Band 
Erster Theil A - C.
Seite
557-558
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ARNOLDUS

557 ARNOLDUS

in Leibniziì Scriptor. Brunswicenf. T. I stehet. Vo.Fa.

ARNOLDUS Arlenius, stehe Peraxylus.

ARNOLDUS, oder Arnaldus, oder Ernaldus , einDcnedickiner-Abt zu Bonneval in der Diöces vonChartres, lebte in der Mitten des i2Seculi, erhieltir;z von dem heil. Bernharde, der dem Tod schonnahe war, noch einen Brief, welcher unter dessen Brie-fen der ZIO ist, und schrieb Homiíias V in Psalmum132; libellum de donis Spir. S. welche beyde Werck-gen in Oudini opusculis sacris Gallix Lc Belgii scri-ptorum stehen; de septem verbis Domini in cruce,so von Frany Tirclmann zu Antwerpen 1532 in 8heraus gegeben worden, auch in Combefisii Biblioth.concionatoria befindlich ist; de operibusfex dierum;vitam S. Bernhardi; decardinalibus Christi operibus,welches in Lypriani Wercken stehet; Serrnouerndelaudibuz 8. Marix, der in der Bibl. Patrum angetrof-fen wird; Meditationes,. welche Io. Fell 1682 zuerstheraus gegeben. Fa. o. Vi.

ARNOLD, ei» Benedictiner-Mönch in dem St. Ae-gidicn-Kloster zu Braunschweig, nachgchends Probstzu Hildesheim, ist 117; der erste Abt zu Lübeck imKloster St. Iohamiis worden, und hat HelmoldiChronicon bon 3171 bis 1209 coutinuiret, worinneer in slavischen Dingen mehr Glauben verdient, als inandern, die er mit einmischet. Siehe den ArrickelHelmoldtts. Vo. Fa.

ARNOLDUS, ein Clerieuszu Brescia in der Lombar-de»), im i2 Seculo, studirte in Franckreich unter pe-tro Abelarvo, und behauptete, als er wieder zurückin Italien gekommen, daß Lander und Herrschafftenkein Eigenthum der Kirche wären, sondern der welt-lichen Obrigkeit zugchörtcn: bestrafte auch sonst dieLaster und das üble Leben der Clerisey und ihre welt-liche Herrschafft mit grossem Nachdruck, indem er be-hauptete, daß selbige allezeit der weltlichen Obrigkeitrmterthan seyn müßen; daher man ihm allerhandIrrthümer aufbürdete, und unter andern, als wenner die Genugthuung Christi verwürffe, auch selbigezu unserer Erlösung nicht vor nöthig hielte. Es ge-schahe, daß einige Weltliche, sonderlich zu Rom, ihm^eysielen, und nicht mehr unter der Botmäßigkeit desPabsts stehen wolten; daher ihm denn Schuld gege-ben ward, als wenn er den römischen Rath wider dendabst aufgewiegelt hätte. Ariroldus verließ dieEtadt Rom, und begab sich in die schwcitzcrifchenGebirge, sonderlich aber nach Zürich, da er ziemlichenAnhang bekam. Nach einiger Zeit kam er 114» aufs^ue nach Rom; wüste sich aber zum andernmahl vonoailncn weg begeben, da er denn seine Zuflucht zuveiu Kayftr Friderlco I nahm. Allein dieser ließ ihn"^chgehends An. 1154 Adrians IV ausantworteu,ä Us dessen Befehl er nach Rom geführet, ui»d daselbstç' 1 n;; erstaufgeheuckt, hernach verbrannt, und

An ^Ül>c in die Tiber verstreuet worden. Baronlus.

^ÜLDUS Buxenius, siehe Burenius.

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ARNOLDUS, ein Benèdictiner- Mönch zu Corvcy,florirte um lvzo, und brachte die Sprichwörter Sa-lomonis in hexametrische Verse. Fa.

ARNOLDUS, ein Dominicaner von Freyburg imBrißgau, lebte im 14 Seculo, und übersetzte AkhM-tii oder Abdilazii Ilagogen in aihrorum judicia in diedeutsche Sprache, davon das MSt.in der ka»)serlichenBibliothek zu Wien im Er. liegt. Ech.

ARNOLDUS, ein halbcrstadtischerBifchoff, hat zuAnfang des n Seculi gelebt, und einen Brief an denBifchoff Heinrich zu Würtzburg de insticurione Epi-scopatus bambergensis geschrieben, welcher in Baht-zii mifcell. stehet. Fa.

ARNOLD ab llca, ein niederländischerMinorit,vonfeiner Vaterstadt zugenamt, wurde der Religion we-gen von Amsterdam verjagt, und zu Edam ins Ge-fängniß gesteckt, hielte sich nach der Zeit lange zu Lö-ven auf, wo er die Stelle eines Gvardians bekleidete,schrieb fünff Reden von der Art heilsam an Christumzu glauben; officium ß. Marix, und starb den i;tenMarti» 1609. A. Sw.

AR N O LD u S Leodiensis , ein Dominicaner aus dem14 Seculo, hat ein Buch, welches Narvnconi beti-telt ist, ingleichen librurn de mirabilibus rnuudi oderlibrum dernoustracionum juxca serrem alphaberl demirabliibuz rnundi im MSt. hinterlassen. Er scheinetmit Arnulpho Leodiensl einerley zu seyn. Erb. Fa.

ARNOLD de Meldorpe, siehe de Meldorpe.

ARNOLDUS, war im Anfange des 13Seculi Ertz-bifchoff von Narbonne, und wird vor den ersten Jn-qvisitor wider die Albingeuser gehalten. Man hatvon ihm einen Brief de narbonenli principatu , wel-cher wider den Grafen von Montfort gerichtet ist, undin Sammartbani Gall. Christ, stehet, und einen andernde victoria adversus Mauros, der in Ugbelii Ital. S.Tom. I befindlich. Fa.

AR N O LD US de Podio, em spanischer Dominicanervon Puig aus Catalonien, hat im 14 Seculo florirt,und arrern prxdicandi geschrieben, welches Werck erHugoni, dem Bifchoff von Tortofa dedieirt. Ech.

ARNOLDUS de Roterodamis, siehe de Roteroda-mis. '

ARNOLDUS, ein Dominicaner von Trier, lebte im14 Seculo- und hinterließ eine Epistel de restauratio-ne Eccleíìx, welche zu Wien in der kayfer.ichen Biblio-thek in MS. liegt. Ech.

ARNOLDUS de Tungris, ein Theologus von Ton-gcr»l, daher er auch feinen Zunahmen hat, lebte imAnfange des 16 Seculi, lehrte zu Cölln die Theologie,war auch Rector Bürste Laurenrianse daselbst, schriebadverfas spéculum oculare Reuchlini, und starb JULattich als Canouicus in hohem Alter. Sve.

ARNOLDUS Vesalieust-!, mit dem Zunahmen Hai-drenius, ein Doctor Theologlä und Canonicus airdem Dom zu Cölln, war von Wesel aus dem Clevr-schen bürtig, schrieb Exegeilu decalogi; consulta-tionem ijuadrupücem super confeiDone augustana

quo-