Band 
Zweyter Theil D - L.
Seite
1447-1448
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HEILBRUNNER

HEILER

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da er 1648 starb, in der Schloß-Capelle begraben. Esfind etliche Leich-Predigten von ihm gedruckt, inglestchen Davids Drautund Heimführungs-Lied, beydemBeylagcr Pfaltzgraf AuguKi.

HEILBRUNNEPs r^ac.), ein lutherischer Theolo-gus, gebühren in Ebertingm, einem würtembergi-scheu Dorffe, 1548 den 15 August, studirte zu Ästpirspach, Mauldrunn und Tübingen, woselbst erauch 1567 die Magister-Würde erhielt, wurde 157gmit Polyc. Lysero in Nieder Oesterreich geschickt,undpredigte daselbst an verschiedenen Orten, wandte sichaber wegen der Flacianer von bannen wieder weg,undwurde 1575 Hofprediger zu Zwepbrücken, wie auch1577 Doctor Theologia zu Tübingen; worauf er wergen einer Unruhe die Pfarre in Bensheim mit dersiarckenburgischen Superintendur angenommen. Alsman ihn auch hier absetzte, wurde er i;8r General-Superintcndens zu Amberg in der Ober-Pfaltz, undda er auch hier nach vorgegangener Religions-Acn-derung seinen Abschied bekommen, von 1588 an indie 30 Jahre Hofpredigcr zu Pfa!tz,Neuburg.woselbster mit den Jesuiten viel zu schaffen hatte. Nachdemer 161; um der Religion willen auch hier vertriebenworden: gieng er wieder in das Würtembergischezurück, und wurde erstlich zu Anhäufen, hernach zuBebenhausen Prälat, und im letzten Kloster zugleichGeneral-Superintendens und Affessor Verwirrtem-bergischen Landschafft. Er schrieb Schwenckfe'ldio-CalviniAtnum , so nachgehends auch deutsch übersetztworden; dsemonoinaniarn pistorianam magicam;antidocum in dsemonomaniam pistorianam ; anti-Tan-nerum ; fynopsin doctrine calviniana: refuratam j fer-nere gründliche Offenbarung des uncatholifchenPabstthums; jesuitische Lehre von der freywil-ligen Geiffelung, wider Gretserum; colloquiumneaburgènse ; predigt und deren Verantwortungvon den Conciliis , dem cacholischen Glauben,und der Anruffung sslari», wider ^oh, Bapr. Fick-lern; duplicam 8c in eventum Goncluston-Schrifftcontra J oh. Bapt. Ficklerum ; nothwendigen gründ-lichen Bericht von den fünf Haupt-und;wey Frag-Stücken, welche dieser Zeit durch calvinische Vi-fitatores den christlichen Gemeinden in der Lhur-Pfaltz aufgedrungen werden ; Trost-Stab vor dieum der wahren Religion willen verfolgten Chri-sten; Leichpredigt auf Pfaly-Graf Otto Heinri-chen; und starb 1619 den 6 November. Sein En-de war merckwnrdig. Denn nachdem er wenig Lagevorher sich erkläret, er wolle bis an sein Lebensen-de in dem Weinberge des Herrn keine müßige Stun-de zubringen, so rührte ih« die Hand Gottes vor derPredigt, da er von der Seligkeit der Frommen imewigen Leben handeln wollen. Serp. Fr. W,m. Fi.

HEILBRUNNER (Phil.), ein Bruder des vorigenJacobi, gebohren zu Laussen rm Würtembergischen1546, 30 Iun. ward i;68 zu Lustnau und 157t zuBernbausen Pfarrer, fvlgends 1574 Professor Theo-log. am Gymnasio zu Lauingen, und e»,dttch 1602

Scholarcha und Kirchen-Jnspeckor daseid!''er zuvor 1577 zu Tübingen in Doctorew! k lt( rund 1Ó01 dem Eollvqvio zu Negenspurg , REl schrieb locos communes in Epp- a “ îa i'ss •

moth. & Ticum; vaticinia prophetaru ■ l £ ) ofl el)l l > ,communes digesta; postcolloqüiutn r3t jßc » 5ancichelin doctrin* l’etri Apoiloli & P 0Jl ^i-of 3 ! 1 Jmani ; synopiin variorum hujus teinp orlSlibrum de innocentia Lutheri, oder Cloche»' ^gen, unschuldigen, wahrhaften, WLyuii;,dächkigcn, gläubigen, englischen,gravitätischen Luther; widerwärtige K » {fpäbftlichen Scribcnten von der

Lonfcstion; Lcricht auf Caspar L7orck> ,pic ^

denckcn von Einigkeit der Lutherische'Papisten; den keuschen Pabst; den >

Spiegel; arbeitete zugleich mit f CÍIi£I Líte^ /der Abftrtigung der Rétorsion Loch. J-.Aoê-schrieb noch andere Streitschrifften widerCacholischen, wie auch wider Sam.rügen dilpp. Georg Lleminius, Rectot 5hat fein Leben beschrieben. Er starb roloW, d. Ad. . L

HEILER (Günther), ein lutherischer«bohren zu Hall in Sachsen 164; den 1Geschlechte,dessen Vorfahren sich dergestalt EaybchstDiensten verdient gemacht, daß sie vo»> .drolo V 1533 mit adelichen Privilegss" ?olworden. Er siudirte im hällischcn1663, im 17 Jahr, nach Leipzig, ward iMagister, disputirte de concursu caui® > fsecundis, und reisete auf Franckfurt a!»selbst er mit einem pfaltz - birckeiifeldiscis"^ ^ ^

sannt wurde, durch dessen Recommenda» ^

zog George Wilhelm 1666 nach Bückem^Prediger beruffte. 1668 erhielt erhaltcuer Inaugural-Difputation desiarum Edei , Gradum D. Thcol. wurde t ’ pii “'5spectvr desFürstenthums Birckenfeld,der Elsaß nach Buchsweiler zum Super'»CünsistvrialRath beruffen, (da er 1678haltenden frantzosischen Kriegs mit seiner ^ iuchen Herrschn,st nach Straßbnrg gczoge'st'

Hanau alsSuperintcndensund Hvs^P', M1632 als Pastor an die Haupt-Kirche

1688 zum General-Superintendenten der b

menschen Lande geholet; da er vielGmkSachen gestifftet; immassen er dieBibel auf seine Unkosten drucken lasse», » ^ fc» ygen Cakechismus - Examina angeordnet, gtaWföministration der geistlichen Güter in bestsetzt. Durch seine erbaulicheit Schniftsüffen Jesus-Gottes-und Srerbe-Gcv >

licherLIumen - Garten, oder Paßionv, ^ tzpt .gen über das bittere Leiden und ^tetvcn ^

zu einer geistlichen Seelen - Erqvickuitg ^geistlicher 2 baum - Garten, oder Brtra . ^

Worte Christi am Creutz; geistliche D'm