Band 
Zweyter Theil D - L.
Seite
467-468
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F A B E R

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«m diese Zeit der Francifcaner, Bern. Samson, inder Schweitz den Ablaß predigte, widersetzte er sichdemselben nicht allein selbst, sondern gab auch Awin-glio den Rath, daß er das unverschämte Wesen diesesMönchen schriffrlich bestrafen möchte, und gestand,daß die Kirche einer Besserung allerdings nöthig ha-be. Allein bald darauf änderte er seine bisherigeAufführung, begab sich 1521 nach Rom, um demPabst feine Dienste in Widerlegung seiner damaligenGegner persönlich anzubieten, und stellte allda 1522seinen so betitelten walleurn h®rcticormn aus Licht.Nach seiner Wiederkunft ließ èr sich auf Befehl desBischoffs von Costnitz, zuZürch 152; mitowinglisin ein öffentliches Colloqvium ein, darinne er aberdie Lehren der römischen Kirche schlecht vertheidigte.Indessen hatte er sich durch dergleichen Bemühungenin solches Ansetzn gesetzt) daß er nicht allein zumkontrovers-Prediger im römischen Reiche ernennet,sondern auch von Ferdinands I an feinen Hof geru-fen, und von demselben anfänglich zum Secretario,nachher aber znmRath, und endlich,auch zumBeicht-vàter erwehlet wurde. An. 1527 brachte er es da-hin, daß sonderlich in Oesterreich die Protestantenheftig verfolget wurden, reisete auch 1528 in denGeschäften feines Herrn nach Engelland, befand sichferner 1529 währendes Reichstages zu Speyer,îmd1530 zu Augspurg, und bezeigte sich überhaupt widerdie Lehre Lutheri so eifrig, daß er deswegen bey fei-nen Glaubens-Genossen überaus hoch gehalten, undvon Ferdinands nicht nur 1529 zum Probst in Ofen,sondern auch endlich i;zi zum Bischoff in Wien be-fördert wurde, Seine Schrifften sind: De liefe &bonis operibus libri 3 ; prxparatoria fufuri univer-sale concilii; homili®de tempore & Sanctis; opusadverfus nova quidam dogmata Mart. Lutheri ; depotestate Pap® contra Lurherum ; propugnaculumecclesi® adv. Lutherum ; pro cedibatu contra conju-gium ; defensio orthodox® sidei contra BalthasaremPacimontanum ; enchiridion facr® Bibli® ; Re-fponsa duo 1) deantilogiis Lutheri, & 2) de sacra-mentis scripturisque & fidc ; der rechte LVcg ; disk.do religiono rnolcovitica, darinne aber viel Unwahr-heiten anzutreffen, welche in Albini scriptoribus dereligions RuiForum, wir auch unter denen 1622 znFranckfurt zusammen gedruckten scriptoribus rerummoscovitic. stehet: redargutio 6 articulorum Zwin-

glii, deutsch; über dieses aber nochg Bande Predigtenund andere theologische, exegetische und polemischeSchrifften, welche zn Cölln 1537, lZZ9 und 1541zusammen gedruckt worden. Er gab auch Car. Ca-pe II i sermones de justa Dei contra nos indignations& ira heraus, und starb 1541, 21 May, im 63 Jah-re. Die von einigen ihm beygelegten juristischen Schriff-ten rühren von einem berühmten Rechtsgelehrten, derJoh. Faber Roncinus geheissen, und in eben demSecuko, aber etwas später, gelebet hat, her. à.Leb. Seck. Carl Ernst Kettneri diss.de Jo.Fabri vi-ra & feripeis, Lipli» 1737.

FABER 4 6 $

FABE R (Joh.), ein Dominicaner von Cardin-EpinoYan den Grentzrn von Artois gegen Rpssel zu gelegensiorirte in der letzteu Helffte des rchScculi, warcfor Theologia und Kaysers Maximiliani Hof-C^pellan, und schrieb ein Wcrck unter dem Titel: Com*pendiòsa ex variis libris exhorratio ad omnes Chrift 1fidelium status, so in 4 ohne Meldung der Zeit unbOrtes gedruckt worden. Feh. Fa.

FABER (Joh.), ein Dominicaner von FreyburgAder Schweitz, wird Augnstanus zügcnamt, weil er sichzu Augspurg lange aufgehalten, und verschiedene Bckdienungen feines Ordens allda verwaltet. Er lehr"1516 die Theologie zu Bologna, wurde nach sein"Zurückkunft Kaysers Maximiliani I Hofpredig"und Beichtvater, bekleidete auch bey Carl V diePrediger- Stelle, war anfangs ein vertrauter FreundErasmi, half aber denselben zu Rom Zeit seines Anstenthalts daselbst sehr schwartz machen, schrieb eintLeichenrede auf Kayftr Maximilian, welche zu Ä»Pspurg 1519 in 4 gcdrucktworden, auch in Freheri i' er -genn. T. II stehet, und starb 1530, ob aber zuRoNt/oder Augspurg, oder anderswo, ist unbekannt. Leb.FABER (joh.), ein Dominicaner von Lion, studir"zu Paris, wurde Doctor der Theologie, und wegt"des Ruhms, den er sich durch seine Predigten undGelehrsamkeit erworben, Titukar -Bischoff vonfuS, und Coadjiitvr fpiritualis des Ertzbischoffs vo"

. Vienne, gab colletkionem cancionum quidrageliniä*lium cum historia dominic® paffionis & feriis P 3 "ich® zu Lion 1605 in 8 heraus, und starb zu Die"'"16 Aug. 1675. Ech.

FABER, oder Fabri,(foh), ein Dominicaner vonHeilbronn, gebohrc» um 1520, studirte zu Eöllwwurde Doctor der Theologie, des Augsymgcrschosss Theologus und ordentlicher Prediger, bedicm)dergleichen Amt etliche Jahr auch zu Prag in Böh-men, lebte noch 1557, und vielleicht bis 1570,ein Feind der Lutheraner, und schricb gründlicheschristliche Anzeigungen aus der heiligen ^ohì'Mund heiligen Kirchenlehrern, was die evangelistv^Messe sey ; Auslegung des Hrsphcren Pools;ctus, quibus dignolcuntur hsretici ; quod sides &poflit (ine caritate; Enchiridioa Bibiiorum; vi p,regiam feu concionem super Jer. VI, 16; quodrtrus Rom® fuerit; gab auch Rickardt P/iinp 0 -'’^ r,enarrationes in Psalmos verbessert und NlitRaNdg""ftn, auch Registern heraus. Ech.

FABER (Johannes), ein Medicus, vonBamberg v> ^tig, Hatte sich in der Anatomie und Botanik " /geübt, lehrte zu Rom als Professor Medicinä in . flersten Helffte des 17 Secnli, und schrieb

imagines illustrium Fulvit Urstni; notas inHernandez thesaurum rerum medicarum n0V ?c c3 -spahi®; disp. de nardo &cpithymo, contra J o1 -ligerum, die bey Scioppii Scaligero hypoboiim*”hct; pr®scriptiones lynce® Academi®; gab■ Merck de animalibus indicis apud Mexicuin hdt

welches letztere zu Rom 1628 m fol. gedruckt