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Der vollkommene teutsche Soldat, welcher die gantze Kriegs-Wissenschafft, insonderheit was bey der Infanterie vorkommt, ordentlich und deutlich vorträgt, und in sechs besondern Theilen die einem Soldaten nöthige Vorbereitungs-Wissenschafften, Künste und Exercitia, die Chargen und Verrichtungen aller Kriegs-Bedienten, von dem Mousquetier an bis auf den General; ... nebst einem Anhange von gelehrten Soldaten, Adel und Ritter-Stande, von Duellen, Turnier- und Ritter-Spielen, auch Ritter-Orden ec... / von Hannsz Friedrich von Fleming
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Des dritten Theils ein und viertzigstes L'apitel.

ein wenig Saltz dazu thun, nach Gelegen-heit der Sachen, und übergeschlagen.

Ist der Fuß vertreten.

So nehmet Umtritt, kocht es in saurenBier - oder Wein-Eßig, schlagt es um denAuß, so wird man befinden, daß es sich vonStund an wieder zu recht begiebt.

Wieder alte Schaden und Wunden.

Waschet sie wohl mit euren Urin, desTages zwey oder drey mahl, hernach neh-met das weiße Hautgen von einer Eyer-schaale, in das Löchlein thut ein wenigBaum-Oehl, leget das Hautlein drüber,überall wo es roth aussiehet, bindet dar-nach ein Tuch darüber, und dieses täglichzum wenigsten zwey mahl,Morgends undAbends.

Zu allen Wunden eine gewisse undleichte Artzney.

Man nimmt Griechisch Pech, Schwe-fel und weißen Weyrauch,iedes gleich viel,zerreibe und zerstoße diese Stücke, undklopfe sie wohl durch einander in Eyer-weiß, zeuch die Leffzen der Wunden seinzllsammen, wisch das Blut ab, streich dasWerck auf ein leinen Tüchlein, lege es ausdie Wunden, binde ein Tüchlein drüber,und laß es einen Tag, oder etzliche daraufliegen.,

Wieder Spinnen-Sticht

Wenn dich eine Spinne sticht, so salbedich mit spitzigen Wegrich-Safft,oder le-ge Speck mit Raute vermischt darauf.

Wieder das Schwinden derGlieder.

Muß man in der Stunde, wenn derMond ins Wachsthum kommt, den Ort,welcher schwindet, mit einen Laß-Eisenschröpfen, und mit dem Blute wohl netzen,hernach aus einen Rade, welches nie mitWagenschmiere, sondernSchmeere ist ge-fchmieret worden. ( e. A.die Mühlräder,)etwas Schmeer nehmen,darein das bluti-ge Holtz tuncken, und gleich in der Stunde,wenn sich der Mond wechselt, in einenfruchtbaren Baum schlagen, wenn dasHoltz verwachse^ so höret das Glied aufzu schwinden.

Wieder erfrohrne Glieder.

Nehmet Hirsch-Unschlitsso viel beliebig,Safft von Rüben so viel gefällig, mit ein-ander gekocht, daß der Gafft wieder fort;

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gehe und verrauche, daß es einewerde, hernach etwas Campfer,urM^ein Quentlein unter vier Loth Salve,Rosen-Oehl aufgelöset, und darmster smischt, hernach in Forme einer SE.der Pflasters über das erfrohrne.gelegt.

Wieder die Flechten.

Wenn man solche im Anfang mitmAtern Speichel oder Fenster-SchwAsig streia-et, so vergeh» sie bald.aber etwas schlimm worden, st

ein eisernGefaß,haltet den bösenOrt d^ber, bedecket ihn mrt einen Küssen, dap JDampfnicht neben ausfliege, sprenge^die Kohlen,wenn sie gluen, rothenund laß den Dampf wieder die Ittw ygehen, so lange dieSchlacken heiß Mfytst sie anfangen zu erkalten, andereeingelegt, und anderthalbe Stunde ^il,nuirt, des Tages zwey mahl, biß^Vwelches meistens binnen acht Wsthiehet. , yB

Mit Reben - Wasser, soSchnitt heraus rinnet, sich gewlllheilet die Flechten. ..

Wieder Blattern im Attgest^t

Nehmet zeitige Erd-Beeren, f ünfdieselben in einen Mörser, ftveim Leifiein Tüchlein, und schlaget es PiMüber das Angesicht.

Vor Glieder reißen.

Rühret ein wenig VenedE^tellklein geschabte Seife in höchstBrandewein, so zergehet sie W '^4)bey dem Feuer. Dieses zergans^'ein leinen Tuch gezwungen, thu yLu#?der in die Schaalen,daraus

ist,miteinen andernBranderveltt^^rt.

wird der Schmertz stattlichMan kan auch die schmertzhaMder mit Mitzpfütze waschen.

Vor die Wachen-

Nehmet Speck von einenerst geschlachtet,welchertzen, odergeräuchert ist,mrtdme

ret inabnehmendenMondedle

und vergrabet ihn hrrnaMns

Denn wenn erverfaulessst

tzen hinweg, oder &&&£**$pcttmit dem Wasser, st sich ^

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