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VERVOLLKOMMNUNG DES FERNROHRS,
parallel dem ersten und vertical auf dessen optischer Axe befindet. er
Der kleine Spiegel wirft das Bild des gesehenen Gegenstandes H
durch die Oeffnung, welche der Künstler in der Mitte des grossen di
Spiegels angebracht hat, in das dort sich befindliche Ocular. da
Im ersten und zweiten Falle der soeben beschriebenen Reflec- ertoren bildet der kleine oder Fangspiegel eine Art Schirm, welcher ol:
verhindert, der ganzen Oberfläche des grossen Spiegels alle zur. re
Hervorbringung des Bildes eines beobachteten Gegenstandes da
nöthigen Strahlen mitzutheilen. Aber dieser kleine Spiegel spielt 01
noch in Bezug auf die Intensität desselben eine sehr unangenehme m
Rolle. Nehmen wir an, um unser Augenmerk hierauf zu richten, is1
dass die Masse, woraus die beiden Spiegel verfertigt sind, nur die _ TiHälfte des Lichts eines auffallenden Strahles zurückwerfe, so wird Sc
die ungemein grosse Menge der Lichtstrahlen, welche die Oeffnung de
des Teleskops erhalten hat, nach der ersten Reflection um die de
Hälfte verkleinert zurückgeworfen. Auf dem zweiten oder kleinen ve
Spiegel ist die Schwächung nicht geringer, da demnach auch von ■ seihm nur die Hälfte der empfangenen Lichtstrahlen zurückgesendet Ri
werden; es kommt folglich nur die Hälfte von der Hälfte oder ein kl
Viertel der vom Gegenstände ausgehenden Strahlen in das Auge ni
des Beobachters. Bei einem dioptrischen Fernrohre sind diese beidenUrsachen der Lichtschwächung nicht vorhanden, dasselbe sendet, istwenn sonst alle Dimensionen bei beiden optischen Werkzeugen m;gleich sind, viermal mehr Helligkeit oder Glanz alsvom Newton’schen Bc
oder Gregoriani’schen Teleskop zurück. Diesen Uebelstand dewollte Her schel bei seinem grossen Teleskope von 40 Fuss theilweise ac
beseitigen, indem er den kleinen Spiegel entfernte und den grossen sunicht völlig auf die Mitte der Axe der Röhre, die ihn enthielt, centrirte, Disondern ihm gegen dieselbe eine kleine Neigung gab. Es entstand scso eine Verschiedenheit in der Construction von den bekanntenReflectoren, denn durch diese kleine Neigung des grossen Spiegels grbilden sich die Bilder desselben nicht mehr auf der Axe der Röhre, eb
sondern nahe an dem Umfange derselben oder an ihrer äussersten ba
Oeffnung. Der Astronom kann dieselben mithin dort ohne Schwierig- inkeiten mit Hülfe eines Oculars beobachten. Sollte ein kleiner Theil sovom Kopfe des Beobachters einige doch immer sehr wenige Strahlen 18auffangen, so ist dieser Verlust bei einem so grossen Spiegeltele- Fcskope nicht so hoch anzuschlagen als jener, der durch den Fang-spiegel entstehen würde.
Diese Reflectoren, bei denen der Astronom sich am äussersten uriVordertheile der Röhre befindet, haben die Eigenthümlichkeit, dass haderselbe in gerader Richtung in den grossen Spiegel sieht, indem ln