich weiß es. Weilman damals glaubte, Ppchagoras seyzudenEymno-sophisten in Indien gereiftt; so begab sich Apolloniusüber 40 Jahr alt nach Nmive, Babylon und Indien,nicht die chaldaifche und indianische Weisheit zu ler-nen, sondern seine Weisheit der Welt zu zeigen, undsich, wie er in seinen Briefen selbst gestehet, einen un-sterblichen Ruhm zu erwerben. Als er vor dem Ber-ge Eaucasus vorbey rciscte, soll er die Ketten besehenhaben, womit Prometheus an diesen Berg angeschmie-det worden. Nachgchends reisete er, die Weisheitweiter fertzupflantzen, gantz Ionien und Griechenlanddurch. Von Roin wandte er sich wegen NeronisGrausamkeit »ach Spanien und Egypte«, kam vondar wieder nach Italien, gieng darauf nach Griechen-land, und suchte den Domirianum, dessen Tod er inder Stunde, da er erfolgte, verkündigte, allenthalbenverhaft zu machen. Er scheinet beynahe 100 Jahralt geworden zu seyn, weil er unttr der RegierungXTcvvk gestorben; hat von der Astrologie, und vonOpffern, das Leben Pythagorä rc. rc. geschrieben, soverlohren gangen, und soll die Rede der Thiere wohlverstanden haben. Seine Landslcute haben ihm zttTyana, und dcrKayser Anton. Laracalla zuRomei-nen Tempel aufgerichtet; und es ist keinem heidni-schen Philosophe mehr Ehre wicderfahren, als ihm.
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Sein Leben hat philostratus auf Befehl der JuliaDomnä, Gemahlin Kayfers Scvcri, aus den Nach-richten Damm beschrieben, der ein Schüler und be-ständiger Gefehrte 2 lpollonu gewesen, und dessen Le-bens-Beschreibung verfertiget, um den sinckendcn heid-nischen Aberglauben zu unterstützen. Es ist aber vol-ler Unwahrheiten, Fabeln und Widersprüche. Dochsind in solcher Lebens-Beschreibung einige von diesesApollonii Briefen aufbehalten; ferner hat dessen Le-ben, so wie es (Eidcmont im 2 Tomo seiner Histoiredes Empereurs beschrieben, Jencking ins Englischeübersetzt, und solches 1702 zu Londen in 8, M. Joh.Lhr.Heryog aber 1709 eine Disputation von seinerPhilosophia prastica zu Leipzig in 4 kdiret. 8. 8Fa.
APOLLONIUS a SS. Trinitate, siehe a SS. Tri-nitate.
APOLLONIUS von Tyrüs, ein griechischer Histo-riens, hat in der igo Olympiade gelebt, und einenCacalogum von denSchrifftei! Zenonis Utlb ba Plü-losophorum dieser Secte verfertiget. Laerr. Vo.
APOLLONIUS, an griechischer Medicus von Chi<zico, hat 18 Bücher pro Laccbio TanagrTO adverst«Heradidis Tarentini libros z de voeibus Hippocratisgeschrieben. Srrabo. Fa.
APOLLONIUS Collatius (Petrus), siehe Gol-latius.
APOLLONIUS ( Guilielmus ), ein reformirterTheologus/aus Midbelburg, in der ersten Helfte des
ly Sccull, schrieb librum de jure majestatis circa sa-cra in Anglia, f. tractatum theologicum de jure nw*gistratus circa res ecclesiasticas contra Vedelium deepifcopatu Constantini M. Als hierauf ein andererPieudonymus ‘Jodocus Larcmts, in den Gral lis, feu ve-re puerilis cothurno iapientix, quo se jactat apudimperitps Guil. Apollonius, antwortete; setzte ihm2 lpol!onius den Grallopœuni detectum s. epistolar»ad Jod. Larenum de Grallarum austore entgegen iwogegen aber 1647 der Grallacor surens s. responimad epistolas Guil. Apollonii & Jod.Laieni zu FraNt-ckcr in 8 ans Licht trat. Ausser diesen haben wir nochvon diesem Apollonio einen holländisch geschriebenesTractat vomEabbath, der mit -HcidanonndLoccejagleicher Materie i6;8, zu Amsterdam in 12 gedrucktworden; it. conliderationem quarundam controvef'staruna ad regimen eccleii® spectantium, quas in An'glia agitantur, die tusttt 1644 zu Londen in 8 edirkOferner einen Tractat van eenige Detighden der KindesGots ; Bombomacbiam Vliflinganam; de lege DenVoJJiiis Disp. seiest. Hornbeck summ. controvers.
APOLLONI U S ( L.Tvinus ), gcbohrcn in einestDorffe bey Brügge, im i6tcn Seculo, hat eine Be-schreibung von Peru, von der Niederlage derSpanitOund von der Reise der Frantzosen in Florida herautzgegeben, und ist auf der Reise nach Peru auf den o*'«arischen Inseln gestorben. A. Sw.
APOLLOPHANES, ein pythagoräischer Phlkos^