1422
Hii BRUNELLUS BR UN FELS
lcgio romans , übersetzte einige orationes des (Efyrytfofïomí, und die catenam inProphetam Ezechielem,edirte auch des Synefil hymnos, und starb i6iz, 22Febr. im6z Jahr. AI. Er.
BRUNEEEUS (Johannes), ein JCtus, scí)riebtr. defponíulibus Lc matrimonio ; tr. de dignitate & po-testate legati, don denen der erste Tomo VIIII undder andere Tom. XIII rrastarus rrastacuurn stehet.
BRUNESIUS (Gerh.), siehe Brunus.
de BRUNES, oder Bruno, (Jan.), der jüngere/ ein hol-ländischer Theologus, Politicus und Poet, war um1640 berühmt/ schrieb IVetßecn der Vermißten; Bati-ket-IVerck van gaede Gedachten ; Grond-Steenen van Re-geerhige; lock en Ernß ; historische end letterlicke Ver-klaringhe op Salomons Haag-Lied; holländische em-blemata; apologie pour la religion des Hollandais; Ho-tiighyc. Seine volgeeflige Werckenfin & 1672 zu Haar-lingcn in 4 zusammen gedruckt worden. Er übersetz-te auch Richard Bäcker Fragen und Andachten überdas VaterUnser ins Holländische.
BRUNETUS, oder Burnetus Latinus, ein gelehrterund beredter Florentiner/ ist des Da», ris und Gviv.Lavalcauri Lehrmeister gewesen / in wichtigen Ver-schickungen gebraucht worden, und in seiner Vater-stadt 1295 gestorben. Er hat im Lateinischen einBuch da vidis öc virtutibus, im Frantzösischen trésorde s origine sf de la nature de toutes choses , den erauch selber ins Italiänische/ andere aber ins Lateini-sche übersetzt, und in seiner Muttersprache Compen-dium ethices Aristotelis; versionem Ciceroni.? rhe-toricorum und anders mchr geschrieben. Jul.Nigriscriptor. florent. Fa. B.
BRUNFELS, obir Brunsfels, (Otto), ei» Medicilsvon Mayntz gebürtig, übte sich in der Philosophie undTheologie, wurde auch in seiner Vaterstadt Magister,gieng aber,da ihm seine Eltern keinGeld zum Studierenweiter geben wolten, aus Verdruß in das bey Mayntzgelegene Cartheuser-Kloster, wiewohl er solches beyentstandener Reformation Lucheri nicht allein ver-ließ, sondern sich auch entschloß, die crkannteWahr-heit in öffentlichen Predigten vorzutragen. Nach-dem er aber durch eine unvermuthete Maladie hierzu«»tüchtig wurde,so nahm er in Straßburg ein Schul-Amt an, stand selbigem y Jahr vor, und legte sichinnerhalb der Zeit mit solchem Fl,eiß auf die Medi-cin, daß er izzozuVaselinDoctoremMedicinäpro-movirte, und sodann nach Bern als Physicus vvci-ret wurde, woselbst er aber An. 1534 den 2z Nov.mit Tode abgieng, nachdem er catalogum medico-rum illustrium; onomaflicon, f. lexicon medicinxstmplicis; epitomenmedicinx; iatrion medicamen-torum fimplicium; annotationes in IV Evangelia8c asta apostolorum; pandestas scriprurarum vete-ris 8c novi Testamenti; definitiones astrologie; ca-techismum; pro Ulric /10 de Hütten defuncto adErafmi roterod. fpongiam, responlìonem j confuta-tionem sophistices & gULstionnm curiosarum ex Ori-
BRUNI
gene, Cypriano , Nadanzeno, Cyrifto’, Chryfosto-mo, Hieronymo , Ambroiio , Augustino, Athanasio8c. Lactantlo ; Pandestarum lib. XIII de tropis, figuris& modis loquendi scripturaru m ; catalogum viro*rum illustrium V. & N. Testamenti ; precationesbiblicas Sän stör um ; naturam utriusque Testamen-ti; verschiedene Schrifften, Johann Huß betreffend,welche H.v.d.Hardtm aurographis Lucheri erzehlct ;catecheiin puerorum in lide, in Htteris 8c moribus ;herbarum icônes ad naturse imitationem summadiligentia effigiatas cum autorum XII opusculisbo-tanids in drey Tonus in fol. heraus gegeben. Ad.Elend. Re. NZ.
BRUNI (Domin.), ein frantzösischerDominicaner ausLangvedoc, war r6;g Prior in demmonasteriopxu-liano , und schrieb zum Besten der Conventualinnen
exercices du SS. sacrement de Tautel ; paraphrase surle cantique nunc dimittis Domine 8cc. parapbrajesurla salutation angélique Ave Maria, tind plufiears mé-ditations fur differens sujets, darunter emigê auch aufdie Tage St. Stephan, Johann des Tauffers und derunschuldigen Kindlein sind, welche aber uoch alle imMS. liegen. Ech.
BRUNI (Julian.), ein ftantzcsischcr Donn'iiicancrvonBrioude in Arivergne, war Professor Theologia, flo-rirte in der Mitte des 16 Seculi, und schrieb einMerck unter dem Titel andamuleta contra magos,incantatores Lc iuperstitiolbs , so zu Paris 1552 ge-druckt worden. EoK.
BRUNI (Eeonardus), sonst Aretinus genannt, weiler von Arezzo war, ein gelehrter Jtalianer im 15Seenlo, gebohren 1Z70, lernte das griechische vonEmanuele Lhrysolora, und machte sich bey Hog-gio Braeciolini so beliebt, daß derselbe sich ihn An.1405 zum College» in dem Amt eines apostolisckzcnSecretarii ausbat. Nach diesem nahm er zwar beyder Republic Florentz die Bedienung eines Sccreta-rii an, behielt aber selbige nicht lange, sondern giengnach Rom zurück, und begleitete Johannen, XXIIIaufs Concilium zu Costnitz, bis er endlich sahe, daßdie Sachen dieses Pabsts übel liessen, daher er An.1415, als ihm seine vorige Stelle zu Florentz vonneuem angeboten wurde, dieselbe nicht allein zum an-dern mahl antrat, sondern auch bis au sein Ende mitbesondern! Lobe bekleidete, welches 1444, y Mart. er-folgte. Bey seinem Reichthum war er so geitzig, daßer sich nicht satt aß ; und erhielt folgendes epita-phium: postquam Leonfiardus vira mi gravit, histo-ria luget, eloquentia muta est, femirque Musastarn grxcas quam latinas lacrymas continere nonpotuisse. Seine Schrifften sind: Uebersetzungen vonAristoteles ceconomicis und politicis ; Xemphtmtisapologia pro Socrate, & Tyranno • Mstcbinis orat.adverfus Ctesiphontem; etlicher Lebens-Beschreibun-gen des Plutarchi ; Baßlius M. de moribus St legendisantiquorum libris; libellusde dispur. exercirationis-que studtorum usu ; de bonis studiis epistola; debello
' puuicol.2; historia reipubl. florentin® in 12 Büchern,
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