Band 
Erster Theil A - C.
Seite
1407-1408
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BRO WN

1407

Heister, und seine Urtheilungs-Krafft viel stärcker undrichtiger als während seiner Gesundheit gewesen; wieer denn auch das Studiren niemahls bey Seite ge-setzt, und in seinen 2 letztern Lebens-Jahren eineSchafft zu Vertheidigung der Wunderwercke Christiwider die Einwürffe des Woolston, nach diesem aber

auch defence of tbe religion of nature- and tbe Chriftianrévélation wider des CynÖßi’s Christianity as old asthe création heraus gegeben, welche beyde wohl aus-geführet sind, ob er sie gleich nur aus eigenem Nach-sinnen ohne den Gebrauch anderer Bücher aufgesetzt.Letztlich war er auch willens, den Begriff, welchen dieheil. Schrifft von dem Opffer JEsu Christi ertheilet,zu erklären, und zu rechtfertigen, starb aber darüberAn. 1733, im 52 Jahre seines Alters. Unter sei-nen hinterlassenen Handschrifften hat man auch vieleStücke der alten griechischen und lateinischen Poetenin englische Verse übersetzt, und viel critische Anmer-kungen über einige schweren Stellen der EpistelnPauli gefunden. So hat er auch alle radicesder^ griechischen und lateinischen Sprache mit vielerMühe in 2 Bücher zusammen getragen und zu jedemderselben ein Wörter-Buch abgefasset. Nieder-Säch-sische Nachricht von gelehrten Sachen.

BROWN (Steph.), ein englischer Carmeliter-Mönch,florirte um die Mitte des 14 Seculi, lehrte die Theo-logie anfangs zu Aberdeen, hernach zu Oxford, undschrieb lecturas icholaslicas. Bai. Pir. Fa.

BROWN (Thom.), ein weltlicher Priester in Engel-land, lebte zu Anfang des 16 Seculi, und schrieb dasLeben Nie. Maguirii, Episc. leghlineniis, dessen Ca-pellan er gewesen ist. Ea.

BROWN (Thomas), ein englischer Meistens, geboh-ren iüo; den 19 Novembr. zu Londcn, studirte indem pembrookifchen Collegio zu Oxford, ward daselbstMagister, gieng 1629 auf Reisen, und erhielt zu Lei-den die Doctor-Würde, practicirte nach seiner Zurück-kunfft zu Londen und Norwich, ward ein Mitglieddes mcdicinischen Collegii zu Londen, 1671 von LarlII zum Ritter gemacht, und starb 1682 den 19 Oct.zu Norwich. Man hat von seiner Religion nicht zumvortheilhafftesten geurtheilet, und seine Schrifftensind: Coniultatio delultoria de optima Christiano-rum secta & vitiis Pontificiorum, die er unter demNahmen Janus Philadelphus heraus gegeben ;Pleu-dodoxia epidernica, oder examen errorum popularium,welches Buch auch in die holländische, deutsche undfrantzösische Sprache übersetzt worden; de umis ve-terum sepulchralibus in agro norfolcienii repertis ;Hydriotaphia; Urne-burials, togetber witb tbe Gar-den of Cyrns ; The biftory of tbe Life and Reign of tbefanions Princesse Elisabeth ; Religio medici gleichfalsin englischer Sprache, welches Buch Johann Merry-weather in die lateinische und Georg Vcnzky indie deutsche Sprache übersetzt, Renelm Di^by undLevin Nieol. von Molk Anmerckungen darüber her-aus gegeben, Drelincourt und Alexander Rosse aberdasselbe in besondern Schrifften widerleget. Nach des

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Verfassers Tode gab der Ertzbischoff Tenrson 1684dessen Certain mifceliany Traits heraus, und dessensämtliche Schrifften wurden 1686 und 1704 zu Londenin fol. zusammen gedruckt. Im Jahr 1712 gab auchBrissocke, Browns posthumüus Works in 8 heraus.Wo. Nie.

BROWN (Thomas), ein englischer THeologus ausder Grafschafft Middlesex, legte den Grmid seinerStudien in dem Collegio Corporis Christi zu Oxford,und nahm allda An. 1627 den Titel eines Magistrian. An. 1637 ward erBaeealaureusTheologiä, wieauch Capellan bey dem Ertz-Bischoffe von Canterbnry,nach diesem aber Reetor zu St. Mary the Great inLondcn, ingleichen An. 1639 Canonicus in Windsorund Reetor zu Oddington in Oxfordshire, wurde aberin der grossen Revolution wider Larolum I dieseStellen zu verlassen grnöthiget, und begab sich sodannzu seinem Könige nach Oxford, woselbst er An. 1642den Gradum eines Doctoris Theologiä erlangte.Hierauf gieng er nach Holland, und bekleidete bey derPrintzeßin Maria von Gramen das Amt eines Ca-pellans, bis er nach Wiedereinsetzung Laroli II seinCanonicat in Windsor wieder bekam, woselbst er auchden 6 Decembr. 1673 in einem Alter von 69 Jahrenmit Tode abgieng. Unter seinen Schrifften sind zumercken: Justi Pacii revilio judicii salmaiiani, seuresponsoria ad Ep. Simplicii Verini delibro posthu-mo Hug. Grotii ; dich de therapeutis Philonis ad-versus Henr. Valeimm, unter dem Nahmen ThomaBrunonis, welche in Lolomesii Edition von des H.Clemcntis Schreiben an die Corinther befindlich ist.Wo.

BROWN (Wilh.), ein Engelländer von Tavistock inDcvonsHire, excellirte um 1624 in englischen Pasto-ral-Gcdichteil, Wie er denn Britannia' s' Raßorals, sosehr ästim.rct wird, und andere Gedichte geschrieben.Ein anderer dies s Nahmens kam nach ihm und schrieb2 juristische Tractate formulx bene placitandi undmodus intrandi placira generalia. Er hatte sich dieZeit, da er in des Grafen Wilhelms von pembrockHause gelebt, so sehr bereichert, daß er ein Land-gut ankauffen können, auf dem er auch gestorben.Das Jahr aber und der Tag sind unbekannt. Wo.

BROWNRING (Ralph), ein engellandischer THeo-logus und Dischoss, gcbohren im Jahr 1592, studirtezu Oxford und hielt sich hernach bey academifchen undPfarr-Verrichtungen also, daß er endlich Bischofs undLord zu Excester worden. Er war der königlich^Parthey gantzlich ergeben, und muste deswegen uiden cromvellischen Zeiten viel ausstehen; wie er denndie Wiedereinsetzung in seine Bischoffs-Würde nichtslebt, denn er starb 1659 den 7 Deeembr. kurtz zuvor,ehe Larl II wieder zur Regierung kam. Man gavihm überall das Zeugniß, daß er gegen die Katholischen,Presbyterianer und Jndepcndenten sehr eifrig gewcst.Alles dieses bezeugen seine Predigten hinlänglich , jon,derlich in Absicht der Jesuiten, welche er in semen gPredigten von der Pulver-Vrrrätherey deutlich avg (