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runt; antiquitates & annales trevirenses, barmt er30 Jahr gearbeitet und die hernach Iac. Mascnius1670 zu Lüttich in 2 Folianten vermehrt auflegen last
se» 1 sidera illurtrium & sanftorum viroram, qui Ger-maniam ornarunr, verfertiget hat. AI.
EROWER van Nidek (Daniel), ein reformirterThcologus, gebühren znAhorst in Dbertyfsel sindirteauf der Universität zu Franeckcr, wurde von darnachHelvoetsluis als Prediger 1649 bcruffen, gieng aber2 Jahr hernach mit nach Ost-Indien zu Schiffe, weiler'einen ungewöhnlichen Trieb den Hcyden das Evan-gelium zu verkünden, bey sich befand. Nachdem erzu Batavia und Amboina einige Zeit fein Amt mitaller Treue verwaltet, kehrte er An. i6;8 wieder nachHolland zurück, und weil er sich unterdessen in derKenntniß der malaischcn Sprache fest gesetzet, über-setzte er An. 1663 den Propheten Hoscam in dieselbe,und nach 5 Jahren das gantze neue Testament. ^ InErwcgung dieser seiner besondern Geschicklichkcit über-redeten ihn die Herren der vst-indischen Compagniezum aubernmahl nach Batavia mit Weib und Kin-dern zu gehen; welches er auch that, und endlich da-selbst auf der Insel Tcrnate An. 1672 starb, da er be-reits mit der Uebersstzung des alten Testaments einenAnfang gemacht hatte. HE.
BRO u WER (Henr.), ein gelehrter Mann zu Amster-dam, im 17 Seculo, schrieb 1665 ein artig Wcrck dejure connubiorum apud Baravos recepto in 2 Büchern.Ren.
BROWERIUS (Jac.), ein niederländischer Domini-caner von Hochstraat, kehrte zn Douay die Philoso-phie und Theologie, erhielt die Doctor-Würde, warauch eine Zeitlang Professor Thcologia zu Loben, be-zeigte einen grossen Religions-Eifcr, wurde Prafcetusder dänischen, und hernach Commissarius der hollän-dischen Mißionen, schrieb clavem apostolicam f. de-monstrationem, qua concludimr, divina fide creden-dum, Paulum V elle summum maximumque Pontisi-cem, gab auch -Oonu Goto qnxstiones in VIII pliyll-corum Aristorelis libros mit einem commencario her-aus, und starb zu Antwerpen, wo er Prior und Prä-positns des dasigen Convents gewesen, 4 Nov. 1637.Ecb.
öe BROWERSHA VEN (Cuner. Peer,), ein rö-misch-catholischer TheologuS in Seeland, hat zu Endedes 16 Seculi gelebt, und de misse sacrificio; demeritorum Christi ScSanctorum confenfu ; de cœli-batu sacerdorum; quxstiones pastorales ; de christia-ni Principis oíïïcio; de gravistimis rheologse Chri-stians controverliis, illib veram designationem ec-clesi® Christi geschrieben, welche letztere Schrisst in^xocabcrti bibl. max. Pontif. stehet. Hend. Svv.
®Hown (Eduard), ein Doctor Medicinä aus Engel-land, that von 1668 bis 167z auf Veranlassung der-köuistichen englischen medicinischcn Geftllschafft eineReise durch die Niederlande, Deutschland, Hnngarn,Eervien, Bulgarien, Macédonien, Thessalien, Oester-
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reich, Steyermarck, Karndten, Crain, Friaul rc. undgab einen Discours von, Ursprung der Landschaften,Sitten, Landes-Gebräuche und Gottesdienst der Cosa-ken, nebst einem Bericht von den procopischcn Tar-tarn; inglcichen eine Beschreibung seiner gethanenReisen in englischer Sprache 167z zu Londen 4 her-aus, welche letztere nachmahls 7674 frantzosisch,1682 holländisch," und 1685/ auch 1711 deutsch ausLicht getreten.
BROWN (Johannes)^ ein Anatomicns und Wnud-Artzt zu Londen, stand bey dem Könige von Engellanddbu'oio II als Leib-Chirurgus in Diensten, florirte zuAnsgangc des 17 Seculi, und schrieb rr. anaromicv-cbirnrgivnm de glandulis & ftrumis & de modo cu-randi: de tumoribus in humanis corporibus ; devul-neribus; rnyographiam novam, s. musculorum omni-um in corpore hum. hastenus repercorum accuratis-simam descriptionem, welches Buch 1684 wl. >N LoN-
den gedruckt, nachniahks zu Leyden in gleichem For-mat wieder aufgelegt, auch von Hu. I). Gpencr insDeutsche übersetzet, und mit seinen Anmerckungen zuBerlin 1704 fol. heraus gegeben worden. Ke.
BROWN (Joh.), ein englischer Medicus und Chymi-cus, war ein Mitglied der königlichen Académie derWisscnschassten zn Londen, und starb den 8 oder 19
' Junii 17z; zu Londen. Man hat von ihm l»finn-tions in Phyfick nebst einigen seinen Abhandlungen,die er den philosophical Transactions einverleibet.
BROWN (Simon), ein prcsbytcrianischer Prediger inEngeüand, wurde um das Jahr 1681 zu Shepton-Mallet gcbohren, und zu Bridgewater von einem Pre-diger in der Philosophie und Theologie unterrichtet,predigte auch schon in seinem 20 Jahre mit gutemDeyfalle, und kam nicht lange hernach an die non-cvnformistische Kirche zu Portsmouch in Hampshirc,welche Stelle er nachhcro mit eineründcrn inOld-Je-wry zn Londen verwechselte. Als ihm aber hierauffast zu gleicher Zeit seine'Ehefrau und einziger Sohngestorben, zog er diesen Verlust fick> dergestalt zn Ge-müthe/daß er darüber anfänglich in eine Verwirrungdes Verstandes, bald aber darauf in eine seltsameMelancholie, und endlich auch auf die Gcdancken ge-rieth, GOtt habe in ihm durch seine Allmacht die den-kende Krafft nach und nach vernichtet, und ihm daSVermögen benommen, feiner Unternehmung bcwustzu seyn. Denn ob er gleich die menschliche Gestaltbeybehalten, und etwas sprechen könnte, welches an-dern vernünfftig zu seyn schiene, so wisse er doch vonallem, was er sage, nicht das geringste, und könnteauch daher nicht als ein freyer Mensch, und der sei-ner Handlung wegen einer Belohnung oder Strafefähig sey, betrachtet werden. Hwbcy verdroß ihnnichts mehr, als wenn er sahe, daß er andere von die-ser seiner Meinung nicht überreden konnte, weil erdaraus schloß, daß man an feiner Aufrichtigkeit zwei-felte. Das wundersamste aber war, daß i» diesemaußerordentlichen Zustande seine Einbildung viel leb-
haffter