Band 
Vierter Theil S - Z.
Seite
577-578
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577 SIGLER SIGONIUS

S IGLE R (Anton Perez), ein spanischer Advocat zuTalavera, war von Salamanca bürtig, lebtezuKö-uigsphilippi II, III, IV Zeiten, übersetzte (Pviöii 5Bücher von den Verwandlungen in spanische Verse,und schrieb Manipulum florum juris pontisiciiSi cae-sarei, nec non & regni Hispaniarum quadraginta con-siliis ornatum. Ant.

5 IGLER (Petr.), ein spanischer Franciscaner-Mönch,lebte gegcn die Mitte des 17 Scculi, und schrieb atribu-tes de Maria en sermon es. Ant.

SIGLITZ, oder Siglicius, (Jo.), ist in Halle 1576gcbohren, stndirte zu Leipzig, und wurde daselbst 1596Magister, nachmahls aber Doctor Medicinä zu Basel,alsdann Professor Medicinä zu Leipzig,und starb 1620,im 44 Jahre seines Alters. Er. Vo.W,d.

SI GLOARD, ein Canonicus zu Rheims, lebte zu En-de des yten Seculi, schrieb auf den Tod des dasigenErtzbischoffs Eulconls, rhythmos, die IN Flodoardihist. remens. stehen. Fa.

de S I G N A ( Martin. ), ein Augustiner - Eremit vonFlorentz, war Doctor Theologiä und des Joh. Zboccatcü Beichtvater, der ihn auch zu seinem Testaments-Executor eingesetzt, und ihm alle seine Codices ver-macht. Er starb den ; Zunii 1387 als Provincialvon Pisa ; seine Schrifften aber sind verloren gangen.Gan.

de SIGNIA (Morandus), siehe Morandus.

SIGNIENSIS (Bruno), siehe Bruno.

SIGNIUS (JohannesBaptista), oder nach andern Si-gonius, lebte UM 1606 zu Bologna, und schrieb traft,de ordine& statu canonico; reliquiarium s. traft.dereliquiis & venerarione Sanctorum.

SIGNORELLUS (Leander), ein Poet und Mathe-maticus von Perugia, stand bey demPabstLeoX ingrosser Gcnade, verlohr aber solche durch seiner Mis-günstigen falsches Angeben. Es kamen aber von un-gefähr etliche seiner Gedichte dem Pabst in dieHande,über deren Lesung er sich so vergnügte, daß er den Si-znoreUum wieder zufiel) berief,und ihm seine Gewo-genheit vonneuem zuwandte. Pabst Aörianus VIhielte ihn auch sehr werth, und schickte ihn nachRho-dus, um die Fortifications-Wercke dieses Orts zu di-rigiren, welcher aber noch vor seiner Dahinkunft er-obert worden war. Er starb als florentinischer Ar-tillerie-Oberster 1590, und hinterließ viele nette Ge-dichte, darunter dasjenige besonders hochgeschätzetwird, welches er Erophili Sc/Emili® amores bititüt .

01.

SI G N O RI U S ( Jo. Bapt.), ein Augustiner-Eremit vonGenua, fiorirte zu Ende des 15 Seculi, war ein vor-trefflicher Redner undTheologus,und schrieb traft.decambiis, ingleichen eine Rede de kurnmo Leo, welcheer vor Innocentio VIII gehalten. Beydes lieget beyden Augustinernzu Genua im Manuscript. OI.

SIGONIUS f Carolus), ein HistoricusundCriticus,gebohrm 152; oder 1524 zu Modena, wurde wegender erlangten Fähigkeit im Latein und Griechischen von

SIGONIUS

seinem Vater zur Artzneykunst bestimmt, undgen nach Bononien geschickt, verließ aber diesessenschaft nach 4 Jahren, und begab sich in s"^"^Jahre zu dem Cardinal Grimani, der ihmgen war. Der Rath zu Modena berief ihn daraufseinem 22 Jahre, allda die griechische Sprache zh'^iren, allwo er mit einem andern Lehrer,Streitigkeiten kriegte, und unter dem Nahmenlo ilonca gegen denselben schrieb. Hieraufihn dieVcnetlaner 1552 zu ihrem öffentlichen

der schönen Studien an Franc. Robortelli Stelle/'

chcr nach Padua gegangen war. 1560 wurde .Padua Professor der Redekunst, und wechselte w*dachtem KoborteUo, der nunmehr sein College -die hefftigsten Streit-Schrifftcn. Die Sache r»h^weit, daß Sigonius einmahl von einemRhosiginus auf der Strasse angegriffen, und ^sichte hart verwundet wurde: daher er umniß bat, nach Bononienzngchen, allwo erden aufgenommen, und zum Professore ^rum gcinacht wurde, auch solche Stelle ^ As« :#neu Tod behielt; wiewohl er nicht allda, í 011 ^ 1 tï 0l/Modena, allwo er die Herbst-Ferien zubringt» ^ [t!len, An. 1584 im August verstarb. Wegen ^„tkt

chks conPolario sive de iuftu minuendo, sv er

Ciceroni» Nahmen heraus gab, bekam er chit^^^bono, Lipslo und Gulielmio grossen Streit, jAkseine Redlichkeit sehr angefochten wurde.allzugroß von Statur, hatte eine gute Gesich^ plldüng, und sahe immer ernsthaft aus.schuldigt ihn mit Unrecht, er habe nicht ferngsprechen können: er kvnte aber überhauptgeschwinde reden,daher ihm Roborrellu» das j^„,

len vorwirft. Eine gelehrte Gesellschaft zudarinnc die gelehrtesten Männer mit ihm ^nennte sich societatem CON vivalern, weil m»llsammenkünfte mit einem mäßigen Gastmahl a»Nach demselben theilte man Zettel an dieaus, auf welchen Fragen aus den Wissenschuft^Fden,die sogleich beantwortet werden muffen.te nun Sigonius nicht aus dem »Ltegreiftten, sondern nahm sich Zeit zu seinen K

er hernach desto lebhafter eröffnete. Er hattezum Ehestände, und sagte immer im Schertz-, LM'und Venus wären nie allzugute FreundinnenSeine Schrifften sind Easti conl'ulares & J 00 'Romanorum ; historis de occidentali impe rl0 j e gpi'ri® de regno Italiae ; historia bononienbs» "■

scopis bononienlibus ; scholia in Fiviodi> jt ^yScipionis ZEmiliani; vita Andre® Dori-E, ^

blicaHebraeorum ; commentarius inrum; historia eccleiiastica; de republic- 1sium ; de Atheniensium & Lacedsmoniof 11 a»ribus; de antiquo jure civium romanorurn» . at1 ji!)>tiquo jure Italiae ; de antiquo jure P rt>vl . jj; d'}_de judiciis ; emendationum livianarum '' r _ Je J’ 1 ,putarione« patavin® adversus RoborteilaM, ^^0,nis comidis & lege curiata cum Gruchto r