Buch 
Anhang zu der ausführlichen Anleitung der ganzen Civil-Baukunst des J. Bar. de Vignola / welche von dem Sr. A. C. Daviler ... herausgegeben worden, welcher die Vermehrungen an Kupfern sowohl als der Erklärung derselben, die in der neuesten französischen Ausgabe dieses Buches angetrofen werden, enthält; aus dem Französischen übersezt
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der Stadt nicht so brauchbar als auf dem Lande, wo sie das Vordergebäudesehr munter machen können, wenn sie grün gemahlt werden.

Die Art, wie man die Fenster heut zu Tage beschläqt, ist neu und sehrbequem. Man gebraucht nichts mehr von den Riegeln und andern Eisenwerk,was vormals gewöhnlich gewesen, und die Fenster auch niemals genug zusammenhalten konnte. ES erforderte auch besonders, wenn es von einer gewissen Höhewäre, viele Mühe, wenn man es öfnen oder zufchlieffen wollte. Heut zu Taghat man es leichter gemacht, vermittelst einer LlpaZnolerte, welche man er-funden. Sie besteht aus einer langen Stange von Eisen, welche zehen biszwölfLinien im Durchschnitt hat. Diese wird in die Höhe gerichtet auf derRahm desjenigen Flügels, der zuerst aufgehet, wo sie durch verschiedene eiserneRinge, in denen sie sich herumdrehet, und die in verschiedener Entfernung ange-bracht sind, gehalten wird. Unten hat diese Stange einen Hacken, welcher inein Loch, das in die Querrahm des Fenfterkaftens gemacht worden, ein-schließet. Diesen kau man Hineinschieben oder herausziehen, so wie man dasFenster selbst öfnen oder zufchlieffen will wenn man eine bewegliche Handhabeergreift, welche auf dieser eisernen Schiene angebracht ist, und sich in ein Eileneinschlägt, wenn das Fenster zugemacht wird. Ist keine Qnerrahm unten andem Creuzstock vorhanden, welches alSdenn geschiehet/ wenn man ebenes Fussesauf das Geländer gehen soll , so kan man das Fenster unten vermittelst einesRiegels verschließen, der auf der LixaZnoletre angebracht wird. Hieraus kanman leicht begreifen, daß ein damit versehenes Fenster sich nicht mehr werfen kan.Zu diesem Nuzen aber kommt noch eine andere Bequemlichkeit, weil vermittelstdieser in ihre Ringe eingreifenden Hacken, die Laden mit dem Fenster zugleichsich schliesset Ueberdas kan man dieses Eisenwerk, wenn man es prächtig ha-ben will, noch vergolden lassen. Man kan das weitere davon auf der c. Kupfer-platte nachsehen, und daraus die völlige Beschaffenheit der heut zu Tag ge-wöhnlichen Fenster erkennen.

Vorstellung eines Fensters, welches vermittelst der LHa§noIetts

geschlossen wird.

Stange der LlxrrZnoletw.

L. Die Ringe, in welchen dieselbe sich herumdrehet.

0. Ringe oder Spangen auf der umgewandten Seite der Fenster Ladenum sie vermittelst der Hacken zu verschließen,v. DaS Eisen von der Seite und im Durchschnitt L. in welches diebewegliche Handhabe einschlägt. O. um die Llx>s§nc>1ette zu öfnen,oder zu schließen.

Gebogener Hacken, welcher an beyden Enden der LlpaZnoIette ange-bracht wird, und in ein Loch einschltesset in dem Fensterkasten, wenndie LlpaZnolette geschlossen wird.

I. Riegel anf der L5p3§r>o1ette.

Grundriß eines Fensters mit einer doppelten Thüre.

Von