Band 
Vierter Theil S - Z.
Seite
2093-2094
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WYAT

WYCHERLEY

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têt, und von den Mohren um das Leben gebracht.

Wo.

WYAT (Tkom.), ein englischer Poet, gcbohren zuAllington.Castle in Kent, welchen König -HenricusVIII zum Ritter machte, und ihm viel Genade erwies.Er schickte ihn 1541 dem spanischen Gesandten Mont-moranlio entgegen; allein, weil sich Wxac bey heissenSommer-Tagen allzu sehr erhitzet hatte, so fiel er inein hitzig Fieber, und starb also unterwegens zuShirebourn im 38 Jahre; nachdem er Gedichte, wieauch poetische tteberfttzungen der Psalmen Davids inenglischer Sprache verfertiget. Wo.

WYBERD Oà),ein DoctorMedicinä in Engelland,gebohren 1614, promovirte 1644 zuFranecker inDo-ctorem, legte sich auf die Geometrie, und verfertigte

Tetragmenornerriam. Wo.

WYBINGA (Martin,), ein Niederländer,war beyderRechten Doctor, und anfangs Gymnasiarcha zu Har-fingen, hernach seit 1652 Professor Juris zuFranecker,und starb den 18 May 1646. Ur.

WYCART (Phil), ein Dominicaner von Gent inFlandern, war ein guter Musicus, starb den22Febr.1694, und hinterließ traft, de campanis & campanili-bus, ingleichen de direftione horologii publici ejus-que tintinnabulorum, und varias cantilenas aduiumhorologii gandavensis in folio. Ech.

WYCHE (Petr.), ein englischer Ritter, dessen Vatergleiches Nahmens um i6zz englischer Gesandter beyder ottomanuischen Pforte gewesen, war.der königlich-englischen Societät Mitglied, und um 1687 englischerResident»» Hamburg. Man hat von ihm aus einemportugiesischen Manuskript ins Englische übersetzt, ei-ne kurtzeNachrichtvomdlilo. Mol.

WYCHERLEY (Wilhelm), ein englischer Poet, ge-bohren zu Clive in Shropshire um das Jahr r6;6, be-gab sich schon in scinem i 5 Jahre auf Reifen, und hieltsich entweder die gantze, oder doch die meiste Zeit über,da er von seinem Vaterlande abwesend gewesen, inFranckreich auf. Daselbst bekannte er sich auch zurrömisch.'catholischcnReligion,kam aber ohngefthr IM20Jahre feines Alters als ein Protestante wiederzurück,oder stellte sich zum wenigsten äusserlich, als ob er esmit der englischen Kirche hielt. Hierauf lag er zu Ox-ford noch eine Weile dem Studiren ob, und wurde hier-nechst in Londrn zu einem Mitglied in dem sogenann-ten Temple, oder in das juristische Collegium aufge-nommen. Weil sich aber seine Gemüths-Art zu ernst-haften Dingen nicht schickte, so verwechselte er solchebald mit derPoesie, und richtete sich nach der dama-ligen Mode des Hofes, an welchem die Ergötzungenauf gewisse Weise so hoch, als jemahls an einem Ortegetrieben wurden. Hierauf setzte er sich bey den vor-

nehmsten Herren, besonders aber bey dem HertzogevonBuckmgham, und selbst bey seinem Könige La-rolo II in besondere Genadc; ob er gleich daneben miteiner von dessen liebsten Maitrcsscn in so gutem Ver-nehmen stand, daß ihn dieselbe zum wenigsten eben

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sowohl als bemeldteu Monarchen, leiden mochte. _ Erwüste sich auch bey andern Frauenzimmer durch seineEigenschafften beliebt zu machen, welches verursachte,daß er von der Ehe lauter verdrießliche Begriffe undEinbildungen hatte. Dem ohngeachtct vermählteresich mit der Gräfin Droghedg, die ihn zum Hetrn ih-res gantzen Vermögens machte. Ais aber dieselbemit Tode abgegangen, wurde er deswegen in einenProceß verwickelt, den er mit seinem eigenen Geldenicht aushalten tonte. Da er nun ein ansehnliche»schuldig worden, und ihm keiner von allen seinen bis-herigen Freunden helffen wolte, muste er sich gefallenlassen, in den Schuldthurm zugehen, und darinnenJahr gefangen zu sitzen. Vermuthlich aber hättecr albda noch längere Zeit zugebracht, wenn nicht endlich^codus II, da er eine von seinen Comödien auffuhrt"

sehen, Befehl ertheilet hätte, daß man seine Schuldner

befriedigen, und ihm inskünfftige eine jährlichePAsion von 200 Pfund Sterlings bezahlen solte, weichter auch, so lange dieser König an der Regierung blieb,zu geniesftn hatte. Allein da er bey dieser Gelegenhurnicht alle Schulden angegeben, war er selbst Ursaw»daran, daß ihm hierdurch nicht völlig geholffenwur,de. Zwar starb ihm auch nach einiger Zeit auch sein Da-ter, dessen Vermögen sich auf6cx> Pfund jährliches")ten beließ. Weil aber derselbe im Testament verargnet, daß von seinen hinterlassenen Gütern weder et-was verkauft noch verpfändet werden solte, tonte erdieser ansehnlichen Erbschafft nicht also gemessen^er gewünschet hatte. Das einige stand ihm nochdaß er, wofern er sich von neuen verheyrathetr, emFrau davon verlribdingen, konte, daher er sichohngefthr in seinem LoJahre mit einem jungen Fraue»zimmer verheyrathete,und dabey sagterwenn ergm"'dem Ehestände jederzeit feind gewesen,so wolle erdowin demselben sterben. Es traf auch solches ein,^Massen er nTagenach der Hochzeit zuLonden denr?Jan. 1716 mit Tode abgieng. Er hatte viel rechtlch"',ftnes an sich, und wüste sich in seinemjedermann gefällig zu machen; hielt aber ^sinnreichen Vergnügungen keine Maße, und setzte 0falls alle Regeln der Religion und Moral aus den

gen. Mitseincn Comvdien hat er unter seinen van

leuten so grossenBeyfall erlanget,daß sie ihn allen Vten in dieser Art von Gedichten weit vorgezogen ,''^zu vermuthlich die besondere Freyheit,

nommcn, eine iedc Sache, ohne viele Umschwebe

ihrem eigentlichen Nahmen zu nennen, ein großes ^getragen , die vornehmsten darunter sind

Wood, or S. James s Park; tbe Gentlemen D a %Maßer; tbe Cotmtry Wißt ; uub tbe plain Dealefi ^che letztere in gewisser masse eine Nachahmung ^Molière Misanthrope ist; wiewohl er darlnne .dem damahligen Urtheil der Engelländer, sein Or g ..

übertroffen hat. Er selbst urtheilte davon t»» »serer Bescheidenheit, und sagte, daß er dem t r

und sich selberallzuwohl kenne, als daß er M"..àer

dessen Nachahmer ausgeben dürffte. Er