ARNOLD
ARNOLD
559
qvorundam Protestanrium ; epitomen magiftri fen-tentiarum; partitiones locorum communium reli-gionis Christian* &c. Und fïctcL jU Cöün ZO Octobr.I 5 Z 4 . A.
ARNOLD, oder Amald, de villa nova, oder Catala-nus, ein berühmter Medicus und Naturkündiger, ge-bohren um 12,0 zu Ville neuve in Languedoc nahe beyMontpellier, 1300, studirte zu Paris und Montpel-lier , reiste in Spanien und Italien, sahe sich im grie-chischen, hebräischen und arabischen sonderlich um, undlehrte zu Montpellier mit grossem Zulauft' die Medi-cin. Weil er sich aber befürchte, wegen einiger Leh-ren in die Jnqvisition zu verfallen, so reifte er zu Kö-nig Friderico in Sicilien, der ihn in allen Ehrenhielt. Endlich wurde er den Pabst Llemenrem Vzu curircn nach Franckreich gefordert, starb izio oder13,3 auf dem c2chiffe, und ward in Genua begraben.Er hatte sich in der Astrologie vertiefet, und dieZeit des jüngsten Tages zu determiniren sich unterstan-den; wider die Geistlichkeit in dem Traktat de spurci-tiis pfeudo-religioiorum hart geschrieben, und ist derHexerei), wiewohl falsch, beschuldiget worden. _ Erschrieb einige chymica, als: de humido radicali ; deconceptione ; de limplicibus ; iemitam semit* ; dephlebotomia; rosarium philosophorum ; florem sta-mm ; breviarlum practic® ; de vinis 8c aquis medi-cinalibus; de iignis lepr* ; de febribus ; spéculumalchymi®; quxstiones ad Bonifacium VIII; com-mentarium in scholam salermranam ; Çwor(o(f>t~ov ; ei-nige Schafften gegen die Bettel-Mönche rc. welche zuLyon 1 520 unb zu Basel 1585 nebst seiner Lebens-Beschreibung zusammen gedruckt worden; dessen chy-mische Schrifften sind durch Johann Hoppodamumverdeutscht 1683 zu Hamburg aus Licht getreten.
Last. Im. Li. O. Strobelbergeri historia monspelien-sis. Ant. Nie.
ARNOLD (Andr.), gebohrenzu Nürnberg 1646,stu-dirte zu Aktors, disputirte auch daselbff de 8. Peer!denario, kam 1679 nach Nürnberg zurück, und- legtesich auf die französische, englische und holländischeSprache, that 1680 eine Reise über Franckfurt undCölln in die Niederlande, im folgenden Jahr abernach Engelland nnd Franckreich, kam erst r6ü; wie-der nach Hause, wurde.1637 Professor. Oratoc Hi-stor. gräcä Lingvä und Poeseos an dem Gymnasio zuNürnberg, anvey Diaconus der Kirche, gab Atban«-Jii Synragma doctrin® ad clericos & laicos una cum2 epistolis Valentiniani 8c Marriani Impp. ad Leo-nem I ; ingleichen Tbeod. Jbncaue tr. de unione 8cincarnarione mit Anmerckungrn heraus , und starb1694. N2.
ARNOLD (Casp.), ein Prediger zu Kirchensittenbachund nachgehends Diaconus zu Nürnberg, von Her-spruck bey Nürnberg bürtig, schrieb eine evangelischepostill; epistolische Kirchen-Arbeit, nebst einigenkeichen-Predigten, und starb 1666, 17 May, im 67Jahr. W, d.
560
ARNOLD (Christoph), ein Philologus, gebohren zuKirchensittenbach im Nürnbergischen An. 1627, stu-dirte zu Aitorff, und machte sich hernach auf seinerReise durch Deutschland, Holland und Engcllapd mitde» berühmtesten Leuten bekannt. Nach seiner Zu-rückkunffc ward er zum Diacono an der Maricn-Kirche,Ulld Professore im Auditorio ägidiano zu Nürnbergberuften, allwo er die Historie, Oratoric, Poesie undgriechische Sprache bis an sein Ende gelehret. Erstarb den letzten Jun. 1685. Seine Schrifften sind:Valet'ii Catonis dir® cum comment. ; testimoniumFla-vianum Í. Epistol® 30 de Josephi testimonio deChristo; Ruperii historia universalst; Florus; Petit'punius de origine jurrs ; Phil, Caroli animadvers. inAgellium; it. in Curtium, cum disl’.de Curtii *tate,scriptis, commentariis, stilo ; Deg. Wbear relectio-nés historie* ; opéra M. Velseri cum vira ejusdem ;templum pacis i\ panegyricus de pacistcatione no-rimbergenli ; relatio historica de Quakeris; fernertornatus lingu* latin*; asiatisches -Heydcmhum, so mit2 lbraham Rogerii offener Thüre 1663 zu Nürnbergin 8 heraus gekommen; Prosperi Parijü rariora , mitseiner Vorrede; ein tr. de hydriotaphia , h. e. deurnis in agro Angst* nortfolciensi reperds epistola,welche sich bey Je. Jac. Leibnizii memorabilibus bi-bstothec® norimbergenfis befindet; Lieder rc. rc. IuSchellhornü amwnitat. stterar. steht ein mcrckwürdi-ger Beweis desselben an S'picelium. Omen Jitf. deClaris Norimb. W, d.
ARNOLD (Christoph), ein Bauer zu Sommerfeldbey Leipzig, war in der Astronomie sehr erfahren, ob-servirte r683 den grossen Cometen, und drey Jahrdarauf einen andern; desgleichen 1690 den Mcrcu-rium in der Sonne. Der Rath zu Leipzig machte ihmfür dteje Bemühung em Geschenck an baarem Gelde,und befreyete rhn auf Lebelang von allen Gaben: ließauch nach dessen Tode sein Bild aus die Raths Biblio-thek setzen. Ausser dem hater von 1688 bis i697vielobservadones astronomicas und meteorolomcas ge-macht, davon er die ersten 6 Jahr nebst einer Äb-schlifft der übrigen, den, bekannten Astronomo Gott-fried Lurchen, die letzten Jahre aber der leipzstsskRaths-Bibliothek vermachte. Er starb 1697. M-
ARNOLD (Gabriel), ein Jesuit,lebte 1596z,,Würtz-burg, und schrieb : prothyron Paulinutn.
ARNOLD (George), itiiJCtus, gebohren I 5 gl,^Chemnitz in Mechc», ressete nach absolvirten studnsacademicis im 2i Jahre nach Italien und FeanckreluF
ward nach sechsjährigem Aufenthalt in diesen Lande"zu Pisa Doctor, und nach seiner Zurückkunfft StichsCantzler zu Naumburg. Er schrieb vitam Mau rlt “Ele£L Saxoni®, Welches in MencLcns 8cdptor. rerugermanicar. gesetzt, auch von David Gchirmern, "von seinem Vetter Jo. Georg. Arnolden in die dem'sche Sprache übersetzt, und von Jmmanuel „.1719 mit Anmerckungen heraus gegeben woroe> ,und starb i; 88 , 3° Sept. im 57 Jahr.