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Der vollkommene teutsche Soldat, welcher die gantze Kriegs-Wissenschafft, insonderheit was bey der Infanterie vorkommt, ordentlich und deutlich vorträgt, und in sechs besondern Theilen die einem Soldaten nöthige Vorbereitungs-Wissenschafften, Künste und Exercitia, die Chargen und Verrichtungen aller Kriegs-Bedienten, von dem Mousquetier an bis auf den General; ... nebst einem Anhange von gelehrten Soldaten, Adel und Ritter-Stande, von Duellen, Turnier- und Ritter-Spielen, auch Ritter-Orden ec... / von Hannsz Friedrich von Fleming
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223
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der ordentlichen Stellungen der Bataillons uuv vregkmem er. 22tz

bey vorkommenden c^ommandemens derkbr»äirenden Bataillon also zuführen, daß

nommen aufnehmen, bey Pamrung r-crThore oberwerts füllen, und bey denenexercitien bey dem Fuß nehmen. DieUnter-Officirr werden aber nicht %ci*.lementhiezu commandirt, sondern haben" ') nach twnComroandemens derer Mou-tirei- zu richten.

§. 2 l. Bey der Stellung derer Barail-lons zu exerciren ist in Obacht zu neh-men wie folget: Der Major bezieht sichzu Fuß oder Pferde, wie rhn solches per-mittirct wird, vor die Alitte des Batail-Ions^ blöset sein Seiten Gewehr, lastestneu Tambour von denen hinter der Fah-nen stehenden hervor zu sich rücken, undmit dem Spiel drey -zeichen geben, aufdas erste muß der Odrist-Lieutenant dieOber-Officiers, wie auch die Fähndrichsmit denen Fahnen, nebst denen hinter siestehenden Tambours undUnter-Officierssich rechts um kehren, die Ober-und Un-ter -Officiers nehmen ihre Piquen undkurtzen Gewehr, die Fähndriche ihreFahnen vor die Brust, die Tambour vondenen Flügeln lösen die Spiel, und legensie vor sich nieder,, die Unter-Officiereraber auf den Flügeln bleiben stehen; Aufdas andere Tempo marschiren die rechtsum gekehrten Officicrer, Fähndriche,Unter-Officierer und Tambour durch dasBataillons, die Ober-Officier und Fahnenzwey Schritt hinter die daselbst stehendenUnter-Officierer, die Unter-Officierer, sohinter der Fahn in der Parade gestan-dene in das Glied der Hintern Bataillon ste-henden Unter-Officierern stellen sich ge-höriger maffen, der Regiments-Öfficie-rer marschiret noch zwey Schritt weiter,und die Tambour hinter ihm. Auf dasdritte Tempo stellen sie sich mit denenPiquen und Fahnen mit der krönte insBataillon, und die Tambour legen ihreSpiele nieder. Der Obriste bleibet vorder krönte, die Pique oder den so genand-ten spondon bey dem Fuß haltend , und. , mit dem Gesicht denen Bataillonen zuge-

> Fuß wieder hervorgetreten wandt, stehen.

§. 4 . Der Major last das Gewehr vonder Schulter präsentiren, bey dem Fußsetzen und commandirt darauf die kxer>citien nach ausgegebenen BeZiemens undCommando Wörtern; Bey wahrendenkxereitien bleiben die Ober- und Unter-Officierers mit der Pique und kurtzenGe-wehr bey den Fuß stehen, biß sie nackige-endigten kxereitiett durch drey Zeichendes Spieles wieder hervorgefordert wer-den

entweder bey dem Fuß halten,oen m, oder hoch führen, niederle-aufnehmen. Bey dem Fußw? bie Füße in anständlicher WeitederLander stehen, und es wird mitAchten Hand so gehalten, daß dermr ßkrade an dessen Stiel in gleicherL ] e Mit den Augen ausgestreckt seyn,Hand zur Seiten hange, dieJjk des kurtzenGewehrs aber sich vor-us prrlentire.

fM- 1°' Bey denen Schuldem wird^bknoer gestalt procedirt; iu erstenTem-mit den rechten Fuß rechts umso 2?* und in der Wendung selbigesdaß eshinterwertsin dieHö-Linie mit der Schulter, vor-rs *?dem Stumpf zur Erde gehe,selbigen mit der lincken Handden Leibe begegnet, und derJn a^utit beyden Handen gehalten.Fuß m u Tempo wird mit den rechtenvo^.!! gerader Linie mit dem lincken, her^Ley^len, selbiges mit beyden Han-stditüf slch gebracht, die linckedemGe-sey Aktch gehalten, die rechte loßgelas-uud Srumpff mit selbiger ergriffenhalten nxxt beyden Handen gleich ge-und J In dritten mit beyden Handenre&Äi erhabenen Einbogen auf dieZur Schulter gelegt, die lincke Handniedergelassen, und die rechteDgä e?ach dem Leibe an sich gezogen,so, tz/Me Gewehr wird hochgetragen,wie li? v beyden iersten Tempo bleibenNur uen Schuldem, in -ritten wird

statt x.?s^ verändert, daß selbiges antostet schultern an die rechte Achsel,Gebers Linie hoch gehalten werde; inbey dkv uiird in ersten Tempo, wieÜttret^ -E'Ulderunggewesen rechtsumtze m andern selbiges mit der Spi-gerade^arts niedergelegt, daß der Schuhbey Glied reiche; in dritten mitUy- . 8uß wieder hervorgetretenßkllet^^uuesener Massen bey den Fuß ge-und werden also diese Motive-gestalt enen Unter * Officierern der- \

br?m 2*^ daß sie bey dem Ge-;tttt vv,S m . , oder wenn es prüfen- iFuß 2 bie kurtzen Gewehr bey dembery/^u, bey geschulderten schul'ober dem verkehrt geschulderten

^ü-eraeM^^knm sie hoch tragen, bey2ben niederlegen bey aufge-