Band 
Vierter Theil S - Z.
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2171 ZEIDL ER ZEIDLERN

Dom, wie auch Beysitzer des Cbnsistorii, und starbden io Deccmbr. 1636. Seine Schrifften sind: Li-bri III de variis fcieadi generibus & medio eo per-veniendi.; tr. historico- philologico - philoibphicnsde genuina veterum docendi methodo exorerica 8 cacroamatica, i. e. dialectico 8 c analytico, genuinaedialectici f. encyclopaedia: rationem succincte de-monstrancem, dagegen Ecc. Leichner geschrieben,Anvr. Hedio aber darauf geantwortet ; prodrornu;introductioni; in lectionern Arißetelis ; rr. de poly-gam! a,& de matrimoniocum defiancti uxoris sorore,welchen Phil. Jac. -Hartmann 1689 und 1698 zuHelmstädt nebst Zeidleri anitnadverlionibus in Matth.Pritorii scruta tore in veritatis, Sc scripto apologed-eo refufationequc-tubi pacis Matth. Pritorii, wieauch einer Nachricht de vita fcriptisque Zeidleri in4 ediret: judicium de pondéré controveríìarumiíìi-mando, welches in D. Ja. Friede. Mayers Biblio-thec im Manufcript gewesen ; Keddius refutatus ;Lutherusdefenlus; Exercit.VII de desinitionehaere-tici; Excrcitat. de origine animae ; Rherorica eccle-sijstica ; disp, de definitione ejus quod in subjecto essedicitur; de primo principiorum demonstrationis re-quifiro; dequxstione: an lumen lit corpus? decon-ver/i one propolitionis contingentis universalis ne-gativ* ; de ratione entis geneiica in ordine ad in-feriora; de Noologia; de succellione episcoporum,an sit notaecclelli? de quill, an di boluîanre mor-tem Christi certo cognoverit, quod is esset natura-lij Dei filius? de peccato actialuntantum ; de votoJephthae; de conversione oranri im ad orientem;de regeneratione ; viele Predigten. Nach seinemTode sind auch dessen Not« & animadvcrsiones inscrutatorem veritatis Jesuit* Hackii heraus gekom-men. Arnold. Un.

ZEIDL ER (Paulus), von Neuburg an der Donau,lebte zu Ende des 16 Seculi, war zuerst Schul r Re-ktor zu Vilsck, hernach Pfarrer;» Regcnspach, end-lich Neetor zu Neuburg, schrieb: opusculum de Pa-latins Electoribus ; Inlignia urbium & vicorum lii-perioris Palatinatus carmine delcripta; Historiamnativitaris filii Dei.

ZEIDLER1N (Susanna Elisabeth), eine TochterGottfried Zeidler», und Schwester Joh. Gottfrieds,gab eine deutsche Poetin nach ihrer Art ab, hatte dieDicht-Kunst von sich selbst erlernet, edirte auch 1684ihre Gedichte unter dem Titel: jüngfcclichcr 2eit-vcttecibec, und hcyrathcte in eben diesem Jahre2 ndr. -Haldcnsleben, Pastoren, zu Dctcrshagen undEchermen rc.

ZEIDLERN (Sebast.Christian), ein DoctorMe-dicin» und Professor publicus zu Prag, gab daselbst

*686 Soimtotomiam anthropologicam s. corporisEumani fabricam, in fol. und 1687 InstitutionesMedici; in 5 Büchern in 4 heraus, von denen die letz-ten 1692 zu Wien in 4 aufgeleget worden.

Gelehrt. Lexic. T.lV.

ZEIDUN ZEILNERIN 2172

ZEIDUN, ein arabischer Poet, mit feinem vöüigenNahmen Abulwalid Achuied, Ebn Ab dalla, Ebn Zei-dun genannt, stammte aus der arabischen ProvintzHadramor, war aber zu Corduba gebohren, daher erauch Hadramaeas, Andalosenus und Cordubensis be-titekt wird. Er war Vezier eines Königs von Se-vilien, und starb 1070. Er hat ausser einem WerekRefalat genannt, sonderlich ösele poernata heraus ge-geben, tinter welchen eines Alnunia geheissen, weil al-le desselben Verse sich in ein Nun oder N endigen.Sonsten scheinet er eben der Autor zu seyn, welchen-Hottinger Abdalla Zeidium nennet. Her.

ZEIGER (Conrad), ein Magister Philosophiä undReetor zu Herhberg in Sachsen, war ein deutscherPoete, florirte 167; und schrieb: Liebes * und Lusi-Gedancken ;u seinem Jesu :c. Neu.

ZEILE ER (Matt.), ein Sohn Martin Feillers, wel-cher Philippum Melanchthonem zum Lehrmeister ge-habt, und an unterschiedenen Orten, zuletzt aber inder Stadt Ulm die Dtclle eines Predigers bekleidet,war aus der «Ltcycrmarck, hatte nur ein Auge, Mas-sen er das rechte in seiner zarten Jugend verlohren,machte sich durch seine Gelehrsamkeit in gantz Euro-pa berühmt, war aber dabey sehr leichtgläubig. Erlebte zu Ulnt als ein Ephorus des Gymnasii, undJnspector der deutschen Schulen, ingleichen als Cen-sor der philosophischen und historischen Bücher, er-reichte das 7; Jahr, und starb 1661 als der letztevon seinem Geschlechte. Seine Schrifften sind: 6cent. epist. ; deutsche Topographien oder Beschrei-bungen von Frankreich, Schweden, Dänncmarrk,Norwegen, Ungarn, die Andr. Stübel ergäntzet,Mayny, Trier und Tölln, Böhmen, Mähren undSchlesien, Oesterreich, Steyccmarck, Tärnthen,Train und Tyrol, den Herrschafftcn Windhaag undReichen«», von Ober- und Nieder-Sachsen, Thü,ringen, Mciffcn und Lausitz, Brandenburg, Pom-mern, Preussen und Liesiand, Gbcr- und Nicder-Baycrn, Pfaly am Rhein, Braunschweig und Lü-ncburg, Ober- und Niedcr-Llsasi, -Hessen, Francien,Schwaben, Wurtemberg, Baden, westphalen,Schweiy, den 17 Provinyen, Pohlen und Lit-thauen, und von den ro Rcichs-Rrciscn; Itine-ratia oder Reisen nach Spanien, portugall, Italienund Deutschland; eine deutsche Uebersetzung vonFranc. Rojfet theatro tragico ; libri 2 de scriptoribushiltoric'is, Chronologis 8c Geographis celebribu;;Germania nov-antiqua; epistolische Schay-Lam-mer; die?ach. Hermann 1685 zu U!m in fol. her-aus gegeben; historischer Anzeiger; 102 Dialogioder Gespräche; Hand-Luch in 2 Theilen; deut-sche Miscellanea ; deutsche Collectanea; variarumquiliionum centuri* in 4 deutsch. W, m.Fr.

ZEILNERIN (Helena), gebvhrne Stecklerin vonAugspmg, lebte im 16 Eeculo, und trug ein Scclcn-Lust-Gärt!c:n zusammen von vielen schönen Spru-che«, so in 7 Theilen erstlich in ihrem Daterlande,Xxp fff hernach