Band 
Vierter Theil S - Z.
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Z I E G L E R

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von dar in das königliche Lage» vor Stralsund, undhatte bey dem König in Dannemarck Audientz, derihn damals zum Probst der Mißion constitliirte.Vonhier nahm/r seinen Weg auf Coppenhagen, Gm kö-niglichen Mitzions-Collegio Bericht abzustatten/ undneue Jnstructiones zu empfangen, und dann wiederin Deutschland, allwocr sich in Halle verheyrathcte,reiste darauf über Holland in Engelland,allwo er beydem Könige in Großbritannien Audientz hatte, und be-gab sich de«4Mart 1716 auf ein englisch Schiff, mitwelchem er nebst seiner Frau im September selbi-gen Jahres zu Madras imLandc des grossrnMogols,und bald darauf zu Tranqvebar anlangte. Er hat-te es in der schweren malabarischen Sprache zu solcherFertigkeit gebracht daß vielevon den gelehrten Bra-manrn keinen so netten Stylum schreiben können,undseiner Äctivitat und Scharfsinnigkcit ist auch ncchstGott der gute Anfang und bisherige Fortgang derMißion meist zuzuschreiben. Er hat auch in Trau«qvcbar eine portugiesische und malabarische Buchdru-cker«) angelegt, in welcher viele von ihnr verfertigteBücher gedruckt worden, wovon die vornehmstensind: das neue Testament, und das alte, in malaba-rischeSprache übersetzt, welches letzte er nur bis andie Bücher Samuelis gebracht; rkeologia therica,Ulld explicatio doctrinae chritlians in portugiesischerSprache. Er wurde endlich, nachdem er r z Jahr dasAmt eines Heiden-Lehrers mit uncrmüdetem Eifer ge-führct, von einer Kranckheit befallen, wozu vielleichtseine überhaufftc Arbeit vieles mag beygetragen ha-ben, und starb zu Tranqvebar den io Febr. 1719, imz6stcn Jahre seines Alters. Seine beyde Söhne,Ernst Gortlieb und Christian Lcbrecht, sind mit ih-rer Mutter, die sich wieder in Indien an OkifLy-gaarv, Vice-Commandanten und Secret- Rath inTranqvebar, verhcyrathet, nachmahls in Europamgekommen. Ueber obangcführte Schrifften sind von"ihm in Halle gedruckt: Schule der Weisheit; Gram-marica mslabarica larins lcripca; viele Briefe vonVcm Zustand Oer^cydcn in U>st-Jnoien, und Unter-redungen, welche er mit ihnen gehalten; im Manu-skript "ist von ihm vorhanden eine accurate und rocil-läusscige.Beschreibung von der Abgöttercp der ojì in-dischen ^epden ; Lexicon malubaricum ; Gottgefälli-ger chcbcstand; Gottgefälliger Lhriftcnstand undmehrere andere. Indem 1 Tomo theiauri epistolicilacroziani ist ein Brief Von ihm an Lacroze befind-lich. Bericht der königlich- dänischen Mißionaricn, inHalle edirt, sonderlich die 18 Continuation.

Z1EG ENSP E c K (Michael), ein Pastor zu Burg-Rhanis im Osterlandr, im i7ten Scculo, gab einendeutschen Poeten ab, und hat unter andern das Lied:Asalts Gott', mein wcrck ich lasse rc. verfertiget.

ZIEGLER (Adrian.), ein Patricias aus dem CantonZürch, dessen Vater gleiches Nahmens ein Mitglieddes Raths zu Zürch gewesen, und in verschiedene»Gesandtschaften gebraucht worden, lebrc um die Mit-te des :7Sssllli, war Landvogt zn Sap, und trug

aus Dsw. Lroilii, Jos. Gvercctani und anderer phar-macevtischen Schrifften seine Pharmaeopœam spagy-ricam zusammen, die in Zürch 1616 in 4 durch denDruck bekannt gemacht worden. Li.

ZIEGLER (Bern.), ein Theologus zu Leipzig, aus ei-nem adelichen Geschlechte in Mrissen, gebohren i496den io November, brachte es in d.w hebräischen Spra-che sehr weit,und wurde deswegen zum Professor hebr.Lingva nach Leipzig bernsien, woselbst er den 6 Febr.1541 in Licentiatum, und bald darauf in DoctoremTheologia promovirte. Melanchthon bediencte sichfeiner Hüljse iu Auslegung der Schl ifft gar offte. Erstarb 1556 den i Januar. Ausser seinen Traktatende misla contra Mich. Helding SiJonium und <Ieomnibus ecclef. doctrine capitibus; Wie auch klUkkorac. de conjunÄione 8c unirare Cliritkianorum con-tra non neceiìàrias feparaciones 8c aemulationes per-versas, hinterließ er nichts, Weiler seine Hände fastgar «licht brauchen konte. Denn er war iu der Iu-gend von einem neuen Gebäude herunter gefallen,undhatte die rechte Hand zerbrochen, da nun der Scha-den geheilet worden, blieb die Hand unbrauchbar.Ad. R. Vog.

ZIEGLER (Caspar), einJEtus,gebohren 1621 den 5oder 15 September zu Leipzig. Im i4ten Jahre littesein Kopf durch einen unglücklichen Fall dergestalt,daß man befürchtete, er würde dadurch zum Studi-ren gantz unfähig worden seyn. Es zeigte sich aberbald anders. Denn er brachte es sonderlich in derMathematic und Poesie sehr weit, und war der erste,der den Deutschen die Madrigal-Gedichte bekanntmacht. Zugleich war er ein trcflicher Musicus; unddas in Leipzig fiorircnde Collegium Gellianum heilihm unter andern seinen Ursprung zu dancken. Er st"-dirte eine Zeitlang Thcologiam, legte sich aber W'nach, als er durch das üble Angeben seiner Feinde a»einer Prediger-Stelle zu Leipzig verhindert worden,im Z2ten Jahre seines Alters auf die Rechte; deswe-gen er auch zu der Zeit sein lytesMadrigal widerd>eVerleumdung verfertiget haben soll, desscil Drohunggen er nachgehends glücklich erfüllet gesehen, wwwurde 164g Magister. Nachgehends aber 16;;/O»ctor Juris und zu Wittenberg Professor Juültue-i6;7Digcsti infortiati und novi, i6;8 Digest' vc»/

ris, 1659 Codicis, 1662 Ordinarius Faculr. stir -Apellatrons-und Consistorial - Nach zu W'ctenverg,und war gleich Rcctor Academ. als derPennaliimabgeschafft wurde. Er war schon über 40 Jahr a . 'als er feine erste Frau nahm; vcrchlichte sich slnach deren Absterben noch zweymahl. Als er cn 'Mahls des Nachts im Bette lag, so legte eiuD'ed.Leiter an das Stuben-Fenster an, und stieg h'^ TDa er nun aufgefahren und gefragt, wer daerschrickt der Dieb und antwortet : guten Abend-?Pathe (wie er den» auch wircklich sei» Pathegew'' 'Als nun Docror oicglcr weiter fragte, wacher .wolle? so antwortet dieser: er hatte wollen stlss ' ^