Band 
Vierter Theil S - Z.
Seite
1365-1366
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T U R R E T I N

TURRETIN (Joh. Alphonsus), ein reformirterTheologus, war ein Sphn Franciscí, uud EnckelLe-nevicli, und wurde 1672 den 24 August zu Genevgebohren. Er siudirte in seiner Vaterstadt, und that1691 und in den folgenden Jahren, eine Reise nachFrankreich, Holland und Engelland. Als er zu Lon-den war, empfand er die ersten Anfälle einer Engbrü-stigkeit, die ihn hernach Zeit seines Lebens geplagthat. Sie dauerte einige Lage hinter einander, öff-ters mit solcher Hefftigkeit, daß man befürchtete erwürde ersticken. Sie überfiel ihn ordentlich alle Mo-nate. Man halff ihm damit, daß man ihn erwàr-mete, und ihm etwas eingab, welches den Auswurfund die Ausdünstung beförderte. Wenn ihn diese Zu-fälle verliessen, so war er alsbald wieder so gesundals jemals. Doch machten sie eine grosse Aenderungin seiner Gestalt. Denn da er vorher schon blaß undhager ausgeseh», so wurde er offt durch die Krauck-heic noch so übel zugerichtet, daß er selbst zuweilenim Schertze von sich zu sagen pflegte: er sey einemherumgehenden Leichnam ähnlich, den man zu begra-ben vergessen hatte. Nach seiner Zuruckkunfft nachGenev ward er, ohngeachret er erst 22 Jahr alt war,zum Predigt-Amte befördert, und diente anfangs deritaliänischen Kirche in Genf, welche Sprache er so-wohl als die englische sehr gut redete und schrieb.1697 richtete man zu Genf eine Profeßion der Kir-chcn-Gefchichte, iedoch ohne Besoldung auf: und die-se wurde dem Turretin gegeben. 1699 that er eineReise durch die Schweitz, und kam 1705 als ProfessorTheologia an die Stelle des verstorbenen LudervigTronchins, behielt aber seine vorige Profeßion dabey.Er foiit« sich niemals entschließen einen (Atrium theo-logicum zu lesen, w eil er sich an kein systematisch Buchbinden, auch die unnützen Fragen nicht berühren wol-te, die nach seiner Meinung fast noch iedem lotío bis-her eingeflochten sind ; sondern nahm bald dieses baldjenes Stück der Glaubens-und Sitten-Lchre vor, undlas über dasselbe; die Studiosi schrieben seine Lehrensorgfältig auf, sonderlich die, welche die Kunst zupre-digeu betrafen; aus welchen nachgeschriebenen Colle-giis das Buch zusammen gelesen worden, so in Hol-land 1728 unter Turretin« Nahmen de sacra: feri-pturae interpretanda methodo heraus kam: Welcheser aber nicht vor sein Merck erkennen wolte- weil esgantz verstellt und verderbt war. Er war ein gros-ser Freund der Toleranß, und bemüheke sich dieprotestantischen Kirchen zu vereinigen; wodurcher die Genade des Königs von Preussen erhielt,der ihm für die Zuschrifft einer acadcmischcn Redevon gedachter Vereinigung, eine güldene Müntzeschickte; wie er denn auch in die königliche Gesellschaft^zu Berlin aufgenommen wurde. In der genfer Kir-che machte er heilsame Verbesserungen: und dieselbehat ihm die Verbesserung ihrer Liturgien, die Einrich-tung des täglichen Gottesdienstes, die Ueberfttzungdes neuen Testaments, welche 1726 .heraus kani, dieAufrichtung einer Eesellschafft zum Unterricht derJn-

TURRETIN

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genb, nach dem Muster der englischen © !zur Beförderung des christlichen Glauoe &tter auch ein Mitglied war) und die î ^Confirmation, oder des öffeutl. Bekennt> ll.die zum rrstenmahi das heil. Abendmahlsientheils zu dancken. Da j-J,«#®'

mercklich schwächer wurde, und er sich zu

daß ss

seine

bereitete, lagen ihm seine Freunde am v ' hw,Theologiam naturalem noch JU . (l! g t’ f

möchte. Es fehlte daran noch die Aohü j!ebî>>'der Unsterblichkeit der Seele und dem e"^cheiE

Diese verfertigte er nach und nach, und

IW, W.

sie den 17 April öffentlich: und das waN^

Arbeit. Denn nach ungefehr 8 Tagen

legen, und verstarb 1737 den 1 May. ~ ilJCgen Schafften sind k^rrhmnfmus ponritt-

wnst^

ches eine Disputation ist, die er 1692 “'^e.halten; Brevis Lc paciiica de articulis tu oaC aii t3 (bus disquilicio, qua ad protestanri ustl _ c nl ,beS ^mutuamque toleranciam via slernit ui » ^

stiuni, welchen Schrifftcn Lra>rciscusJesuit zu Lion, lereres crieiques & âc»8

d reliées à Air. Turretin au luise de lon

lé Nubes testium, und (Ecinfcj öcX'i ?

tesgelehrter im Canton Bern, Examentarion de Akr. Turretin für Ies arriciL ^ !((?". f _

teaux de la religion entgegen sitzten &e ,Cumtm in der defense de la lchstar ,

Turretin fur les articles fondanierirc- 1 '^^ 6 * ^te; Qualtiqnes académies de ' U ^ l ^[ ir illo

Compendium historiai eccieiialticre aannum 1700; verschiedene einzelne Pl'^

zöstfchcr Sprache; viel Reden und L# 11 ^

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crrttcf rhe que

weiche 1737 zu Genf in 3 Bänden l" 4 » 'druckt worden. Nach seinem Tode ss

174c zu Lausanne dessen prœlectionesftoise ad romanes Capica XI gedruckt-raisonnée.

l'chdmvm-à 3el) ’ tin t,ai)c: 5 U

ward j 676 S in ® c,iei ’ den 28scheu Sprach ' 7 ' Vaterstadt Pros. der

Sltnt einig îsústó ) 7 m ' aítcte auch zu gleicherscheu stitchì £1*7 7 r lrautzöstfchen unb « 0er verfchL "E^'"' 17 Febr.

bevbeit hm ^^ed.grcu tu Druck gegeben, A

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sen „„...A 5» Genev den 29 Ock. ^88 y p,

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(sie bismitirJt U t eV -i cni Cl ‘ auch über die 5§r«Se /7 f ' ^'ahe darauf Holland, Enge^^ @0

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