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XENOPHILUS 2i 06
nichts mehr ausweise», als ein Fragment: de alimen-to ex Stzuarilibu;, welches cvribasiu» vom Untergängeerrettet, Joh. Alb. Fabricius aber griechisch und la-teinisch seinem Erd. IX Libliotk. gr-ec. einverleibet hat.Fa. Ke,
XENOCRATES, ein griechischer Poete, dessen #Xr-yiTov oder epigratnma in imaginetn Mercurii in derAnthologia stehet. Er ist vielleicht mit demjenigeneinerley, der beym Laertio vor einen schlechten Ele-giistrn paßiret. Fa.
X E N O C R A T E S, ein Philosophe, dessen Gvivas ge-dencket, hat oimaKOTti*iv olmitftM de Itgnis domi ap-parentibus geschrieben. Fa.
XENOCRATES, ein berühmter Mahler oder Bild-hauer, war Tisicraeis Schüler, lebte zu ptolrmäiphilavelphiZeit, und schrieb von der Mahler-Kunstetliche Bücher. H. Plin. Fa.
XENOCRATES, von Ephesus, florirte zu KaysersNeroni« und x>espasi«ni Zeiten. und schrieb de gern-mis oder de lapidibus, davon ein Manuscript in dervaticanischen Bibliothec nach Labbei Zeugniß allste-halten wird. PUn. Fa.
XENOCRITUS, wurde zu Locrus einer Stadt inItalien gcbohren, kam blind auf die Welt, lebte zuLacedämon, und wurde noch vor dem trojanischenKriege berühmt. Er war ein guter Poete und Mussicus, verfertigte viele Lieder zu Ehren der Götter,erfand auch eine Art Gesänge, welche Planes genennetwurden , und vornehmlich den Gottes-Dienst des Apol-lo und der Dianä in sich hielten. Er übte sich abervor allen andern in heroischen Gedichten, und seineHeldrn-Lieder besungen das Lob derer Halb-Götter.Ceüarii diil’ert.
XENOCRITUS, ein Grammaticus und Medicusaus der Insel Eos, welcher ein Lexicon in Hippncra-tem verfertiget, so verbohren gegangen. Emiams inpr*fatione ad Hippocratem.
XENOJO, siehe Xenajas.
X E N O M E D E S, ein griechischer Historien-Schreiber,aus der Insel Chio gebürtig. K. Fa.
XENON, siehe Xenion.
XENOPHANES, ein Philosophus und Urheber dersogenannten eleatischen Secte aus Colophon in Io-nien, soll in der 56 oder vielmehr 40 Olympiade ge-bühren worden seyn. Man findet bey etlichen,daß erein Avtodidactus gewest; dahingegen andere den Bo,roncm, einen Athenirnser, und Archelaum, einen io-nischen Philosophum, unter feine Lehrmeister zehlen;wiewohl die letzte Meinung, daß er nehmlich den 2 r-chelaum gehöret, sehr grossen Schwierigkeiten unter-worffrn ist. Nachdem er aus seinem Vaterlande ver-trieben worden, wendete er sich nach Sicilien, und hieltsich eine Zeitlang in Jancla und Catana aus Doch,aag er es nicht zum besten allda getroffen haben, wieman denn findet, daß er sich gegen -Hieroncm wegenseiner Armut beklagt, von demselben aber schlecht
abgefertigt worden. Es mag auch wohl dieses dirUrsache seyn, warum er seine Söhne nach ihrem To-de selbst begraben, und sich rnit Verfertigung und Ab-singung allerhand Lieder ernehret; wnwvhl einige desLaertii Worte, worinne er dieses letztere vorgegebenzu haben scheinet, in einem andernVerstand, und der-gestalt angenommen, als ob er selbst aus seinen v><-lerley Carminibu; einige Centones zusammen getra-gen. Er ist im übrigen auffrrordentlich alt worden,und hat seine Lebenszeit allem Ansetzn nach auf i°°Jahre gebracht; wie denn Laertius einige Verse an-führt, welche er geschrieben, da er schon über 94zurück gelegt. Seine Schrifften hat er nach Gewohu^heit damahliger Zeiten alle in Versen verfasset, rvor>unter sonderlich zu bemercken: die Historie seinertrrstadt, und deren Erbauung ; ferner Elegi*, J?®*:nach andern Tragcedis, Siili, Parodiae unt> <indénatura. In den Elegien hat er unter andern dasF
nige, was -Homeru« und Hesisdus unanständig
von den Göttern geschrieben, durchgezogen. Andermelden, daß er dieses in seinen^ambE gethan; eo maber nicht ausgemacht, ob er <md) Jambos verfertighabe; vielmehr eignet man sie einem XenophanrvLesbos zu. Aus seinem Buche de natura aber Fvermuthlich die physikalischen Lehrsätze hergcironF ’ <welche von den Alten hin und wieder angezogen-wden, und vornehmlich folgendes enthalten: daß eeiniges, unendliches und ewiges Wesen, das ist, *Gott sey, welcher weder am Leibe, noch amden Menschen gleiche, und alles höre. Dieser^,solte nach seiner Meinung alles, was da ist,ruM ^greiffen, und ein sphärischcs oder kugelrundes M -haben: woraus nicht ohne Grund zu schliesst"er, wie auch noch andere gethan, durch das « „
. Wesen nichts anders als das Universum verjw« ,habe; wre er denn auch die Welt oder dasfür ewig, und was ewig ist, für unendlich und/ ^ausgegeben. Hiernechst behauptete er unendum ' t/le Weiten, oder vielmehr grosse himmlischeals Sonnen und Monden, welche aber uubew" ^sey», ob uns gleich die Sinne das Gegentheil v ^
lenz woraus er den Schluß machte, daß wirdie Sinne nichts gewisses begreiffen könten.
Mond hielt er für bewohnt, wie unsere Erve,^;Sonne für einen Zusammenfluß fturigerdie Sterne aber für ausgelöschte Wolckcn,we , (t j.Nachts wie Kohlen wiederum zu glimmen m ? ^Endlich glaubte er auch, baß die Seele einl es ^ltdie Wahrsagereyen gar nichts hiessen, »ndmit der Zeit durch eine allgemeine Ueberschu>untergehen werde. Die Fragmenta, welcheseinen Schrifften übrig geblieben, und v»Empirico, GtobLo, Lthcnäo, Laertw u ge fiaufbehalten werden, hat Henr. hcr-
philosophier 1573 in 8 grossen theils zusammeaus gegeben. L. Laer. F».
XENOPHILUS, ein Musicant und î.xûhn'siPhilosophus, ist unter andern deswegen ^