Band 
Erster Theil A - C.
Seite
1453-1454
JPEG-Download
 

BUCIUS

B UCK

r 453

war, gebohren den 7 April i6;8, wurde von seinenAnverwandten zu Coppenhagen erzogen, und der Chi-rurgic gewiedmet, mach derer? und der medicinischenWisseufchafft Erlernung er sich nach Preussen, Deutscheland, Holland und Zran.lrcich begab, und im lctzrernReiche bey König Friedrich IV einen Reise-Chirur-gum abgab, der ihn nach seiner Zurückkunfftzumkcib-Chirurgs und zum Medico der Marine machte, wor-auf er 1700 die Doctor-Würde annahm, und 1717Professor zu Coppenhagen und königlicher Hofrathward. Mark hat von ihm herbarium vivum planra-rum Dani® domesticarum, fed medicinaliumtantum,so von dessen Sohn, Balch. Po. de Buchwals, auchins Deutsche übersetzet worden; diíE de pillulis aloe-ticis earumque genuina pneparatione & uiu, latei-nisch und frantzösisch. hlol.

^ uc 117 8 (Ooiilinlcllü) , ein welscher Mcdicus vonCarmagnole irr Pieniont, florirte um die Mitte des 16Secrili, und hinterließ quxüta quatuor medicinaliajuxra Hippocratis & Galeni senteutiam examinara,die zu Venedig 1551, 8, und nachmahls auch an an-dern Orten gedruckt worden. Li. Kest.

BUCK (Micron.), ein Lübecker, wo sein Vater gleichesNahmens ein Kaussmann war, gebohren 19 Sept.1630, studirtc-zu Leipzig erst die Rechte, hernach dieTheologie, besuchte darauf die Universitäten Marpurg,Giessen, Jena, Wittenberg und Rostock, schlug nachseiner Zurückkunfft die ihm angetragene-.» Prediger-Stellen zu Riga und Dantzig aus Liebe zum Vater-lande aus, ward 1661 an der deutschen Pcters-Kirchczu Coppeichage» Diaconus, und 1664 Pastor, schriebverschiedene Leichen - Predigten, und starb »8 Sept.

1673. Mol.

BUCK (Joh. Christian), ein lutherischer Theologus,gebohren 1672 den 11 April zu Grafenhcynichcn beyWittenberg, zohc »693 auf die Académie nach Witteu-berg, und hernach nach Leipzig, wurde 1697 Magister,und 1700 Adjunctus der philosophischen Facultat zuWittenberg, 1702 Prediger, und >712 ^Superinten-dens zu Torgau, 171; Doctor Theologiä zu Witten-berg, 1723 aber Ober-Hof-Prcdiger zu Dreßdcn, all-wo er noch in selbigem Jahre den 19 Oktober, ohnevorher kranck zu seyn, an einem PoJypo cordis starb.Seine Schriff en sind .' Disp. de pace externa ; deKçxavToy.oiyJoç circa iacra, de romani Pon-

tificis ; de anno Hebrxorum jubilxo ; diff. epistolarisde medietate rrram in Germania religionum; eineVorrede zu Richter« letzten Schwanen-Gesang; eincarmen gratulatorium auf des damahligen Chur-Printzens Geburts-Tag in 32 Sprachen. 3m MSr.verließ er Ihesaurum orientis e pluribus linguis, sa-^aaritana, arabica, xthiopica, perlica, turcica &c. col-lectum ; pinacem geographicum. sacrum. Pro. Un.Ba. Gl.

®^CK (Leonard.), ritt Canonicus regulan's Augusti-ner .'Ordens .zu Corscnd-nq in Brabant, von Oster-wrck gebürtig, schrieb einen Dialogum unter den» Titel:

BULlîEt 18 v 0 kìE BUCKISCH 1454

norma vitx religiös®, nebst andern geistlichen Tracta-ten, und starb 1488. a. Fa.

BUCKENSDORF, siehe Burgsdorff.

BUCKERIDGE (Joh.), ein Professor Theologiä zuOxford, aus Wiltshirc, war erstlich Reccor zu Fam-bridg und Kilwarth, nachgehends Vicarius zuEt.Ae-gidii zu Londen, ferner Archidiaconus zu Northam-pton, Präbendarins zu Windsor, Hof-Prediger desKönigs Jacobi, Präses des Coklegii St. JohaunisBapkistä, und endlich Bischoff zu Rochester und Ely,disputirte starck gegen die Catholicken und Puritaner,schrieb de porestare Pap® in rebus temporalibus ; tra-ctatuin de genuflexione in sacra communione adver-sus Puritanos, iugleichen englische Predigten, und starbzo May 1631. W, d. Wo.

BUCKINGHAM (Thom.y, ct'i» Eugelländer, warDoctor Theologiä und Cantzler der Kirche zu Exce-ster, und schrieb Commentatios super magistrum sen-tentiarum, wie auch quœstiones theologicas. DieZeit, wenn er floriret, ist unbekannt. Bai. Pir. Fa.

von BUCKISCH und Löwenfels (Gottfried Ferdi-nand), ein königlicher Regierungs - Secretarius zuBrieg, auch kayserlicher Rath und Historiens, vonStreln in dem Fürstenthum Brieg bürtig, war Do-ctor Juris, und anfangs Raths-Herr in Streln; wur-de, nachdem er sich von der evangelischen Religion zuder katholischen gewendet, Regierungs-Secretarius,und Rath zu Brieg, auch nachgehends nach Wien be-ruffen, und zum kayserlichen Histories, inglcichen kay-strlichen Rath und Assessor des Ober - Burggrasen-Amts zu Präge gemacht, auch »691 in Reichs-Rit-terstand erhoben. Zulcdt aber verließ ihn das Glück,und er muste von Wien hinweg; da er denn im Rei-che herum gewandert, bis er endlich als Professor Hi-storiarum zu Mayntz in höchster Armut zu Anfangedes 18 Seculigestorben. Vor dem ryswickischen Fne-dcn, als er sich zu Regcnspurg aufgehalten, soll er wil-lens gcwest seyn, seine vorige Religion wieder anzu-nehmen, und, was er derselben aus Paßion zinn Nach-theil geschrieben, zu retractiren, ist aber vom Todeübereilet worden. Er hat Prolegomena schlestscherKirchen-Hißorien; historlam genealogicam palatino-neoburgico - bavaricam in deutscher Sprache; disl'er-tationesde Régis Romanorumtum eleilione, tum co-ronatione fubjuncto difcursu juridico-politicodefon-tibus juris publici, bey dkycn sich aîlUvch On. Panvi-nii und Mich. Beuthers Tr. de ieptemviratu, Wie auchorationes gratulatori® in electione, coronatione, na-tivirate, triumphis Pontificum, Imperatorum, Re-gum, Prihcipum habit® a legatis virisque su® statisdostiskimiz befinden ; nucleum historicum biparti tumin historiam universalen» Sc particularem ; observa-tiones històrico-politicas in articulos 7 priores in- .strumenti preis westphalic®, welche stttf Seiten derRömisch - Catholischen sehr parteyisch sind, hinterlas-sen, auch sonderlich die schlesische Religions- Acta in7 grossen Folianten zusammen getragen, welche aber

nicht