Des dritten Theils acht u nd dreyßigstes Lapitel._
Mcdicamcnta, auch äusserlich fleissiß
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denn wer da reiset, und sich hier und daversucht, erfahret und lernet auch etwasrechtschaffenes. !
§.z. Ein Feldfcheer muß versehn seyn,!mit denen zur Sache dienlichen inßrumen-,ten, mit allerhand Binden, so zu den Um- ischrägen, Einrollen, Beinzwingen, Ader-!lassen, einfatschen, Fontanell und Fistel,Bändigen und dergleichen gehören; Item >mit Fassen, zarten Lümplein, Abschabendoder Läppen, kleinen und großen Bäu-schen, Schlingen, und so fort an. Esmuß aber solches alles fein geschmeidig,unddie Leinwand abgetragen und weich seyn,etwan von alten Hemdern und Leilachen,so keinen Saum am Rande haben müssen.
§. 4- Insgemein gehen in einen Krieges-Lager folgende gefährliche Kranckheitenherum,welche.lange um sich fressen,daß al-so nicht lange zu warten,als da sind: Giff-tige, hitzige, ansteckende Fieber undHaupt-Kranckheiten,
Bräune und Halßgefchwulst,
Mundfäule und Scharbock.
Allerley Magen-Fieber, Tertian,Quartan-Fieber.
Geschwulst, Aufblehungen.
Gelbe Sucht.
Grimmen, Schneiden, Zwang und Sei-tenstechen. (fall.
Allerley Bauchflüsse,rothe Ruhr, Durch-»loita Galliens, oder Frantzofen-Kranck-heit.
Offme Schenckel, fressende Schäden,
AllerhanbFlüsse,Gatarrlli, hefftige Husten.Rothlauff und Brand.
Allerley Stiche, Wunden, Beinbrüche,Quetschungen und dergleichen.
Bey den gifftigen, hitzigen und anstecken-den Fiebern muß er mit GOttes-Hülffebald Rath schaffen,eh dieKranckheitüber-hand nimmt, denn sie ein klein wenig ge-linder,als die Pest selbst. Bey vollblüti-gen Leuten muß so gleich die Kledian-Ader, |redoch nicht gar zu viel Blut weg, gelassenwerden. Nachgehends muß er den Pa-tienten zu einen Schweiß verhelffen, undihnenGifft abtreibendeAlittel verordnen,auch ihn eine gehörige vi-r vorschreiben,daß er gesunde und wohlverdaulicheSpeüfen zu sich nehme, und fleißig Sorge tra-gen, daß dieKrancken von den Gesundenabgesondert werden, damit nicht diese vonjenen angesteckt werden.
§. 5. Bey der Bräune muß er innerlichegut zertheilende und schweißtreibende
ine, trockene Säckgen von Camillen-V>men um den Hals legen.
Scharbock und Mundfaule alleryadienliche Kräuter von Salbey, AM ^Bieber-Klee und dergleichen verfthrelv^Beyden Fiebern dienliche Vomirons J.Laxative verordnen, als welchelich die beste Dienste hierbei) leisten, Ijvderlich, wenn sie aus dem Magen ,
men. Bey dem Geschwulst undfen des Leibes dem Patienten einige"'.^nach einander ein Quentlein WeM'^'oder Theriac verschreiben, und sie0^ ^schwitzen lassen,oder ihnen auch Blve^LsseliL eingeben. ■
§.6. Bey der gelben Sucht muß e^Patienten von etwas Rharbarb^^Saffran, so in ein Maaß Bier odergelegt wird, trincken lassen, 33 M J,#.Durchlauff Terram Sigillatam eittM.^,Bey der Lue Gallica zuförderstdenenten mit guten PurganzeH purgit’^'j^nach diesen einige Wiorgen nach euia» ^ein Quintgen Meifter-Wurtzel ineingeben, und alsdenn wohl daraustzen lassen, und ihn einen Tranck von r
der Silbgen -pp^ttem Wedtttarrhen, blau Violen-Safft undZwiebel-Essig bey der Hand haben^.^,§7. Bey allerhand Stichen undden, Bein-Brüchen und Zerqu^etgen, muß der Patient dermaffenLwerden, damit ihn das BlutHertzen trete,oder sich sonst wohinund allda verstockt oder verfaule,die Wunden mit Wein-oderWasser, darinnen ein wenig SE -oder mit des Patienten Urin, A dieam besten, auswaschen,nach diese»'breitenWundenetwan vierlassenen Leim, wie ihm die Schrey 0brauchen, fallen lassen, die Wun^' ^erzusammen schieben, das Papp^Gapi^binden,und nichtausthun, bißd^^^eselbst herab fällt, so heilet die 2Lun rhefften. Bey innerlichen Verwunou
«cyerer mir ^uno-unomancher Art Sorten, wie auch JJLNahmens Instrumenten rc. ver! 0
es kommt ihn einVerwundeter vor^. #/
in die Cur zu nehmen, so mußerw^^rdedencken und wahr nehmen, ob 0 etödlich oder nicht, damit er, wen halb