ïio$ ZIGABENÜS ZIMALIA
«en damals m Rochliz residirenden Grafen von Schlickgewest, geb. den 27$uli666, studirtezu Leîpzig^rndward 1690 bey den jungen Grafen von LallenbergHofmeister^ promovirte 1692 zu Wittenberg in Ma-gisirum, und gieng hierauf nach Dreßden, allwo ihn1694 der damahlige Ober-Hof-Marschall, -HermannVon Wolframsdorff, zum Diaconat nach Mügelnbeförderte, worauf er 1708 zu Leipzig Theol. Bacca-kaureus, und 1710 Pastor primarius zu Mügelnworden, nach 1719 aber gestorben. Er continuirte3 ol> Fiedlers müglifthe Ehren t und Gedächtniß^Eeule bis aufs Jahr 1709, und edirte sie 1709 zuLeipzig in 4, darinne er von seinen eigenen Fatisselbst einigezNachricht gegeben. Sein älterer BruderPaul Otto, studirte zu Zwickau und Leipzig, wurdenachmals Rector zu Tennstädt, und lebte noch 1719als Prediger zu Neu - Brandenburg. -Heinens Be-schreibung von Rochlitz.
ZIGALENII8 (Euthymius), siehe Euthymius.
ZIGALA, sieht Cicala.
Z IG N A N US (Evangeüsta), ein Francifcaner-Mönchvon Genua, war als ein beliebter Prediger um dieMitte des 17 Seculi berühmt, und gab i6g i zu Pa-lermo Concionem in laudem S. Margaret* virginis& manyris heraus. OJ.
ZIHN ( Joh. Fridreich ), ein lutherischer Theologus,gebohren 1650, i 'Sept. zu Suhl in dem Henneber-gischen, studirtezu Leipzig, wurde 1675 zu WittenbergMagister, 1679 Rcctorzu Suhl, lSgoSub-Diaconus,und 1708 Archidiaconus,schrieb Psedagogum gramma-ticum ad rudimenta latinitatis ; diiE de bibliothecis,viel Lieder, welche s» dem schleusingischen Gesang-buche stehen, und starb 1719 den 16 Jan. Lep.
ZILETUS( Francisais ), ein berühmter Buchhänd-ler zu Venedig, der den bekannten Tractatum trasta-tuum univers! juris mit Approbation Pabst GregorikXIII unter Direction verschiedener italiänischerJCtosrum, besonders Menschn nnd AloisiiLalbi erst i ;84zu Venedig in 27 Tom. in fol. und hernach 1590 her-arrs gab.
ZILETTUS (Jo. Ba^tifb, oder nach andern Jorda-nus), von Venedig bärtig, war zwischen und1569 daselbst ein berühmter JCtus, und schrieb:Consilia criminilia & indicem omnium nominacom-pkctcntem in utroque jure ram ponciiicio quam cs-iareo ; fummaria in Rub. Marantoc spéculum aureum ;ir. de testibus; eollectionem conftliorum matrimo-nialium, welche letztere 1578 zu Franckfurt in 2 Fo-lianten aufgelegt worden.
ZILI0L0 (Alexander), ein Historiens, hat hißortememorabili de ttoßri tempi daB’ anno idoo fino al 163®
geschrieben, welche 1654 in ; Theilen in 4 zu Venedigheraus gekommen.
ZILIIIS (Otto), siehe Zylius.
ZIMALIA (Ludovicus), sonst Bugelfa genannt, einMedicus von Bergamo, war ein Mitglied des bafi-
2I^4AlìA ZIM^LBAIEkìMAdr^ 22 öS
gen Collegii medici, lebte in der Mitte des 16 Secu-li, und gehört nebst Barchol. Albano unter die er-sten, so debalneisTranfcherii oppidi Bergomatis ge-schrieben, welche Schrifft der zu Venedig 1553 in fol.heraus gegebenen Sammlung de balneis, wir auchder zu Bergamo 1532 edirtrn Collections mit beyge-füget worden. Ke.
2IMARA ( Marcus Antonius), ein Philvsophus undMedicus, von St. Pietro in Galatina,aus der Land-schaft Apnllen, im Neapolitanischen gebürtig, wandtesich, nachdem er ein« Zeitlang die Logic zu Padua ge-lehrt, wegen der dastgen Kriegs-Unruhen nach Rom,und lehrte allda die Philosophie mit gutem Beyfall,ward aber von bannen wiederum nach Padua zumProfessore Philosophiä beruffen, und verwaltete solsches Amt von 152; bis 1592, da er vermuthlich mitTode adgieng. Seine Schrifften sind: Solurionescontradictionum Aristotelis & Averrhois in untui*coüects & in ordinem redact*, welche bey dieser bey-den Philosophen Wercken edir. ap. Zuntar IZ75 inf8mit gedruckt worden: Tabula dilucidationum, in di-cta Aristotelis 8c Averrhois, ord. alphab. proposita»antrum magico.medicum, in 2 Theilen, so nach eini-ger Meinung eine untergeschobene Schrifft ist; <TuT-
stio de morente 8c moto ; de intentione Aristotelis»de individuatione natune problemata Aristotelis &Alexandri Aphrodisei; theoremata feu memorabt*lium propoiitionum limitationes &c. To. Pap.
ZIM AR A (Theophilus), ein Medicus und Sohn desvorhergehenden Marci Antonii, hatte zu Neapolmund aufandern italiänischen Academieu studirt, undnebst der Arzneykunst auch in andern Theilen der Mlahrheit sich wohl umgesehen, lebte hernach zu Leccein Apulien, erwarb durch seine weitiäufftigeglückliche Prapin ein solches Vermögen, daß er seinenErben, ausser vielen ansehnlichen Gütern noch 8 so0 °Ducate» an baarem Gelde hinterließ, schrieb einenstarken Folianten de anima, war auch Willens, nowandre Wcrcke zupubliciren, starb aber zu Lrccetm 70 Jahr seines Alters. Ke.
de ZIMBRE (Petrus Candidus), siehe Candidus.
ZIMMERMANN (Anton), ein ftoMMkk undkehrtet Theologus, und einer der ersten evaugel.Le^rer, war erst 152; Pfarrer zu Teuchcrn, wurdeaberum1526 der Religion halber vertricbeu, und kam dawdarauf als Pastornach Meuselwitz, schrieb: Sern:°auf Das Evangelium Mare. VIII am 7 Sonntagnach Trinitatis nebst dem Unterschied des <§tfctztund EvangeUr ; Antwort und Entschuldigung u<>ertz0Z George zu Sachsen, gegen feine Anklage,die Tauff-Handlung indeutscher Sprache und 2 */theilung des Abendmahls unter beyderleybetreffend; Tr. ob auch die Seele Christi ract) 1nem Ceve in der 'Holle gelitten habe? Wklc.)^behauptet, seine Meinung aber in der Wiederruffu gdes üclNeins: ob die Seele Christi in der -sfgelitten habe ? aufrichtig geändert. Wenn er '