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Der vollkommene teutsche Soldat, welcher die gantze Kriegs-Wissenschafft, insonderheit was bey der Infanterie vorkommt, ordentlich und deutlich vorträgt, und in sechs besondern Theilen die einem Soldaten nöthige Vorbereitungs-Wissenschafften, Künste und Exercitia, die Chargen und Verrichtungen aller Kriegs-Bedienten, von dem Mousquetier an bis auf den General; ... nebst einem Anhange von gelehrten Soldaten, Adel und Ritter-Stande, von Duellen, Turnier- und Ritter-Spielen, auch Ritter-Orden ec... / von Hannsz Friedrich von Fleming
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264 Des dritten Theils drey u nd zwantzigsies Kapitel/

werck kan man ohne grosse

zu machen. Weil nun das allergefahr-lichste iflbtc Passage eines Flusses zu temi-ren, wenn der Feind auf der andern Seiledes Ufers, zumahl mit der Artillerie undeiniger verschantzten Infanterie stehet, fomuß sich ein General auf folchen Fall stel-len, als wenn er an vielen Orten zugleichübergehen wolte, oder die Passage über 0-der unter dem Ort, allwo sich der Feindxottiret, suchen, und folche zurNacht mitso vielLeuten unternehmen,als er vermey-net von nöthen zu haben, sich auf der an-dern Seite auch zu xottiren und zu ver-schantzen, unterwahrenden Arbeiten aber,immer mehr und mehr Volck übersetzen,und von seiner Seite aufden Feind ftarckcaaoniren, damit er keinesweges von fei-nen Vorhaben abgetrieben werden könne.Zu diesem Ende muß er auch den Fluß anverschiedenen Orten lassen recognoieiren,wo er tief oder seichte, wo der Grund fel-sigt oder fandicht, oder wo eine bequehmeJnsul in denselben zum übergehen anzu-treffen, oder wo der Fluß am Ufer mitGraß und Bäumen verwachsen, darnacher feine Messures nehmen, und sein Vor-haben um soviel leichter zu Wercke rich-ten könne.

§. 6 . Die Flüsse xasswet man entwedermit höltzernen oder steinernen Brücken,oder mit Schiff-Brucken, oder mit einerBrücke von leren Fasseru,oder aufgebla-senen ledernen Sacken, die mit Strickenund Ketten zusammen gebunden, odermit Lauf-Brücken von starcken Strickengezogen, und mit Bretern beleget; Itemvon ledernen Schläuchen mit Stroh aus-gestopfet, oder mit Brücken von Flößholtzgemacht, und an einander gehängt, odermit eintzelen Schiffen und Überfahrten,oder mit Überfahrten von Schilf undRohr gemacht vor das Fuß-Volck, odermit überwaden oder schwimmen, oderwenn man den Fluß durch unterschiedeneGräben seichte machen, oder gar anderswohin lencken kan. Über Moräste oderüberschwemmteLänder, allwo die Däm-me durchbrochen, kan man gehen ver-mittelst der Faschinen, Schäfer-Härten,Reisig-Bunden, Schilff, Stroh, Mist,Stücker Holtz,Breter und dergleichen, sokan man auch Gräben machen, um dasWasser abzuziehen,, oder Dämme, übersolche trocken hinüber zu geheu, welcheszwar viel Muhe, Unkosten und Zeit erfor-dert.

§. 7. Durch Wald, Holtz und Busch-

wohl xassren,wenn man nur guteSegweiserund Führer hat, iedoch muß wallezeit einige Trouppen von der Atwvoraus, und zu beyden Seiten conu*äiren,um die Wege zu entdecken,obein Feind sich im Walde aufhalte uty*steckt habe, und muß auch ein Corps de *rierie Guarde zuletzt hiebey gelassenden, um die Artillerie, Munition und 1^licheLagagezu bedecken, wenn solche ^etwan schon aus erheblichen IW&tzwischen die Regimenter waren wtögL,worden- Die Passagen über dasge müssen gleichfalls mit grosser DA Ltrgkeit geschehen, denn wenn dievorher nicht rccognosciret, und inßCC ^(bei sind, stehet dergleichen marschierst,Armee in grosser Gefahr. Es muß ®Unenhero ein General, der einen PJL.Marsch zu thun hat, zu vorhero woy^,kormirt und sicher seyn,so wohl wegen ^quemlichkeit der Wege, als auch,ob pL/den Höhen der Berge der Feindten möchte, oder sich sonst hin undBusch - Klepper und SchnaphMesteckt haben, die mit einer wenigeneapables waren, der Armee grossen^Mden zuzuffrgen,und solche auf ihrenM"zu verhindern.

Das drey und zwantzigste S£<^

Von denen , ,

Partisans, 0dtk PüktE

Gängern / und wie sie W

wohl auf dem Marsch/ alsder Attaque zu bezeu-gen haben.

§. i.

S begiebt sich zuweilenund ist auch nothwendig,^auf Feindes als Freundes it(f ieinige kleine Trouppen zu rec 5 Sausschickt, welche denn, wenn vss-l 0dergleichen von Feinde mtxtWt'. \&einander schlagen, und also ein/kJj eBatailie liefern. Derjenigen, fyAjjtÄthey commandirt u führet,mußss 00 ^chen allezeit so einrichten, daß er m

sey, entweder auf allen

selbst zu «ttsguiren, oder.M'' ynW