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BRUCAEUS BRUCKS
BRUDA
BRüCKNER
mahlet. Bey seinem Leben hat er nichts in da, Druckgeben wollen, weil er es für eine EitcllÄt hielt, daßaisobald die Cantzcl-Reden unter der Preist schwitzenmüssen. Nach seinem Tode gab sein Freund, Wil-helm Madrn, einen Band Predigten von ihn» in 2Theilen zu Loudcn 168; in fol. heraus, welche zuHamburg deutsch übersetzt worden. Un.
BRUCAEUS (Henricus), ein Medicus, gcbohren zuAclst in Flandern i;;r, studirte zu Gent die Huma-niora, und zu Paris die Artzi-ey-Kunst, nahm sodannzu Brügge einen Schul-Dienst an, gieng hierauf nachItalien, hielt sich fast 7 Jahr zu Bologna auf, wurdedaselbst Doctor, practicirte nachmahls 6 Jahr in sei-ner Vatcr-sradt, erhielt aber endlich eine mathemati-sche und medicinische Profession zu Rostock, verwaltetesolche 25 Jahr lang, und starb allda 159; den ck J«-nuar, nachdem er Inirinirioncz IpilLi'îL, de ,110m pri-mo ; proposmones de scorbuto, und einige epiltolasmedicas heraus gegeben. Er hatte zu seinem Sym-bols folgende Worte: Divina praecedant, humana se-quantur &c. Ad. Li. Ke. Sw.
BRUCE (Wilh.), ein Schottländcr, zog um 1479 un-ter dem Ant. Sp-nola wider die Tartarn mit zu Fel-de, und schrieb hernach Consilium de bello adversusTartaros gerendo; diarium de Tartaris, davon erste-res zu Leipzig 159;, letzteres zu Franckfurt 1598 ge-druckt worden. Fa.
de BRUCELLA (Rod.) , stehe Rodolpbus.
BRÜCHER (Hermannus), ein Franciscaner aus Nord-hausen um I 376 , hat Sermones de Sanäis geschrie-ben. Wa. Fa.
BRUCHMAN (George), gcbohren zu Züllich, stu-dirte zu Franckfurt und Wittenberg, ward 162z Bac-calaureus, hernach Eonrector zu Schwibsen, von daihn 1628 die Catholicken vertrieben; hernach Rectorzu Schwerin in Polen, Diaconus zu Sonncnburg,und endlich 1639 Pastor 51t Göritz, bey Franckfurt ander Oder, ward auch 1649 Magister, schrieb einigePredigten; 5 Distoursc des -Heracliti, oder Lewcr-nung des menschlichen Lebens; Lhronick der Stadt2 ü»ich (aus welcher diese Nachricht p. 162 genommenworden) und ließ noch vieles im Manuscript.
BRUCIOLI (Anton), ein Jtalianer, gab 1530 eineneue Uebersetzung des neuen Testaments, unter demTitel: V nuovo teßamento di grcco nuovamente tradot-to in iingua tofiana, Wie auch zuvor IZ 2 Z Diahgbi zuVenedig in 16 heraus rc.
BRUCK (Gregorius) , siehe Pontanus.
Brucke (Leonh.), ein hamburgischer Rechenmeisterzu Ende des 17 Seculi, schrieb geistliches -Hand- undReise-Büchlein, darinne der heidnische, jüdische undchristliche Glaube gegen einander gehalten werden,nebst beygefügter einfältigen Erklärung des gantzenEattchisnü. Mol.
^0 BRUCKS (Jac.), ein bekehrter Jude aus dem 16Erculo, dessen mit dem Pastor Mich. Lromero zuGelehrt. Lexie. T, /.
1410
Cunitz gehaltenes Gespräch de 6de in des Viü. « Gar-ben ]ibro ann-judaico zu Ebbe mit stehet. W.
BRÜDA (Abr.), siehe Broda.
BRUDA (Chajim), ben Abraham, ein Rabbine tMAnfange des 18 Seculi, welcher 1705 zu Venedig
Cantiea super feilum encocniorum edirt, und sich vondar nach Lublin in Polen begeben. VV.
BRUDUS, mit dem Beynahmen Lnfitanus, ein jüdi-scher Artzt, aus Portugals flprir e >.n der ersten Hclfft«des l6 Srculi, schrieb Lib. li! de ratione viiius insingulis febribus, die zu Venedig 1544, 8 gedruckt,zum öfftern wieder aufgeleget, auch des Gcjheri En-chiridio rei medicx tripiicis beygefüget worden. Li.Ke.
de BRUD^EVO (Aiberms), ein Cauonicus undProfessor zu Cracau, allwo er sonderlich die Physic undMathematik studirt, war des Groß-Hcrtzogs in Lit-thaueit, Alcrandri Jagcllcnis, Mathematicus undSecretarius, und schrieb tabulas motuum cœleitium ;Introdustonurn Astronomorum oracovienilum. See,S'r.
B R fi C K, stehe Pontanus.
BRüCKNER (Hieronymus) , ein JCtus, gcbohren 18April 1582 zu Leipzig, zog 1598 auf die UniversitätWittenberg, wurde zu Leipzig 1599 BaccalaurcusPhilosophiä, und 1601 Magister, find irre anfangsTheologiam , gieng aber 1601 nach Marpurg, dieRechts-Gelahrhcit zu treiben, that 1604 eine Reisenach Franckrcrch und Spanien, pmcttdvie, darauf beydem Cammer-Gcrichte zu Speycr, wurde 1606 zu Ba-sel Doctor, >609 zu Erfurt Syndicus, und 1616 da-selbst oberster Rathsmeisicr. Die Hertzoge von Wei-mar machten ihn 1616 zu ihrem Rath von Haus aus,und die Cron Schweden ernennte ihn bey zwey Do-ctoral- Promotionen zu Erfurt zum Procanccllano,worauf er 164; den 27 May verstorben. Seine
Schrissten sind: Deciíiones novae tholosance e galli-
^ co Gerardi de Maynard in latinum transduibe & ad-ditionibus auctae ; Nitol. Bergeronii rel'olutiones arre-' storum larine redditae; eine Oration, die er als Pro-cancellarius 1634 bey einer medicinische» Promotiongehalten. Mot.
BRüCKNER (Hieronymus), ein Sohn des vorher-gehenden -Hieronymi, gebohrcniöig. den 26 Aug. zuErfurt, gieng 1630 nach Leipzig auf die Académie,reiste 1633 nach Leiden, nahm 1642 zu Erfurt dasBürger-Recht an, wurde 1645 Hcrtzogs Ernesti zuGotha Hofrath vom Haus aus, und starb 1656 den6 Aug. Seine Schrissten sind: Explanatio reiponiiinsignis, quod e Marciani Libro II Reg. I in 1 . acci-pienris 15 L. de auct. 5 c cons. tut. & cur. relatmndesinitionibus illustrai ni aliquot controverliarumcommode inservit, welches eilte Disputation ist, die erunter D.Rcnncmann gehalten ; politiones e materiatransaftionis ; politiones e donationum materia ;ohnvermeidliche öffentliche Ersuchung, wegen Ab-schaffung eines in Erfurt;u feiner Beschwerde, un-Uu uu ter