34 VERVOLLKOMMNUNG DES FERNROHRS.
nicht mehr gebraucht, ela der grosse Metallspiegel durch die Länge a j
der Zeit sehr gelitten hatte und einer neuen Politur bedurfte, die ^
nicht nur mühsam, sondern auch für die Wiederherstellung der y<[
richtigen, parabolischen Gestalt sein- schwierig sein musste. Die se
englischen Zeitungen aus jener Zeit berichten das Nähere über die zu
Anordnungen, welche die Familie Wilhelm Ilerschel’s getroffenhatte, um die Erhaltung der noch vorhandenen Tlieile des grossen weRiesenteleskops zu sichern. I r ]
Die Röhre des Instrumentes, die aus Eisenblech bestand undan ihrem äussersten Ende den Spiegel von 4 Fuss 10 Zoll Durch- eni
messer trug, wurde sorgfältig gereinigt, darauf auf solide, ge- jyp
mauerte Pfeiler, horizontal nach der Lage des Meridians, nieder-gelegt und zwar in der Mitte des Umkreises, wo einst der nöthige j ia j
Mechanismus zu dessen Bewegung stand. Den 1. Januar 1840 g rc
vereinigten sicli Sir John Ilerschel, seine Gattin und ihre häl
Kinder, die zusammen sieben Personen ausmachten, hierzu kamen am
noch einige alte Diener der Familie in Slougli. Genau um 12 Uhr istMittags, an dem sich nach astronomischer Rechnung das neue Süc
Jahr anfängt, machte die Gesellschaft mehrere Male feierlich die and
Runde um dieses Denkmal, darauf begab sich dieselbe in das Rohr sitz
des Instrumentes, setzte sich auf kleine Bänke, die zuvor dort zu par;
ihrer Aufnahme angebracht waren und begann ein Requiem in sich
englischen Versen anzustimmen, welches Sir John seihst verfasst ihre
hatte. Nach ihrem Ausgange bildete die Gesellschaft einen Kreis gleii
um die Röhre und die Oeffhung des Instrumentes wurde herme- durt
tiscli verschlossen. Der Tag endete mit einem Familienfest. Tele
Ich weiss nicht, sagt Arago in Bezug auf die Anordnung haltdieses Festes, ob diejenigen Personen, die alles nach einem heson- tungdern Gesichtspunkte abschätzen, in den die Umstände sie versetzt Reff<haben, nicht etwas Sonderbares in den verschiedenen, einzelnen mit iHandlungen, die soeben mitgetheilt sind, finden werden. Ich ver- stamsichere nur, dass die ganze Welt dem frommen Gefühle, welches 15 j/John Herscliel geleitet hat, Beifall geben wird. Alle Freunde jedeider Wissenschaft werden ihm danken, dass er durch ein Mo- seinenument, welches in seiner Einfachheit mehr sagt, als Pyramiden desoder Statuen, den einfachen Garten, wo sein Vater so viele un- Appasterbliche Arbeiten ausgeführt hat, der Nachwelt anzeigt. 5y 2 ;
Lange war Herschel’s Riesenteleskop noch das grösste bis weitedahin gekannte Instrument gewesen, bis es vor länger als zwanzig ganzJahren durch ein noch grösseres übertroffen wurde. Aber noch ■ Ocukvor diesem construirte Las sei in Starfield bei Liverpool einen grossiReflector, der nur 20 Fuss Focallänge und 2 Fuss Oeffhung hatte, spiegi