Band 
Erster Theil A - C.
Seite
561-562
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ARNOLD

ARNOLD

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ARNOLD (Gottfried), ettt lutherischer Theologus,gcbohren zu Annabcrg 166;, ; Sept. studirkeznWit-kenberg, ward daselbst 16x6 Magister, und darauf1697 zu ©tcfft it Pros. Hist. legte aber solches Amtfreywillig nieder, wovon er die Ursachen in einer 1698eoirtcn Schlifft, offcnhcryige Bekcirnlniß, welchebey unlängst geschehener Verlasiimg eines acadcmi-schen Amtes abgelegt worden, anzeiget; wurde her-nach 1702 Prediger bey der vcrwitcweken Hcrtzoginvon Eiftnach zu Altstädt; sodann Jnspcctor zu Wer-ben; und endlich Pastor zu St. Jacobi, und Inspe-ktor zu Pcrleberg in der Pricgnitz, wie auch königlicherpreußischer Historiographus; entkräfftele sich sehrdurch viel studiren, alterirte sich 1714, 20 May heff-tig, als die Werber einige junge Leute, da er eben dasheil. Abendmahl administrirte. aus der Kirche weg-nahmen, und fiel darüber in ein hitzig Fieber, woraner den 30 May sterben muste. Kurtz vor seiner letz-ten Kranckheit sagte er zu einem vertrauten Freunde:Er wünschte, das Buch von der Sophia nicht ge-schrieben zu haben, ingleichen, daß die Ketzer-Hi-storie mit mehrerer Vorsichtigkeit abgefassct wä-re. Seine Schrifften sind: wahre Abbildungder ersten Christen; mipartheyische Rárchen-undBayer-Historie in vier Theilen; das Leben der Alt-Vater ; Erklärung vom Gectcn-wesen,Abendm«hl-gehcn re. das Leben der Gläubigen; Supplementaemendata & illustra« zur Kirchen-und Ketzer-Histo-rie; Verklärung JEsu Christi in der Seele aus denEpisteln; fernere Erläuterung feines Srnncs beymLUrchen-und Abendmahl-gehen; wahre Abbil-dung des inwendigen Christenthums ; endliche Vor-stellung seiner Lehre und Lebens; evangelischeBotschüfft der Herrlichkeit Gottes in Christo; wah-res Christenthum alten Testaments; Abwege oderIrrungen und Versuchungen gutwilliger frommerMenschen; historisch - theologische Betrachtungenmcrckwürdiger Wahrheiten; Theologia experi-ment. oder evangelische Po füll ; kurtz gefaßte Rir-chen- Historie alt -und neues Testamentes; der rich-tige weg durch Christum ZU Gott; Sophia oderBeschreibung göttlicher Weisheit; eheliches unduneheliches Leben der ersten Lhrjstcm; historischeBeschreibung der mystischen Theologie; Lernwahrer Lhristcn-Gebcter; Gottgelehrte Rathschlä-ge über die wichtigsten Stücke eines gottseligenWandels; Denckmahl der ersten Christen ; Macariigeistliche Reden; geistliche Gestalt eines evangeli-schen Lehrers; auserlesene Send Schreiben derAlten; das Buch der Weisheit Salomonis.; evan-gelische Reden über die Sonn-und Festtags-Evan-gelien; über die Episteln; -Historie der Lehre, Le-ben und Thaten petri und paust ; göttliche Liebes-Auncken; paradisischer Lust-Garten; Gebet- undGesang-Buch; erstes Martyrthum, nebst Barnabéund Glemenr. Send - Schreiben; Unterricht vorRraneke und Sterbende; etliche Tractätlein aus dergeheimen Gottes-Gelahrheit; Schrifften der MadameGelehrt. Lexic. T.I.

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Guion ; Petri Allixii Ausspruch der jüdischen Kir-che, wider die Unilarios; wohl eingerichteterSchulbau; göttliche Gnaden-Heimsuchung; gehei-me Betrachtung über die Psalmen Davids; Dcnck-mahl des alten Christenthums; verursachte dochgemäßigte Sündfiut; Ermnerung von dem Ver-langen nach den Strafen und plagen der Gottlo-sen ; geistliche -Haushaltung und Linder-Tuchr;Grund-Sätze der Religion eines geistlichen Le-bens; -Hertzens-Wecker; Ghristianoniin ad metalladamnatorutn historia, welche in Chr, Thomaßi histo-ria sap tend * & stultitine, tom. III art. 7 stehet ; Unter-weisung ;um Wandel mitGGtt; Vorrede vor Io.An-gell cherubinischen Wandcrsmann ; zu Io. Rusbrochssämtlichen Schrifften ; und zuMich. vc Molinosgeistli-chen Wegweiser; Cognationis fpiricualis 8c fraterninominis historia ; historia 8c defcriptio Theologi® my-sticx; tabul® chronologie® ; Diiputarionesde lotio-ne rn.an.uum, Hermunduris, loçutione angelorum;historia Georgii ducis; Consilia 8c responsa; de cor-rupto historiarum studio Lee. Von seinem Leben undSchrifften hat Johann Christian Coler igeg in ei-nem besondern Buche Nachricht gegeben. Leb.

ARNOLD (Henr.), siehe Arnoldi.

ARNOLD (Joh.), ein Poet, würdevoll seinem Vater-lande Bergel in Francken Bergellanus genannt, war zuMayntz in der Druckerei) Corrcctor, und gab daselbst

i; 4 t ein poërna encomiastiçum de chalcographiein^entione von 454 Verftn heraus, welches man in Jo-annis feriptoribus historie moguntin® findet.

ARNOLD (Johannes), ein JCtu?, gcbohren zu Gies-sen 1648 den 16 Otto bris, bezohe in seiner Vater-stadt 1667 die Académie, wolle sich der Gottes-Ge-lahrheit widmen, ergriff aber auf Zurachen feinesVaters und Schwagers die Rechts Gelahrheit. Un-ter dem Vorsitz des Bar. von Lyncker disputirte ernebst acht andern Candidate» Struvü Syntagma juriscivilis gantz durch, und hatte das Glück, daß ihmverschiedene von Adel ihre studirende Söhne als derenHofmeister anvertraueten. Endlich wurde er durchden Baron von Lynckcr dem fürstlich-sächsischen Ober-Hofmeister von Boyncburg recommendiret, welcherihn nach Stattfeld berief, seine drey ältesten Söhnezu den akademischen Wissenschaften geschickt zu ma-chen. Vier Jahr that er solches, und wurde als Hof-meister mit ihnen auf Universitäten geschickt. Nach-dem er vier Jahr mit denselben zu Greffe», Heydcl-berg, Tübingen und Straßburg zugebracht, gieng ermit ihnen nach Franckreich. Als er aber im Begriffwar, feine Reise nach Italien anzutreten, wurde ernach Absterben seines Principals von dessen Wittwemit seinen Untergebenen nach Hause beruffey, da ersich denn wieder nach Stedten begab, und ein Jahrlang mit ihnen die Collegia wiederholet«. Hieraufgieng er wieder nach Giessen, feine Eltern noch ein-nial zu besuchen, und sodann wieder in die Fremde zureisen. Allein Graf Christoph Ludwig von Stoil-berg trug ihm die Hofmeister-Stelle bey feine« zweyN n ältesten