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Der Venusmond und die Untersuchungen über die früheren Beobachtungen dieses Mondes / von Dr. F. Schorr
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GRÖSSTES LICHT DER VENUS.

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es auch nach Jahrhunderten wäre, seine Beobachtungen mit denenSchröter’s übereinstimmend finden. Die AphroditographischenFragmente bilden unstreitig das Hauptwerk von Schröter’s treff-lichen gelehrten Arbeiten. Obgleich oft seinen Beobachtungennicht die Anerkennung geworden ist, die ihnen gebührt, so beruhtedieses meistentheils auf den Schlüssen, die er bisweilen aus ihnenableitete, aber die Beobachtungen selbst stehen als Denkmal deut-scher Bemühung um den Fortschritt der Wissenschaft sowie einerseltenen Beharrlichkeit unvergänglich da.

Deshalb sagt auch v. Zach sehr treffend: „Herschel’s undSchröter’s Namen werden wde Castor und Pollux am Himmelglänzen, so lange Sterne am Firmamente funkeln, so lange dieNachwelt nicht auf die niedrigste Stufe der Menschheit zurück-sinken, und das was ihre höchste Würde ausmacht, nicht mehrehren wird.“

2. Die Venus in ihrem grössten Lichte.

Sehr oft erblicken wir am Himmel die grösseren mit freiemAuge sichtbaren Planeten in einem mehr oder weniger hellenLichte, das nicht nur dem der Sterne erster Grösse gleichkommt,sondern es auch bisweilen übertrifft. Für die oberen PlanetenMars, Jupiter und Saturn ist die Zeit des auffallenden Licht-scheins diejenige, wenn sie der Erde am nächsten stehen oderNachts im Meridian erscheinen, das heisst, wenn sie sich in ihrerOpposition befinden. Aber auch die unteren Planeten Mercur undVenus erscheinen, wenn sie sich in gewissen Punkten ihrer Bahnbefinden, in ihrem grössten Lichte. Besonders gilt dieses von derVenus, die dann alle Sterne des Firmamentes übertriff't und den-jenigen, die diese Lichtveränderung nicht kennen und sich niemalsviel mit astronomischen Gegenständen beschäftigt haben, als einneuer Stern erscheint.

Die grössten Dichter des Alterthums und mehrere der Neue-ren haben die Schönheit des Venussternes in trefflichen Versenbesungen, aber weniger bekannt ist, dass auch der unsterblicheKepler durch diesen Anblick begeistert wurde. Denn er sprichthierüber die schönen Worte aus: „0 vere auream Venerem! quis-quamne dubitabit amplius totum Veneris globum ex puro puto