AUFFALLEND GRÖSSTES LICHT DER VENUS. 121
Bestimmung der mittlern Periode aus den vorherangeführten Beobachtungen.
Beobachtungen
Zeitintervalle in
Tagen
Revolutionen
Periode
1700 — 1630
25837
2133
12*1700
1716 — 1630
31578
2595
12-1688
1777 (März) — 1630
53730
4415
12-1699
1716 — 1700
5740
471 %
12-1743
1777 (April) — 1700
27740
2279%
12-1693
1777 (März) — 1716
22152
182
12-1714
1716 — 1715
389
32
12-1563
Mittlere Periode 12' 1682
Hieraus scheint wohl hervorzugehen, dass die auffallendenGlanzepochen der Venus nicht bei einem und demselben Knotendes Trabanten stattfanden; welches wohl nicht andeutet, dass dieRotation desselben seinem periodischen Umlaufe, wie hei denmeisten übrigen Satelliten es der Fall ist, gleichkommt. I)a aberauch diese Zeiten nicht sehr viel von der berechneten grösstenLichtphase abweichen, so gewinnt die oben ausgesprocheneMeinung sehr an Wahrscheinlichkeit, dass solche Erscheinungennämlich sich ereigneten, wenn der Trabant um die Zeit der Glanz-epoche in einem seiner Knoten vor der Venusscheibe sich befandund durch seine Lichtstärke diejenige seines Hauptplaneten ver-mehrte.
3. Die Bedeckungen der Venus vom Monde.
Zu allen Zeiten wurden die Beobachtungen der Planeten-bedeckungen vom Monde als Erscheinungen betrachtet, die für dieWissenschaft ganz besondere Vortheile darbieten. Man war um so