Band 
Erster Theil A - C.
Seite
1411-1412
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BRÜCK NE R

BRüCKNER

14ii - - --

»er ohneewcislichen Angeben des Begehrens Derfriedliebenden Bürgerfchafft allda, widerrechtlich,und bevor zuenrgegen Des heiligen römischen Reichsim Jahr 1577 erneuerten Policey-Grdnung Art. 35ausgelassenen Druckes. Mot.

BRüCKNER (Hieronynüis), des vorhergehenden vzic-ronfmi Sohn, gebohren 1639 den 16 Febr. zu Er-fürt, gieng 1657 auf das Gymnasium nach Gotha,zohe 16)9 auf die Académie nach Helmsiädt, und 1661nach Leipzig, that 1662 eine Reise durch Deutschland,Holland und Engellaad, begab sich darauf nach Go-tha, gieng 1663 mit dem gothaischen Gesandten aufden Reichs-Tag nach Regenspurg, und führte als Se-eretarius wegen Weimar das Protocol!.; wurde nachseiner Wiedcrkunfft 1664 Rcferendarius in der Syn-dicat-Stube zu Erfurt, kam iü6; nach Gotha, die jun-ge Herrschafft im Jure, Hisioricis und Politicis zu un-terweisen, und mit derselben auf Reisen zu gehen, be-gab sich alsJnformator mit den beyden mittlern Prin-zen 1666 nach Tübingen, wolte allda pronwvircn,hielt 1667 seine Jnauguralem, und gieng mit gedach-

, ten Printzen i66g durch die Schweiß nach Gene».Anno 1670 reiste er mitPrintz Albrcchtcn nachDäne-marck und Schweden, wurde nach seiner Zurückkunfftru Gotha 1671 Lehn-Secretarins, 1630 aber zu Mei-nungen Hof-undJustitien-Rath, wie auch i6gi zuTübingen Dotter Juris. Anno 1685 kriegte er zuMeinungen feine Dimißion, zohe als Hof- und Consi-siorial-Rath wieder nach Gotha, und starb 169; denI l Febr. Seine Schrifften sind: gründlichewider-îcgung der angegebenen Ursachen, welche JungferMärchen Elisabeth Aitterin, icyo Nonne Des Urse-iiner - L-losrers ;u Ritzingen in Francken, bewogenhaben sollen, Die evangelijche Religion und Den fürst-lichen sächsischen -Hof zu Friedenstein wieder zuverlassen'; gründliche Vorstellung, daß ein ohn-lángst im Druck heraus gegebenes Büchlein, ohneBenennung des Dichters, Buchdruckers und Grtcs,unter dem Tire! Epbemerides, eine Den Reichs - Lon-Jìimtioncn zuwider lauffende Schmah-Schrifft sey;Der Deutsch redende Florus, d. i. Flori römische,Ge-schichte in die deutsche Sprache übersetzt; notae 8 canimadversiones in Guil.Ignat. Schützii manuale paci-ficum, unter dem Nahmen Heyderus ßon-omxi Ric-corvata, welche auch in Christoph. Lebmatmo de pacereligiofa suppleto Lc cantinuato stehen; decisionqs ju-ris mammonialis controverfi; aller lutherischenAca-Demicn im ganyen römischen Reiche und aller der-selben Herren professorum Nahme». Er verließauch viel Diuge im Manuscripte. ' Mot.

BRüCKNER (Georg. Heinrich), eist JCtus, des mitt-lern -Hseron. Brkcckners Sohn, gebohren zu Erfurt4 0 «. 1652, studirte zu Gotha, gieng 1672 auf dieAcadémie nach Erfürt, 167z nach Jena, und 167SWieder nach Erfurt, wurde ,(>78 daselbst Professor Ju-ris e.rtraordinarius und Doctor, nach einiger Zeit Pro-fessor ordinarius, wie auch 168; Assessor in den welt-r

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lichen Stadt - Gerichten daselbst, und starb 21 Jul.1700. Er wurde mit tu das pittistische Wesen einge-flochtcn, und schrieb synopticam rrackationein de do-maniis regni germanici in eoque contentarumregio-num ; tabulam fistentem fundamenta omnium aftio-num jurisprudentbe rom. germantes ; disputationesde juribus emti venditi, de conjugio, ad Universumjus feudale, de domaniis regni germanici, de rebusinfeudari 8c subinfeudari solitis , de hierophylaeibusfeu templorum custodibus, de pardciilari territoriofubinfeudato, de testibus habilibus 8c inhabilibus,.d*curiosis juris feudalis, de curioíis juris publici, de ju-re recàdentiœ, de transmiffione hœreditatum, de ken-do informi, de jure in rein scripto, de injuriis sum-mn principi illatis de incompatibilitate jurium, digni-tatum 8c beneficiorum &c. Mot.

BRüCKNER (Wilh. Hieronymus), eilt Rechts - Ge-lehrter, des mittlern -Hieronymi Sohn, des jüngern-Hieronymi und George -Heinrichs Bruder, war zuErfurt den 25 Sept. i6;6 nach seines' Vaters Todegebohren, gieng auf das Gymnasium nach Gotha,kehrte aber 1676 nach Erfurt zurück, und bezog sodanndie Universität Jena, da er sich anfangs der Gottes-Gekahrheit gewiedmet. Er änderte sich aber nachge-hends, und erwählte die Rechts-Gelehrsamkeit, brach-te es auch in derselben iir kurtzem so weit, daß er 1634die Doctor-Würde annehmen konte. Nach diesem er-hielt er eine Profeßioncm ertraordinariam zu Erfurt,und kam von dar 1690 wieder nach Jena, woselbst eranfänglich Jnstitutionum, und einige Zeit hernachPandcctarum Professor ordinarius, ingleichen des da-sigen Hof-Gericbts und Schoppen-Stuhls Assessor,wie auch sächsischer Rath wurde. Er starb den 2zApril 1736, und hinterließ viel gelehrte Dissertatio-nen, die er theils selbst ausgearbeitet, theils sorgfältigübersehen und verbessert, als : de Prœfidibus provin-ciarum apud Romanos ; de jurisdistione communi;de rom. Imperatoris majestate prscipue reali 8c per-sonal ; de. differentiis postestbrii Ordinarii & summa*riilïïmi; de jure Principis & statuum Iinperii circacausas matrimonii; de strategematibus advocatorum ;de sepultura gratis concedenda ; de jure sortium ; depromiffione per vim extorta ; dilp. 3 adversus Hug.Grotii opus de jure belli ac pacis ; de eo quod ju*stum est in foro intemo 8c externo ; de renunciatio-ne invalida; de restituciöne in integrem; de causamorali ; de refutatione feudi ; de invalide mulieruintestimonio ; de artifice delinquente ; de eo quod » cdicis gratia ; de architecto juris perito ; de ratioru*bus administratorum ; de culpa quee concretive ralisdicitur 8c in omni contractu venit prxllanda ; de cian-destinis sponsilibus jura ris ; de reconventione ; deexploratoribus ; de auftaritate juris canonici > ereipublicce redemtione ; de actione injuriatum ob ar *rtstum contra debitoretn solvendo existentem dofe imperratum, compétente; de differentiis proce-fus criminalis accusiitorii 8c inquiiitorii; de ai wn^injurìarum cestimatoria; de prœscripris verbis ;