M ) 7 c
MMMMAMM
Von den Sitzen und Geländer Gangen
vor den Fenstern.
(Zu k-k. 157. der deutschenUeberseiung^)
tzIAamit man aber die Fenster besser regieren könne, macht man den Flügel, der^8» zuerst zugethan wird, nicht so breit als den andern.- Ist das Täfelwerkdes Zimmers mit Schnitzwerk ausgezieret, so kan dergleichen auch aussenan den Verzierungen der Fenster Flügel angebracht werden. Zuweilen läßt mandaß Täfelwerk etwas vorgehen, daß wann der Flügel in der äussern Einfassungstehet, er in einer Linie mit jenem sich befinde, und alle beyde nur einenWinkel zusammen ausmachen. Alsdenn aber muß man hinter dem Flügel eineArt von Feder anbringen, welche ihn hervortreibe, wenn man ihn schliesset»will, sonst würde es allzubeschwerlich werden ihn hinter dem Täfelwerk hervor,zuziehen.
Man hat, um den Zimmern so viel Licht und Helle zu verschaffen, alsnur immer möglich seyn möchte, in den Pallästen und grossen Gebäuden so gardie kleine Creuze von Holzweggelassen, und grosse Gläser eingesezet, welchemSchienen von vergoldetem Eisen eingefasset werden, wie man es in dem PallastBourbon sehen kan.
Ist das Zimmer dem Nordwind ausgesezt, so pflegt man sie mit doppeltenGlas Thüren zu versehen, um sich vor der Kalte und Wind zu verwahren.Meine man muß auch alsdenn wohl zusehen, daß die kleine Hölzer und Fenster-rahmen gerade auf einander sehen, wenn die Fenster geschlossen sind. DerGrundriß von einem dergleichen Fenster mit doppelten Glasthüren, welchen manin der i. Kupferplatte findet, wird anstatt einer weitläufigeren Erklärung dienenkönnen. Um aber die Wärme in der Stube beysammen zu behalten, läßt manauch aussen starken Doppel Trillich herunter hangen, der sich im Hinaufziehenübereinander rollet, und Hinterbeine besonders dazu verfertigte Verzierungverdecket, daß man solchen von aussen nicht siehet. Weil man aber bemerkethat, daß dieses die Sonnenstrahlen abhält, und zugleich hindert, daß keine frischeLuft in die Zimmer eindringen kan, so hat man ein anderes Mittel ergriffen.Man verschließt die Fenster mit gewissen Jalousien oder hölzernen Fenstern,welche sich aussen öfnen lassen, und wie Gitter gemacht sind, die eben den Dienstthun in Ansehung der Sonnenstrahlen, und doch die fteye Luft in die Kammereindringen lassen. Man nennet sie Persianische Jalousien. Sie sind aber m
der