So Des ersten Theils n eunzehendes Lapitel
On Ls v»Uer,ttn Berg oder Katze, ist einerhöhetes Merck, mtd wird auf die Boll-werck, wie auch auf die Courdnen über die
Thore gesetzt, davon mit dem Geschütz desFeindes Apxrocken desto bester zu entde-cken und zu ruiniren.
Une Piat forteressc ist ein Bollwekck,hat nur ein kaee und zwey Planquen, wirdinsgemein bey denen irregulairm Wercken,wo die spitzigen Bollwercke allzuweit voneinander entfernet sind, aufdie langeCour-rine in die Mitten gesetzt, damit es vonbeyden Seiten wohl delendire.
LeRempart, der Wall, ist die Höhe,Breite und Starcke in der Gestalt einesDammes, mit seiner innerlichen und aus-serlichen Böschung, und wird derselbe zuAnfang um die Stadt oder Festung vonErde aufgeführt, und mit Rasen besetzt.
Le Parapet, die Brustwehr, ist die aufdem Wall herum aufgeworffene Erde, inder Höhe eines Mannes, so ebenfalls mitRasen besetzt,und dienet zur Besetzung der
defendirendcn Guarnison.
Le Panquette, die Banck, ist inwendignachdem Wall-Gang ein Fußtritt anderBrustwehr geleget, worauf die Soldatenstehen oder treten, wann sie über dieBrustwehre Feuer geben.
Le cerre plam,der obere Wallgang, istder übrige Rest des innerlichen Walles,welcher von der innerlichen Böschung, bißzur Banck, an der Brustwehr überbleibet,darauf man verdeckt gehen, auch das Ge-schütz hin und wieder führen kan.
Un Appareille, eilt Wall-Lauss, ist einschräger Weg, oder ein Gang, welcher zuAufführung des groben Geschützes, undbey dem Allarm zum Auflauffen der Sol-daten oderOuarliilon,an iedemBollwerckegemacht ist.
Pauste brave, der unker Wallgang,blei-bet zwischen dem Ober Wall und Lerme,wird offters allenthalben umdieVestunggeftrhret, meistens aber nur vor die Cour-tme allein gelegt.
La Bemie, der Fuß oder Absatz, ist derRand oder 8parium des Walles, welcheran den Graben stößt, die von Wall herab-fallende Erde aufzuhalten, damit sie nichtin Graben falle und ausfülle, der Wallaber starcker bleibe.
Le Polie, der Graben,ist die Tiefe,wor-aus die Erde zu demWalloderAussenwer-cken der Vestung genommen worden,undausgeführet.
Une Gigue ist Mir imuu, weiche obenscharf abdachet, gehet quere durch denGraben, das Wasser abztilaffen, oder vonaussen einzuführen.
Chemin couverc, der bedeckte Weg, istausser den Graben, darauf die Soldatenwohl verdeckt gehen können.
Glacis, die Feld-Brustwehr oder Ab-dachung des bedeckten Weges, ist die auf-geworffene Erde, welche sich mit demFelde hinaus flach endiget.
Von denen Anssenwerckett.
Ravelm ist ein abgeschnittenes Boll-werck von zweyen Facen, auch offt mit,theils aber ohn Planguen, welches ausser-halb der Veftüng, jenseit des Grabens insFeld vor die courdne, oder Brück, wieauch vor die schwächsten Orttr gelegetwird.
Demi Lunecher halbe Mond, ist auchein dergleichen kleines abgeschnittenesBollwerck mit oder ohne Planqckchr ; Die-ses wird vor die schwächsten BotlwercksSpitzen, jenseit des Grabens, gelegt, eszubesichützen.
Ouvrage a Couronnc,eil1 CroNtN Wtrckpflegt man auch ausserhaib des Grabensmit zwey Linien ins Feld hinaus vor derCourdne und kavelln weit hinaus zu ex-, tendirm und vor zulegen, wenn ein Herrein Lust-Schloß ausserhalb hat, oder einj Berg, ein Felß oder eine Kirche dastehestwelche der Festung schädlich seyn möchte,um hinein zu schiessen. Zwifthen zweyhalben wird ein gantz Bollwerck, wie einei Crone, kormirt und angelegt. " "
Ouvrage a Corne, eilt Hornwerch.wjrd
! ebenfalls um ermüdeter Ursachesswzllen! erbauet, und wo möglich, und die c'ireum-feren§ nicht gar zu groß, lieber als dasvorige genommen, weil es nicht so vielkostet, auch ausserhalb des Grabens vordie Courdne mit zwey langen Seiten ge^leget. Es hat eme Gourunc mit zweyhalben Bollwercken.
"Lenaiiie, eine Zange oder Scheere,macht noch weniger Unkosten; Es Mhier gar keine Bollwercke, weder Haldenoch gantze, sondern ihre Linien sind alsSpitzen, deren zwey eine einfache:, dreySpitzen aber eme doppelte ienaiiie ge-nant werden. Man pfleget es auch e-benfalls jenseit des Grabens vor dreCourdnen mitzwey langen Seiten, in Ge-stalt eines Hornwercks,in das Feld lauM