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Anhang zu der ausführlichen Anleitung der ganzen Civil-Baukunst des J. Bar. de Vignola / welche von dem Sr. A. C. Daviler ... herausgegeben worden, welcher die Vermehrungen an Kupfern sowohl als der Erklärung derselben, die in der neuesten französischen Ausgabe dieses Buches angetrofen werden, enthält; aus dem Französischen übersezt
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che bis an die Ausladung des Gesimses hinreichen. Die Mitte der Querrahmeist mit eben dergleichen Cartels gezierct. Alle diese Verzierungen sehen sehr schönund pkää)tia aus, wenn man sie von Metall macht, vergolden läßt, sorgfältigausbessert und auf schönen Marmor anbringt.

Man findet auf der 5. Kupferplatte zwey Krönungen der Camine, welchemit Mahlereyen versehen lind. Die Verzierung der ersteren ist männlicher, undschrickt sich gut für einen Camin in einem grossen Zimmer, z. E. in einem Saal,Gallerte oder Para-e Zimmer n.d.g. Die Mahleröy.verbindet sich mit den Ver-zierungen, welche von der Spiegel Rahm herkommen. Bey dem andern Auf-riß hingegen ist sie angebracht in der Mitte eines irregulairen Feldes, und -dieAustheilung wird gemacht, je nachdem man die Verzierungen wählen will,welche, wenn sie zärtlicher sind, den Camin zu kleinern Zimmern tauglicher ma-chen. Die zwey Pfeiler, welche sich neben diesem Camin befinden, und die Hin-terwand ausmachen, können unten gebogen seyn und hohl ausgedrehet werden',wodurch das ganze noch leichter gemachet würde.

Die 6. Kupferplatte stellet noch zwey verschiedeneKrönungen von Cann'nenvor, bey welchen man auch den Entwurf der unteren Querrahmen, welche aufdem Gesimse der Einfassung ruhen, erblicket. Dann es ist nicht mehr gewöhn-lich, daß die Einfassung des Spiegels gerade auf dem Gesimse aufliege, sondernman gibt ihm heut zu Tage verschiedene Krönungen, die man mit Verzierungenverbindet, welche sich aufdie ganze Zusammensezung beziehen. Diese hier vor-gelegte Krönungen nun sind nicht so prächtig als die vorhergehende, und scheinennur für niedrige Zimmer zu taugen, ingleichen wo wan den Spiegel so hoch alsmöglich sezen will, damit er ein besseres Ansehen habe. Daher findet man auchin diesen beyden Krönungen keine Mahlereyen, sondern nur verzierte Felder.Der erste Camin würde in einem Saal oder Gallerte schön stehen, da die Ver-zierungen die den Spiegel umgeben, stark genug sind, um sie, obwohl ineiner gewissen Entfernung, bemerken zu können. Der andere ist schlechter, dochschön genug, um an einem Orte angebracht zu werden, wo man keine grosseAuszierung nöthig hat.

Die Verzierungen auf der 7.Kupferplatte sind grösser als die vorhergehende.Damit man aber die Kupferplatten nicht ohne Noth vermehren, und doch zugleicher Zeit eine Verschiedenheit derselben vorbringen möchte, so sind zwey Ab-risse von Krönungen, nemlich von jeder die Hälfte, darauf zu bemerken. Diesesind die prächtigste, die man machen kan, und die Formen derselben sind auchso vernünftig, als es der herrschende Geschmack leidet, welche nicht mehr aufdie bey den Alten so beliebte einfache Bauart siehet.

Die 8. Kupferplatte endlich enthält noch zwey verschiedene Arten von Krö-nungen für die Camine, welche nur in Verzierungen von Schnizwerk, ohneMahlerey bestehen. Well nun diese weniger Plaj, als die vorhergehende einneh-men,