Band 
Vierter Theil S - Z.
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2213 ZIPFFEL ZITTARDUS ZITTARDUS ZITWITZ 2114

auch zu Wittenberg und Altorff, wurde 1667 chur-fürstlicher sächsischer Cammer-Prokurator, 1678 zuErfurt Doctor, 1679 Advocatus ordinarius beydemConsisiorio zu Leipzig, 1693 Assessor des Land-Gerich»tes in der Nieder-Lausttz, 169z marckgraflicher bay-reuthischer Rath, und 1702 wircklicher Hofrath da-selbst, hatte sehr starcke Pralln, wie er denn über240c 0 seiner Clienten aufgezeichnet gehabt; war son-derlich ein guter Criminalist; wie er denn über 80Personen von der ordentlichen Straffe losgebracht;schrieb Dill! de testeris collybisticis; Tractat vonWechsel-Briefen und deren Usanccn; (juestion-sex sylva quinariaalphabetica; peinlich-und bürger-licher Wechsels- auch HanvclsrScltcnheiten; Tra-ktat von dem verletzlichen Bangverottiren; rr. va-riorum & diversoruin casuum ; hinterließ etliche 20Quartante» im Manuscript, die er nach und nachSonntags, so wohl mit seinen eigenen, als andererTheologen, gute» Gedancken angefüllet, und starb1720 den 12 April. Leb.

ZIPFFEL (Jonas), ein Medicus und Chymicus, leb-te um 1678 zu Dreßden, und schrieb: theoriam me-tallicam medicinam antitartaream, oderpomSchar-bock, Grieß, Stein und Podagra rc.

ZIPHROblEUS (Obadias), siehe Odadia,.

ZIPOLI (Perlove), siehe Lippi (Laur.).

ZIPSER, oder Herco, (Nicol.), ein Doctor Theologgrä, bekam den Annahmen von seinem Vaterlande,ward der andere Superintendcns zu Arnstadt, setzte1553 die Schul- und Kirchen-Ordnung daselbst auf,schrieb: DEL de Ecclesia catholiea, ad 1 Timotlt.III &c. und starb 1573. Pra.

ZITO ( Vincentius), ein Neapolitaner von Capllchlebte in der ersten Helffte des 17 Seculi, schrieb:Scherzi liric'r, isospiri fatttofi. To.

ZITSCHLER (Petr. ), ein lutherischer Theologus,gebohren zu Coppenhagen den 13 Mcrtz 1652, stu-dirte daselbst, wie auch zu Helmstadk, Wittenberg,Leipzig und Jena, ward, als er vorhero eine Reisedurch Deutschland gethan, ein Jahr Prorector zu Ni-cöping, besähe hierauf Holland,, Engelland undFrankreich, wurde nach seiner Zurückkunfft bey derverwitweten Königin zu Coppenhagen aufferordent-licher, dann nach 1655, als rr indessen Prediger zuHellervpe in Fühnen gewesen, ordentlicher Hof-Pre-diger, und nach ihrem Tode Pastor zu Glückstadt,endlich 1693 Pastor und Probst zu Tundern, schrieb:

difpp. de fontium origine; de pastis Dei cum ho-minibus; Miscellan- uni» Leichen - Predigten, undstarb den 20 May 1697 aus Unvorsichtigkeit seinesMedici, der ihm zu viel Opium gegeben. Mol.

ZITTARDUS (Conr.), ein deutscher Dominicaner,einiger Meinung nach von Zittarde an den jülichi-schen Gräntzen, war General-Prediger, 19 Jahr Pro-vincial von den Niederlanden, schrieb: ChroniconOrd. Prœd. in deutscher Sprache, so zu Dillnigcn l 596in 4 gedruckt worden, inglrichen «le origine & ucilicatc

confcaternitatis SS. rosarii, und starb zu Costnitz den27Mart. 1606. Ech.

ZITTARDUS (Herm.), ein Dominicaner im Anfan-ge des r 5 Seculi, lebte zu Cölln und schrieb Manualeconfeslorum. Einige halten ihn vor einen Nieder-länder und von seiner Vaterstadt im Jülichischen zu-genahmt. A, Sw. Ech.

ZITTARDUS (Jac.), ein Dominicaner, stammeleaus einer niederländischen Familie her, war aber zuAugspurg gebohren, wurde im Anfange des 17 SecustSuperior zu Mayntz, und gab opus polemicum s,controveriiarum de omnibus arriculis lidei heraus,Eck.

H T T A R D U 8, oder Licrardu«, (Matthias), ein Do-minicaner von Aachen, hatte den Zunahmen von derStadt Zittardi im Jülichischen, daraus er eigentlichherstammte, war ein angesehener Theologus und Red-ner, Kayser Ferdinand: I Hof-Prediger und Beichtva-ter, befand sich 1562 bey der Wahl Kayscrs Mazü-miliani II in Franckfurt, und starb 1571. Man hatvon ihm eine lateinische Predigt de tupplicarione s.proceslione cum gestations Sb. Eucharistie; deut-sche Gebete auf die Sonn - und Festtags - Evan-gelia und Episteln eingerichtet; eine Auslegung derersten katholischen Epistel St. Johannis; 2 Leichen-Predigten auf Kayser Ferdinandum I, welche auch indas Italiänische übersetzt, und unter dem NahmenP. SUeri gedruckt, hernach aber in den Indicem ge-setzt worden; epistolam ad Pium IV, Pont. Max. soCxfaris Ferdinandi I obiru, welche Herr Schclhornin seinen arnoenitar. bist. eccles. T. 1 , aus dem Ma-nuskript drucken lassen. Er muß mit einem anderngleiches Nahmens und der zu einerley Zeit gelebet,Professor Theologiä zu Cölln gewesen, wider ^»he-rum und Bueerum geschrieben, und 1564 gestorben,nicht vermenget werden, wiewohl noch uliausgcmacht-ob einer von den andern unterschieden sey. Ech ’Raupach evangelisches Oesterreich,van ZITT WITZ (Jacob), ein Edelmann auslpsm-mern, legte sich mit solchem Fleiß auf die Rech", daser 1530 zu Wittenberg den Titel eines Doetorlsvminne mit Ruhm erlangte. Hierauf erhielt er bey oeHertzog Georgio I zu Wolgast die Charge tmSchloß-Hauptmanns und Hofraths, bey dessen Soy-Philipps, aber die Stelle eines Cantzlers. An. *5wohnte er dem Reichs-Tage zu Nürnberg bey, d "1552 den paffauischrn Vertrag mit zu Stande vgen, und wurde nach diesem Cantzler zu SM 'Der König in Dänemarck und andere auslano^Fürsten versahen ihn mit stattlichen Pensionen.

Uch aber fiel er iu eine Mrlancholep, welche rhn »Jbrachte, daß er sich 1672 btn 10 Watt. >>"" "Feder.Messer die Kehle abschnitte, weil er besorgdürffte bey seinem Herrn in Ungenabe fallen, 'eine hochwichtige Sache, daran dessen ' |t/

viel gelegen, und die er vor sich selbst unternei» unglücklich Ende zu nehmen angefange