Band 
Vierter Theil S - Z.
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1421-1422
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VALINCOURT

VALIODDIN VALKIERS

Nom, hernach lateinisch zn Prag 158; heraus gekonumcn. AI. Eo.

de VALINCOLlRI (ssoann. llapc. Henricus duTrousses, ein Frantzose aus einer adelichen Familievon St. Qventin in der Picardie den 1 Mertz 1653gebohren, studirte anfangs bey den Jesuiten zu Pa-ris, kam aber nicht weit, indem er die lateinische undgriechische Sprache nur aus Zwang erlernte, und vonallem was er ins Gedächtniß gefasset, wenig deutlicheBegriffe hatte. Da er aber hierauf einen Lag alleinauf dem Lande war, und den Tercmium, ausserdemer sonst kein Buch bey sich hatte, mit einiger Aufmcrck-samkeit las, wurde er dadurch gerühret, baß er auchdie andern alten und neuern Aurore; mit besondererBegierde las, und sich im kurtzen in den so genann-ten schönen Wissenfchafften ziemlich feste setzte. Hier-auf gab er 1681 sein vie de français de Lorraine, Dhcde Guije, heraus, und fand damit so guten Beyfall,daß er noch verschiedene andere dergleichen Schriffcenm das Licht zu stellen sich anheischig machte, welcheaber, weil er bald hernach durch andere Gcschäffteabgehalten worden, nie heraus gekommen. Dennohngekehr 4 Jahr darauf, brachte ihn der BischoffBossuec zu dem Admiral von Franckreich, Grafen vonToulouse, der ihn zwar anfänglich nur als einen Ca-valier in feine Lwite nahm, nachyero aber zum Gene-ral-Secrerario bey der Marine, ingleichen zu feinemSecretaire des Commendemens bestellte, ihn folgendsauch bey seinem Gouvernement in Bretagne zu vw-lerley Verrichtungen gebrauchte. Er stand diesemPrintzen 1704 in dem See-Lreffen bey Malaga ander Seite, und wurde in demselben von einer Cano-nemKugel an dem Fusse verwundet, daher ihn dennbemeldeter Graf immer höher schätzte, und so langeer lebte, eines Vertrauens würdigte. 1699 wurdeer ein Mitglied der Académie francoise, und 1721 Ho-noraire bey der Académie des Sciences, dergleichenEhre ihm auch die Academia dclla Crusca zu Florentzerzeigte. Er soll dabey königlicher Rath, CabinetS-Secrekarius und Historiographusgewesen seyn: Wie-wohl andere von diesen Würden nichts geöenckcn.Als man dem Loileau die Historie Luvovici XIVzubeschreiben aufgetragen, ward er ihm zum Gehülffenin dieser Arbeit gegeben. 172; betraf ihn das Un-glück, daß seine gantze auserlesene und vortrefflicheBiblivthcc, welche ohngefehr aus 6 bis 7020 Bän-dern bestand, mit alle» feinen Manuscripten auf sei-nem Landhause zu St. Clond im Feuer aufgieng.Er starb zu Paris den 4 oder 5 Jan. 1732 unverhey-rathet, und hinterließ ausser dem schon oben ange-merckten Leben Francisci von Lothringen lettres à Ma-dame la Marquise de - - - sur le sujet de la Prineeffede Cleves , welche einige dem p. Louhour» fälschlichzugeschrieben, dagegen der Abt de Charnes conversa-tions fur 1 * critique de la Princesse de Cleves ge-schrieben ferner eine Ucbersetzung in frantzösischenVersen von Horatii aten Ode des 1 Buchs, die in denMenagianit t. 2 befindlich; observations critiques fur

I4 î2

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f Oedìpe de Sophocle, welche in der Biblioth el l ueqoise r. 16 anzutreffen. Hist. Nie. , gbnVALIODDIN, oder Walioddin, AbdoracW 1 , ^Cheldun, Malekieniìs, fin arabischer HistortclwScculi, hat sich durch seine Wohlredeuhell »Aê

in Zusammrntragung der Historien eine gE ^mcn erworben. Seine Chronick oder W 0 .** jßftiivon der Schöpfung an, begreifft eineder Könige und Fürsten von Orient undund endet sich mit dem Leben Timuri oderEs ist in einer sehr wohl ausgearbeiteten u» L (t ptden Schreibart verfasset. Zu Anfang war e ^Kadi oder Richter in Egypte» : als er aber ^ 0mahumedanischen Armee in Syrien kam, m^merlans in die Hände, welcher ihnnomme». Es wüste aber Valioddin durch stmredenheit und Flattiren den Tamerlan fatigrn, daß er ihm alle Ehre erwiese, und aus I ^ An-langen wieder nach Alkair zu seinem (t

betn, fonbnlid) aber zu seinen Büchern , jr b0 $ 1#vor andern zu verlangen schiene», ziehendem Beding, baß er diese allesamt $ u . 7 ® n ocf) f iriiund wieder zu ihm kehren solle ; wobey ‘v 1 ” r j>; d»er ein erwünschtes Tractament verheissen j^timtrat auch sogleich seine Reise an, und wustkl -von jenem glücklich los zu reissen. kIL- u gVALIUS (Camillus), ein weltlicher Priestck *0^Neapolitanischen, gebohren , §84, lehrteniora in unterschiedenen Klöstern, f^rtei) tie ^ f3r i a ist

matica; grammaticam Syntaxin; H» eI ■

Virgilii opéra ; Coramenrar. ad Terq. ^

lern liberatam &c. und starb dkN l8 c .62 Jahr. To. , .* mW

VALKENIER ( Joh.), einDoctor Theolê„ v-arestzu Cölln am Rhein 1617 den 2 Nov- w ^pdar wegen der Religion verjagt, war in »r

derwick, seit 1654 jtt Franecker, und seitden Professor Theologiä, schrieb: conrrr j d«stas; quaestiones philol. theol. admagis ; Romam paganizantem, feu idolola y0 c^tificiorum in examen historico - theoloß’^ ^ Jitf-ras: spéculum papifmi; de fîde infant lU ' Iê'resi Nicolaitarum ; UNd starb 1670/ ^ *

Ur.

de VALKENSTEIN, siehe Lanckman-VALKIERS (Esther Elisaberha), kMlehrtes Frauenzimmer von Genf aus der sl j t/ festIlebte umi68s. Sie war noch nicht einsich durch Unvorsichtigkeit einer Perlon, ® pfttizu nahe an einem von Hitze gantzstellet, die Augen verbrennet, so daß P/ L

ihr Gesichte kommen, oder doch nur nur , (fi futheil des einen Auges, ein sehr wenE ' A

te; hatte aber ein «»gemeines Gevau p U»

war in der frantzösischen, italiänischen - ve« 'lateinischen Sprache wohl verfirt, abso^zen cursurn philosophicum, und îsat

neuen Staats-Sachen sehr erfahren-