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Als er kaum das fünfzehnte Jahr er-reicht hatte/ trat er schon seine akademi-sche Studien unter dem berühmten The-ma siu 6 und dem Professor der Mathe-matik Kuhnius an. Thomasiuswar einer von den seltenen Männern, diedurch eine grosse Feinheit'des Verstandesund durch eine glückliche Einbildungskraft,in den damaligen Zeiten, mit einer ver-nünftigen Philosophie Deutschland er-leuchteten, und also dem Genie des jun-gen Leibn izens vortreflich angemessen.Kuhnius hingegen war ein Mann voneingeschränkten Kenntnissen in seinem Fa-che, der dabey nicht die Gabe hatte seinenUnterricht deutlich und angenehm zu ma-chen. Dennoch brachte die überwiegendeNeigung zur Mathematik, und der da-durch entstandeneFleis, bey Leibnizenes dahin, daß er seinen stumpfen Lehrerbesser als alle andere Zuhörer nutzte, undmit einem gut gelegten Grunde im Jahrei66z nach Jena abreisen konnte. Hierwurde nun der damals berühmte Weigelsein Lehrer in der Mathematik; und einanderer grosser Gelehrter, Böse, thatseinen Neiguugen zu andern Wissenschaf-ten, nämlich zur kritischen Geschichtkunde,ein Genüge; und man kann sagen, daßbeyde Manner dem Geiste des jungen
Leib-