Band 
Zweyter Theil D - L.
Seite
2611-2612
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-»Su LUSHINGTON LUTHARD

LUTHER

Nische Übersetzung des Psalters aus dem Grundtext,und den 70 Dolmetschern, mit Anmcrckungen, wel-che beyde besonders 1524;» Augspurg heraus gekom-men. Seine andern Schrifftcn sind: Insticntionesmuste® ; muíurgia, feu praxis muste®; progymnasma-ta grxc® literatur® ; collectanea sacrosancta, quibusprsmittuntur introductiones elementares Helleni-smi; senarii graeci quingenti &eo amplius versi; Lu-ciani Deorum dialogi numero 70 cum interpretario-ne latinaj inoralia qusdam instituta ex variis aucto-ribus, grâce & latine; epigrammatum grsecorumveterum centuri® du®, ladnitate donatae; Isocratisparxnesis ad Demonícum; evangelica historia ex 4evangelistis perpetuo tenore condnuata, ex Ammo-nii Alexandrini fragmends, und andere dergleichenUebersetzunge». Ferner Grunnius iopiiista, seu pela-gus human® miseri®; allegori® & tropologi® inutriusque testamenti locos selectiores, n. a. M. Le-.ong sagt, er sey 1535: gestorben: es ist aber diesesgar ungewiß. H. Vo. Nie. Herr Jacob Bruckcrhat Luleinii Leben umständlich beschrieben, welchesill bestell Miscellaneis histori® philosophie®, wie auchill Gchelhorn« amœnitar. literariis stehet.

LUSHINGTON (Thomas), ein englischer DoctorTheologiä von Sandwich aus Kent, war erst des Bi-sch offsru Oxford Prediger, hernach Rector zu Burn-ham Westgate, Canonicns zu Salisbury, wie auchKönigs Laroli I Capellan. Als er aber diese Chargenin den innerlichen Troublen muste fahren lasten, »ehr-te er sich vom Bücherschreiben, bis er unter Larolo IIwieder restituirt wurde. Er schrieb einen englischenCommentarium über die Epistel Pauli an die Hebräerund Galater, im Lateinischen aber Logicam analyti-cam de principiis, regulis & ulu rects rationis &c.

und starb den22Sept. 1661, im72Jahr. W,d.

LUSIGNANI (Helena), eine gelehrte Jtaliänerin,besaß eine grosse Erkenntniß der römischen Gottcsge-lahrheit, genoß von der Ncpublic Genua jährlich ei-nen ansehnlichen Gehalt,und starb 1749 imJanuario,im gasten Jahre.

LUSIGNANO, stehe Stephanus.

LUSINIUS (Euphormion),sieheLarclajus(Joan.).

LUSITANUS, siehe Amatus.

LUSITANUS (Brudus); siehe Brudus.

LUSITANUS (Zacutus), siehe Zacutus.

de LUSSAN, sieheRaveneau.

LUSS Y (Melch.), hat 1590 eine Beschreibung feinernach Jerusalem gethanen Reise, zu Freyburg im Ucht-lande in 4 heraus gehen lassen-

LUSTRATIUS, siehe Zialrnvski.

L U T A T I U S, siehe Catullus.

LU T B E RTUS, siehe Liutbertus.

LUTHARD (Christoph), ein reformirter Theologu^zu Bern in der Schweitz, florirte zwischen 1697 und1660, und schrieb : Oeconorniarn sacrarn; Ethlcxsa-cr® lihros 2 ; Parallela Evangelicorum íeculi I - 5,,die JoH. harscher ediret ; Diljputationes bernenses.contra Jac. Schulerum &c„

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LUTHER (Car.Frider.), ein Abstämmling von D.Martin Luchern, aus Breßlau in Schlesien, ward1701 Doctor Medieina und Practicus zu Kiel, auchseit 1702 Professor daselbst, wurde 170; Professor amGymnasio zu Stettin, wie auch schwedischer Skaats-Medicus von Pommern, und schrieb disp.inangur.deviribus; dispp.de actione aeris in tubum torricellia-numj de tripudio solis paschali ststitio; de partushum. vitalis naturali & vero termino ; de spica dé-glutira; de l^ricardii, pulmonis & partium genita-lium anomaliis ; de fonre Pomerani® soterio ken-zensi; an porus Thee exsiccandi virtute polleat;prodromum bei' apologie wider D. Teufen j Program-mata. Mol. J®.

LUTHER (Dan.), ein Westphälingcr, ward 1649Pfarrer zu Breclum in der Flensburger Diöces,wurdevon Friedr. Bretlingen des Geitzes und anderer La-ster beschuldiget, gab deswegen eine Apologie unterdem Titel: Daniel redivivus & e ipelunca leonumrefurgens heraus, und lebte noch 1670. Mol.

LUTHER (Johannes Nicolaus), ein JCtus, studilke1687 zu Giessen, ward 1691 da'elbstDoctor,und schrieb

distêrr. de mercatura nauricaj de incluiione in ear-cerem, & ejus reclusione.

LUTHER (Martin), ein wegen der Reformation be-rühmter Theologus, gebohren zu Eißlebcn 148; den10 Nov. muste 1497 zu Magdeburgs und Eisenachdas Brot zu seinem Unterhalt mit Singen vor denThüren suchen, bis ihm eine christliche Wittwe, dieKinder hatte, wegen seiner schönen Discant-Stimmeins Haus nahm, und vier Jahr kostfrey hielte. Erbegab sich uachgchcnds auf die hohe Schule zu Er-furt, woselbst er die Philosophie und Humaniora tra-ctiret, 1503 Magister worden, auch die Jura zu trei-ben entschlossen war; sich aber, als ein Donnerwet-ter einen seiner Mitgesellen, Alexium, kleben ihm er-schlagen, in den geistlichen Stand, und 1505 in dasAugustiner-Kloster zu Erfurt, wiewol wider seinerEltern Willen, begeben. Hiernechst wurde er 150gauf die neue Universität zu Wittenberg beruffen, wo-selbst er die Philosophie gelehret, und dabey gepredirget, auch nach Rom, den Streit seiner Ordens-Bru-der bey demPabstzu schlichten, geschickt wurde: wor-auf er nach seiner Wiederkunft 1512 die WürdeeinesDoctoris in der Theologie, obgleich ungerne, von D.Andreas Lodenstein angenommen, auch in demftlbi-genJahre zum ProfessoreThcologiä daselbst verordnetworden; da er denn sonderlich die Epistel an die Rö-mer und die Psalmen erkläret, auch sich auf die grie-chische und hebräische Sprache, um die Schnfft destobesser zu erklären, gelcgct. Hiernechst widersetzte ersich dem Ablaß Johann Ccyels mit Ernst, und schlug1517, 31 Oct. 95 Posttiones, nach Gewohnheit dar-über zu disputiren, öffentlich an die Schloß-Kirchezu Wittenberg, worüber sich alsobald ein heftigerStreit erhoben, Luther»« auch deshalbcn 1518 nachAugspurg gereiset, und mit dem Cardinal Lajemno,

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