Band 
Erster Theil A - C.
Seite
1419-1420
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1419 CRU N

BRUN, oder dcBruyn (Johannes), eilt Theolvglls JítBrüssel Carmeliter-Ordens, Hat imi; Secuîo gelebt,

IMd comment, in eccleiiaíiicum, it. in epistolas Fail-li imd tll Magistrum scntentiarum geschrieben. S w.

le BRUN ( Joh.ßapt.), sonst auch unter dem NahmenDcüinarcttes bekannt, war von Rouen, eines Buch-händlers Sohn, und wurde meist indem Port-Royaldes Champs erzogen. Er wolte niemahls die prie-sierliche Wurde annehmen, predigte aber dennoch inverschiedenen Kirchspielen,sonderlich zu Orléans, schrieb

liarmoniam librorum Regum & Paralipom. ; voyagesliturgiques de France ou recherches faites en diversesvilles du royaume far cette matière, hatte auch Anmer-kungen zn Ufuardi martyrologio , das er lieu herausgeben wolte, gemacht, solche aber bey seiner Gefangcn-setzung in die Bastille, allwv er ; Jahr aushalten wü-ste, nebst allen seinen Büchern cingrbüffet, und starbzu Orléans den ayMcrtz 1731 in hohem Alter, nach-dem er kurtz vorher die vorgehabte neue Auflage deshnilantü, den er mit den meisten Coää. MS'S. verglichenhatte, zu Stande gebracht, davon das Original in sei-nes Bruders, eines Buchhändlers zu Rouen, Händegekommen. Mémoires du tems.

le BRUN (Laurendus) , ein Jesuite und Prediger zuParis, gebohren zu Nantes 1627, hat EcclefiastemSalomonis poetica paraphrasi explicatum ; prsceptapoetica çxemplis illustrata; figuras poeticas s. locoscommunes eloquentiœ poetica; ; Virgilium chriüia-num; juventutem sanctam; adolescenti* sanftse spé-culum in yita Alex. Bertii geschrieben, und ist zu Paris1663 den i Sept. gestorben. AI.

BRUN (Mauritius), ein Bürgermeister inWiborg,ausDännemarck, schrieb theacrum gyn^cei in dänischerSprache, und starb 1682,12 Mark. W, d.

B R U N (Petrus), ein frantzöstscher Jesuit von Perigveux,gebohren 1577, lehrte die Humaniora, war PräfeetusScholarum, Prediger, schrieb in seiner Mutterspracheinstitutionem çhristianam , und starb ohnwîit Tvur-non imAugust 1629 an der Pest. AI.

del BRUN (Petrus), ein Jésuite, gebohren zu Obere!)1625, schrieb Apparatum magnum gallico-latinum,collsstum ex Cicerone & melioribus auctoribus lin-gus larince ; Amaltha:um ciceronianumi ; commifiu-ras gallico-latinas. AI.

leBRUN (Petrus), ein Presbyter Oratorii, gebohren1661, n Jun. zu Brignole, einem Dorffe der DiöeesAix in Provence, trat 1678 in die CongregationemOratorii, da er zu Marseille und Toulouse die Theo-logie gelernt, und zu Toulon die Philosophie, zu Gre-noble aber im Seminario des Cardinals le Lamus 2Jahr lang die Theologie gclehret. Im Junio 1690kam er in das Seminarium von St. Magloire zu Pa-ris, allwo er bis an seinen Tod verblieben. Oberwohl sehr geschickt im Predigen war, so wolte er dochlieber seine Zeit auf die Kirchen - Geschichte wenden,darüber er auch im Seminario von St.Magloire 13Jahr lang mit Ruhm Conferentzen gehalten. An,

BRUNCHORST BRUNELLUS 1420

1694 widerlegte er auf Befehl des Ertz-Bischosss, von'Paris 0e -Harlay, eines Geistlichen apologie du théâ-tre, unter dem Titel: discours far la comédie ; undvorher hatte er schon 1693 die lettres pour prouver lesillußons des philosophes fur la Baguette in 1 2 zu Paris

heraus gegeben,darauffolgte 1722 zu Rouen die histoire

critique des pratiques superstitieuses quiont jeduit lespeuples, welche 1733 zu Amsterdam liebst des Ver-fassers Lebens-Veschreibung , sehr vermehrt aufgelegtworden. An. 1722 kam fein ejsay de la concordancedes tems , avec des tables pour la concordance des ere-s

& des époques heraus. Endlich unternahm er, vonder Liturgie zu schreiben, und brachte eine grosse An-zahl Liturgie», auch selbst aus dem Oriente zusammen :wovon er 8 Ocrav.Bände aus Licht stellen wollen, derenaber nur 4 heraus sind ; der erste 1716 unter dem Titel:explication historique, littérale if dogmatique dès cérémo-nies if des prières de la Meste , dencr auch 1718 gegen ei,ne lettre d’un curé du diocèse de Paris vertheidigt,undunter dem Titel : manuel pour la Messe, einen knrtzenBegriff desselben ertheilet. Die drey folgenden er-schienen 1726 unter dem Titel: explication de la Messe,contenant les dissertations historiques See. und es Wurdeder letzte von dem P. Bougeant angegriffen, demauch der P. leBrun geantwortet. Als ihn die mé-moires de Trévoux 1718 in ihren nouvelles littérai-res angriffen, schrieb er einen Brief dagegen, welcherbesonders gedruckt,auch der Inhalt in gedachtenme-moires bekannt gemacht worden: gegen welchen 1728

heraus kam apologie des anciens DoÄeurs de la fa-culté de paris, Claude de Saintes & Nicolas Iiam-berr, contre une lettre du R. P. le Brun, par M. P.G.H.Ch. R. Er starb 1729, den 6 Jeûner. Manhatte sich viel Mühe gegeben, es dahin zu bringen,daßseine Meinung von der Form der Consécration, zuRom verdammet würde. Allein der P. Malouet.Ge-neral-Procurator der benedictinischen CongrégationSt. Mauri, redete ihm bey den Gelehrten zu Rom dasWort, daß sie sich vor ihn erklärten, da sie fun-den, daß man dieselbe nicht verwerffen könne, ohnezugleich die alten Monument» umzustoßen. Der P.le Brun hat über dieses Diflbrtationes von der Kir-chen-Historie, und ein Merck von dem Formular derfünff propofirionum Jansenii hinterlassen. Man fin-det auch in dem Journal des Savans von ihm einedifíbït.far les jumeaux de Vitti. B, 5. Jour. Nie.

BRUNCHORST, oder Bronchorst, (Christoph.)ein Hof-Prediger und Consistorial-Assessor zu Gotha,ist 1624 den i g Nov. zu Erfurt gebohren. und 1664den 26 Mart. gestorben, nachdem er epuium vere,credentium in funere Sal. Glassii; Vorstellung vcv

hohen geistlichen Anfechtungen rc. geschrieben. Fr.

von BRUNE (Henricus), stehe Piro.

BRUNELL US (Gerhard),stehtBrunus(Gerb.).

BRUNELLUS (Hieronymus), ein Jesuite,vonS>e-na, war von sehr kleiner Statur, wurde Professorder griechischen und hebräischen Sprachen in demCvi-