146 $ BüRCKMANNIN BÜRGERMEISTER
fcripturae; vitajohannis Baptistas; pxdia Christi&c.die braunschweigischeChronick hat Rcthmeper »722,und das itinerarium biblicum fieitcffelb 1718 vielvermehrter, nebst einer ausführlichen Lebens-Be-schreibung des Verfassers drucken lassen. Heinecciusin antiquitat.goslar.
BüRCKMANNIN (Sophia Magdalena), eine Poe-tin / Christoph Bürckmanns, Predigers bey derSol-datesqve zu Nürnberg Eheliebste ; verfertigte auseigenem Triebe, und fast ohne Anweifung bereits imsiebzehnden Jahre ihres Alters, viel geistliche undsthrifftmaßige Lieder, brachte ihre müßigen Stundentust Lesung solcher Bücher zu, und starb i7ZZ,5Febr.
BüRGER (Christian.), ein Doctor Medicinä, undchur-sächsischer Hof-Medicus, gebohren 1621 den iJanuar, zu Dreßden, allwo sein Vater Magister Frie-drich Bürger, Diaconus an der Creutz- Kirche war,studirte zu Wittênberg, Jena und Padua, besähe hier-auf die vornehmsten Städte in Italien, ward Doctorzu Jena, schrieb einige Dissertationes, und starb1677,2g May. Carpz.
BÜRGER (Friderich), stehe unter Bürger (Chri-stian).
BüRGER (Johann), ein Prediger zu Liebau in Cur-land, von Jauer aus Schlesien, lebte im 17 Seen-lo, und übersetzte 1648 Jacob Latsii Selbststreit,oder kräfftige Bewegung des Fleisches und Geistes,unter der Person Josephs und Potiphars Weibes,ausdem Niederländischen in deutsche Verse. Neu.
BüRGER (Johann), ein Magister PHilosopHiä undDiaconus zu Naumburg, von da er auch bürtigwar,,gab Manuale de préparations ad mortem in deut-scher Sprache heraus, schrieb eine besondere schöneHand, und starb 1617. SN.
BüRGER (Joh. Heinr.), ein College bey der bremi-schen Schule, gebohren zu Hanau 1640 den 6Jan.studirte zu Straßburg und Bremen, wurde 1063Con-Rector in der Schule zu Hanau, und 1665 Re-ktor des Padagogii zu Manheim. Als aber daselbstdie Pest graßirte, blieb er von 1666 bis 1672 Con-Rector in Heidelberg, und bekleidete darauf wieder-um sein voriges Amt zu Manheim, bis er ,688 dieWürde eines Pädagogiarcha zu Schlüchtern ange-nommen. An. 1691 wurde er nach Bremen zuin Leh-rer in den beyden obersten Classen dasiger Schule be-,russen, schrieb didafticam novam promiscue traden-tem viam quasvis linguas brevi addiscendi ; gram-mnticam graecam ; gab auch Job. Murmelii versusse/itentiofos ex Tibulli, Propertii 8c Ovidii elegiis
mit seiner deutschen Version heraus, und starb 1711denaoScpt. Leb.
BÜRGERMEISTER vonDeyzisau (Joh.Stephan.),ein Rechtsgelehrter, gebohren zu Gcißlingen, einer inder ulmischen Herrschafft gelegenen kleinen Städtchenio Dec. An. 166z, that, nachdem er in dem Gymna-siozuUlm, und auf den Universitäten Marburg,
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Witrenberg und Straßburg studiret, 1683 eine Reisenach Holland und Engelland, brachte darauf 1687zu Heidelberg wiederum einige Zeit mit studiren zu,und besuchte endlich auf etliche Monate das kayserl.Cammer-Gerichte zu Speyer, worauf er An. 1688 zuTübingen in Licentiatum, und als er mitlerweile sichan unterschiedenen Orten, besonders aber bey derReichs-Verfammlung zu Regcnspurg ein Jahr langaufgehalten, An, 1691 in Doctorem promovirte.Nach diesem ward er An. 1696 von der freyen Reichs-Rittcrschafft in Schwaben, und zwar aus demVier-thel Neckar und Schwartzwald,zu einem Consulentenund An. 1698 zum Syndics, bald darauf aber auch zueinem hertzoglich-würtembergifchen Rath von Haufeaus, und endlich An. 1706 zum Raths-Consulentenin Ulm angenommen, in welcher Stelle er auch stetsverblieben , ungeachtet er nachher» zu verschiedenenhöhern Bedienungen, als unter Kaysers Joseph»Regierung zu einem wircklichen Reichs-Hofrath nachWien, ingleichen zu einem hessen-darmstädtischew ge-heimen Rath und an andere Orte mehr mit ansehn-lichen Bedingungen verlanget worden. Da er nach-mahls wegen seiner vor die obbemeldte Ritterschasstgeführten wichtigen Processen, und an Tag gegebenenSchrifften von mancherley Gefahr bedrohet wurde,nahm er 1718 den Titel eines wircklichen kayftrlichenRaths cum Protectvrio an, und starb endlich zu UlmAn. 1722, in dem 59sten Jahre seines Alters. SeineSchrifften sind : status equestris Cassa ris & imperiiromano-germanici , oder kaiserlicher Reichg-Adel IGrafen-und Rittersaal; deutsches Corpus juris publi-ci öc privati, in zwey Theilen; thésaurus juris eque-stris publici 8c privati, in zwey Tomis; bibliothecaequestris, in zwey Theilen; Manuale equestre, wozunachgehends eine Continuation gekommen: Codex di-plomaticus equestris in 2 TvM.; und Auszug desGraffen- und Rittersaals. Er hat auch einige altegeistliche Schrifften von, Ioh. Rusbroch,Ioh. Tau-lier, Joh. Theophilo, unter dem Titel theosophia■ teutonica, oder Seelen Adelspiegcl, heraus gegeben.Kayser Leopoldushat ihm und seinem Bruder Paulo,Consulenten der schwäbischen Ncichs-Ritterschafft amKocher, wie auch Assessoren des innern Raths, undnachmahligen Bürgermeister zu Eßlingen, den Adel1704,12 Aug. durch einen besondern Adel-und Wap-pen-Brief vor ihre beyderseitige Personen und Erbenbeyderley Geschlechts wiederum erneuert. Sein äl-terer Sohn Wolfgang Paul ist auch durch Verschißdene Schrifften, z. E. Versuch einer Anleitungeiner gründlichen deutschen Rechts- Gelahrheü;Acta wormatiensia novislima 8cc. bekannt worden.Maser biblioth. jur. publ. AE.
BüRING (joh.), ei» Medicus, gebohren 1656 zu Lclp>zig, wurde 1684 zu Leiden Doctor, disputirte tlein "
stuxu facultatum animas, de causis 8c curarione me-thodica stuporis 8c paralyseos, practicirte herUUWzu Berlin, und starb daselbst 1704. Er schrieb anmncueund sichere Anleitung zur Arynep-Lunst, we,
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