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Des dritten Theils ein und viertzigstes Lapitel
Wenn etwas braun und blaumit Blut unterlaufen. ,
i) Wenn man sich verbrandt hat, und
einen eintzigen Tropffen auf den Scha-den fchmieret, so last er solches zu keinerBlast kommen , und verhindert denSchmertzen.
2 . ) Wenn einer gestochen, gehauen,oder mit einem Messer geschnitten ist,soll man die Wunde vorher von demGe-blüth reinigen, eins biß zwey Tropffenauf selbige fallen lassen/ einreiben und eindünne geschlagen Bley vier und zwantzigStunden darauf gebunden liegen lassen,so schwüret die Wunde nicht einmahl,sondern heilet ohn einigen Schmertzen.
3 . ) Item, wenn einer durch einenArm durch und durch gestochen ist, sonehm er nur eineSprütze, wie die Barbie-rer gebrauchen, drücke zuvor die Wunderein aus von dem geronnenen Geblüth,sprütze so dann mit diesem Balsam durchdie Wunde, und lege auf beyden Seitendünn geschlagenes Bley, solches laß ergleichfalls vier und zwantzig Stundenliegen,so ist er feiiciter geheilet,ohn einigenSchmertz.
Eine Wunde bald und wohl
zu heilem
Bircken Kohlen zu Pulver geflossen,und in die Wunden oder Geschwüre ge-than, heilet sie-
Die Wunden zu öffnen.
Zerknirsche Odermennige, und lege sieauf die Wunden, so werden sie offen.
So ist, der warme Wein gar zuAlich, wofern die Suffusion nicht tief, Wskocht man den Wein mit OdermenEoder Weiß-Wurtzel. Bey Entzünd«^gen kan man Therme, MethridatHollunder - Safft, als ein Pflaster l»"schlagen.
Bey verstauchten Gliederst
Ist die rothe Butter gut, damitbet,oder Wullkraut, undJohannis-E,in Wein gesotten, und warm übergE'gen. Kleien in Wein gesotten undgeschlagen, heilet es auch.
Dafern ein Schaden nässet, und Ärecht trocknen will, so muß manQuitten klar flössen, und in dieeinstreuen, so fangen sie an davon zunen.
Bey dem kalten Brande.
,Lege Froschleich in einenTuchlein über , oder gefrohrneMt,.^schabt, oder Salmiac in des Patiente>!^gesotten, zwey Loth in einen $ 31 $'warm über geschlagen.
Bey dem geronnenen BlB'
Nimm innerlich rothe ButtM^Welschen Nuß groß, in Suppe odckmen Bier ein.
Bey den übermäßigen Bl«^ ^
Wunden.
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Wunderbahre Lur der Wunden.
Nimm eine Hand voll Wasser Pfeffer»netze es in rein Wasser, und lege es sachtein emr Wunde oder Geschwühr. Dar-nach nimm es weg. und vergrab es an ei-nen Ort, der feuchte ist, so wird die Wun-de so bald heile, als die Wurtzeln verfau-let sind.
Bey Zerquetschungen
Ist das frische Ochsen-Fleisch in Stü-cken zerschnitten, und übergeleget,wie auchdas Schlangenfleischwohl zugebrauchen;Jngleichen halb von einander geschnittenelebendige und noch warme junge blutendeTauben. Auch ist das frische und warmeMenschen-Blut aufgestrichen nützlich, it.Schlangen-und Aal-Haure umgebunden.
Ist der darein gestreuete E. soSchwamm zuträglich, oder dasaus der Wunde fleußt, in einer E ^Pfanne gehörtet, und darein gE^schemuß aber gantz gelinde aufgedörret, und nicht verbrandt wer"
Wieder die Mundfäule «»d be«
S-lM»°ck (V ,
Lege etwas Alaune in ftlsib Dr«Wasser,und wenn er darinnen ^netze Salbey-Blätter darinnen,
Mund wohl mit aus,biß er blutet,' ^mit diesen Alaunen-Wasser geMSMund damit ausgewaschen,
so lange reperirt, biß manBesseruu^ f $ret. Jttm, Aloe in Wein getotten,^damit gegurgelt. ^