1. Baukosten . . . 900,000 Franken.
2. Entschädigungen . . 200,000 „
3. Unvorhergesehenes . . 48,000
1,148,000 Kranken.
v. Im Fall unter den gleichen Voraussetzungen die Aare mit zwei Bogen übersetzt werden soll:
1. Baukosten . . . 820,000 Franken.
2. Entschädigungen . . 200,000 „
3. Unvorhergesehenes . . 48,000 „
1,068,000 Franken.
Die Kostenberechnung für den Brückenbau mit einem Bogen trifft mit den für dieses Unternehmen wirklichverausgabten Geldern außerordentlich genau zusammen und zeigt, wie sehr Herr Osterrieth die baulichen Verhältnissevon Bern kannte. Der ausgeführte Bau kostete:
1. Baukosten . . . 879,458 Franken.
2. Entschädigungen . . 233,314 „
3. Administrationskosten . 23,963 „
1,136,735 Franken.
Obschon indessen Herr Osterrieth die Brücke mit einem Bogen so genau berechnete, so nähren wir doch die innigsteUeberzeugung, daß eine Brücke mit mehreren Bogen bei weitem keine Million Franken gekostet hätte, wenn bei denvahcrigen Anordnungen die Verhältnisse von Bern vom ökonomischen Standpunkt aus gehörig gewürdigt worden wären.
Ungeachtet der beträchtlichen Kostendifferenz entschloß sich sowohl die Direktion als die Aktiengesellschaft, die Aarelieber mit einem einzigen Bogen zu übersetzen. Nachdem dieser Beschluß den 16. Mai 1839 gefaßt war, beauftragtedie Direktion den Herrn Architekten Ferry, im Sinne desselben die Pläne anzufertigen, was derselbe, wie wir weiteroben gesehen haben, mit Beförderung that. Gleichzeitig korrespondirte die Direktion wegen deS Baues sowohl mit HerrnMosca als mit Herrn Negrelli. Herr Lüthi, ein thätiger Bauunternehmer, wurde indessen beauftragt, im Oberlandegeeignete Steinbrüche für Kalk- und Grauitquader auszusuchen. Um die rückwirkende Festigkeit derjenigen Steinartenzu kennen, aus welchen der Bau allenfalls hergestellt werden könnte, wurde Herr Ferry zu Herrn Mosca nach Turingeschickt, wo unter beidseitiger Mitwirkung folgende Proben über einige in der Umgegend von Bern vorfindlicheSteinarten vorgenommen wurden.
Proben
über die rückwirkende Festigkeit einiger Steinartcn aus dem Kanton Bern, welche den 10., 13. und 14. September
1839 durch den Herrn Major Casanova und Herrn Artilleriehauptmann Cavalli in Gegenwart des Chevalier
MoSca, Oberingenieurö, und Herrn Architekten Ferry im Arsenal zu Turin gemacht wurden.
Die Sandsteinstückc wurden durch die dortige Maschine, die übrigen Steinarten durch die hydraulische Presse geprüft.
Name und Fundort
Dimensionen
Gewicht
Gewicht
Nr.
der
der
der
unter welchem die Stücke
Bemerkungen.
Steinart.
Stücke.
Stücke.
zu brechn.
gänzlich zer-
anfingen.
stört wurden.
Metrcs.
Gramme.
Milogramme.
Milogramme.
1
Sandstein aus der Stockern-grube.
Länge 0,05Breite 0,05' Dicke 0,05
258,1
4150
—
2
Sandstein aus der Oster-mundigengrube . .
Länge 0,05Breite 0,05Dicke 0,05
273,9
5275
—
Schwacher Anfang des Brechens.
I
Länge 0,05
3
Gleicher Sandstein . .
Breite 0,05Dicke 0,05
268,2
5050
5275
4
Kalkstein von Merligen amThunersee . . . .
!
Länge 0,05Breite 0,05Dicke 0,05
335,2
11900
22800
Länge 0,05
5
Granit von Findlingen ,
Breite 0,44
293,5
—
13000
Das Stück war auf die große Fläche
Granit von Findlingen
Dicke 0,45 !
Länge 0,053 .
gelegt.
6
Breite 0,052
114,95
—
11900
Der Anfang des Brechens konnte nicht
Dicke 0,016 !
bemerkt werden.
7
Kalkstein von Neuhaus am
Länge 0,040 ^
99,2
19600
Thunersee. . . . ^
!
Breite 0,040Dicke 0,022 '
22800
4 *