Von Auswechselung der Krieges-Gefangenen.^ ~ 3
f^ Escalonna,Bisaceia UUb.Cella-
M/^eapolis eingezogen, wurden fol-oblerviret : Den 4 .Rz? lrüh war die gantze Stadt Nea-VFkrig, die drey Hertzoge zu sehen,VÄ alsKrieges-Gefangenen vonWJJwi gebracht. Ob nun schon ie-k finden Häusern und in den Gas-sch^.Stadt auf ihre Ankunfftmittzck^chen Vorwitz, und vorwitzigenselWtz Wartete, so verzog sich doch die-VZ nach 4. uhr des Nachmittages,ter^wan endlich die ersten beyden un-»ktunglückseligen Hertzogen auf ei-tv^Aten fahren kommen.Beyde
Her^del gekleidet, wobey sich denn derUniJ ^on Escalona den Bart sehr lang,sch,gIch einander verwirret hatte wach-j )m Hertzog Von Cella-IfAt, so ritte derselbe auf einenDegen und Pistohlen, undtzz t cje allerseits von den ihrigen,webwehrloß waren, bekleidet.
'/Uten drey hundert Sbirrn, oder,m ^Sächsischen Mund-Art,Häscher,MtMr ihnen folgteeine Compagniezudenndurch eine andere dieser er-HrÄk, und der Hertzoglichen Würdek. MsiändigeEinzug beschlossen wur-^la^uttlerweile riefdas Volck ohnUn-lebe Carl der in. Welch Ge-WhJJMfttg war, daß man dergleichenKeil Aahls gehört. Hierbei) stund derV» - - Zeug - Meister, Graf von
W^ Fenster des Pollasts des ^>er-EitnaceUen mit ietztgedachtenund seiner Gemahlin, wie auchJUtlti Cavalietm Uttd Damen. So
die Durchlauchtigsten Ge-Mitten auf den Platz still hal-ermeldter General überlautAbringet sie in das eatteii von 8r.^ .Als nun dieses unverzüglich er-sie vor demselben anlangete»,rflt sprachen kein eintziges Wort,nit/P ll e»bte empfindlichstenBetrüb-r e ^0st^ en Augen; so gar daß sich der^ diee-Ä ^kcaiona, als die Haupt-Per-Ht x^^auer-Spiels, der Thräneniu Men konte. So kunte er sichn ^cht anders als durch die^ Hertzoges voncellamaiel'kls Bey dem Eintritt des Ca-Wieder Obriste, welcher da-Kine ^7/^ü-te, und sagte zu ihnen:
sie nehmen mit diesen ih-nvorlleb,in welchen sie ein gutes
'^rutsche Soldar)
Aussehen haben, und in welchen sie in ü-brigen sich in guter Sicherheit befinden.Also war die Bitte dieserHerrn vergebensgewesen,welche sie zuvor sehr inständig ge-than hatten, daß man sie endlich desNachts oder in einer verschloßnen Kut-sche nachNeapolis bringen möchte, undwird zurUrsache dieser abschläglichenAnt-wort vorgewendet,man habe sie dermas-sen öffentlich sehen lassen wollen, damitdie^njouiüen das Volck nicht beredenkönten,ob hätten sie sich vor der Erobe-rung von 6aera zu Wasser hinweg bege-ben.
Das sechs und dreißigste Lapitel.
Von
AusivcchselungderKrie-
gks - Gefangenen-
$• 1.
-Wer die Loßlaffung der KriegesGefangenen kan niemand djspo-oiren,als der Herr, der den Kriegführet und den er solches von denenOber-Officierern commirtirt,Massen solches fastin allen Krieges-Articuln versehen ist.Diekan2ioawird von dem KriegführendenPotentaten entweder nach dem Krieges-Artickuln, oder nach dem Krieges-Obler-vanren und Gebräuchen, oder nach demaufgerichteten Cartel eingerichtet. Nach-dem offters eine ziemliche Ungleichheit un-ter denGefangenen der beiderseitigenPar-theyen vorkommt, zumahl bey demOffi-cierern, bey welchen nicht allezeit eben aufder Gleichheit der Charge,^ vielmehr aufdenNutzen,den sie dem Feinde geschafft ha-ben, gesehen wird, so wird die Auswech-selung am allerbesten durch die carreilsregulirt, und sind diese die beste Richt-schnur bey der Auswechselung und Ran-2iomrung der Gefangenen. Aus Man-gel einer solchen Norme lassen sich unter-schiedliche verdrießliche Zufalle blicken,de-nen die Gefangenen, von Was tzualicTt o-der Stande sie auch seyn mögen, unter-worfen sind, bevor man sich zwischen denArmeen wegen ihrer Ranzion oder Aus-wechselung verglichen.
§.2. Bep