Buch 
Der vollkommene teutsche Soldat, welcher die gantze Kriegs-Wissenschafft, insonderheit was bey der Infanterie vorkommt, ordentlich und deutlich vorträgt, und in sechs besondern Theilen die einem Soldaten nöthige Vorbereitungs-Wissenschafften, Künste und Exercitia, die Chargen und Verrichtungen aller Kriegs-Bedienten, von dem Mousquetier an bis auf den General; ... nebst einem Anhange von gelehrten Soldaten, Adel und Ritter-Stande, von Duellen, Turnier- und Ritter-Spielen, auch Ritter-Orden ec... / von Hannsz Friedrich von Fleming
Entstehung
Seite
343
JPEG-Download
 

ies

0

flf

#*

itt-

ht,

M

W

0

Von der Anatomie des menschlichen Aörpers.

343

btfa 8lcin hrermnen eingepflanzet, undsich vor allen andern Beinenhtzg^itesten und freyesten. Der El-bvgl" fasset eine große und kleine El-P^öhre, oder den Ellbogen und diewegen unterschiedener Beweste Biegung, in sich. Die äusser-t( pw wird in die fordere und hinroin die Finger und Gelenck-"kln eingetheilet.

* Die Füße machen das Hüfft-'Schienbein, den äussersten Fuß,% ^iescheibe und Gelenck - Beinleinwelche den gantzen Cörper unter-$C' Das Hüffrbein hänget an derist Jp , .hat eine große Stärcke, undLejAW eingebogen. Die Knieschei-einer schwammichten und zer-sieiaAkn Substanz, hateineauf-undab-Bewegung, um das Schien-ML Liegen und auszustrecken, wo-Spann-Adern und BänderHüfft - und Schienbeine ver-tofh ? In dem Schienbeine liegen^l>wivegliche halb Monden-förmigeltiih M \ ks ist nur mit einer bloßen Haut!^vff5^nhautlein bedeckt, deswegenhiktaM man öffters, wenn man sich^ch^oßt, die aller empfindlichstenkitie T^n, und hat auch innwendigMAhle für das Marck. Bey dem^ruß hat man die Länge zu% tt n ; so bey denen Menschen weitJit et!! oen andern Thieren, da-gewisser gehen könne; Dieist hohl, damit nicht dieGe-lvN" er stehet oder gehet, gedrü-^ silld Die Gebeine in demZe-^ch^Mlftentheils, als wie in den Han-delt kMnen, doch sind sie meiftentheils^ ^ller und dünner.

Beine sind ferner mit einemh^lkssxMn umgeben,und zwaralleBei-innerlich, ausgenommenÄ t/ 0 weit sie ausser dem Zahn-A eitle Aorragen; es giebet den Bei^veg^wpfindung, denn wenndie-N'rlertz ommen ist, können sie ohne

Abrennet und zerschnitten

m den Beinen das Ziel und

dkk Hewä^Ann es beschädiget, ent-m s e ' Knoten, die Caries o-

«fe * « »«»

kleinsten häutichten Bläßgen, in welchevon dem Puls-aderichten Geblüthe, fastals wie das Fett, diese fette Substanz ab-geschieden wird; es bewahret die Beine,daß sie nicht brechen und allzutrockenwerden. Die Knorpel sind fast den Bei-nen! gleichende Theile; sie können dieBeine zufammen binden, die Höhlen derGelencke zu bilden, die Enden der Beinezu überziehen , und dieselben glatt undgläntzend zu machen, wo nur derselbenBewegung erfordert wird.

§. i 2 » Die Haut, ist eine dicke mein*brsua, wie Leder, so den gantzen Cörperumgiebet; Sie ist verschieden dicke, nachden unterschiedenen Theilen des Cör-pers, auch in unterschiedenen Thieren,wie aus dem Unterscheid des Felles zuerkennen. In der Haut findet manvrelgrössere loder kleinere Schweißlöcher fürden Durchgang der Haare, Durchdün-ftung und den Schweiß. Durch dieVergrößerung^ Gläser kan man sie sehrwohl entdecken. Sie ist mit mancher-ley Spannaderichten Zaserlein, diewun-derbahrlich in einander verwickelt, mitvielen Blut-Gefäßen und häufigen Ner-ven angefüllet. Es muß die Haut dieunterliegenden Theile einwickeln, und be-fchützen, und das allgemeine emunctori-um des Geblüthes, vermittelst desSchweißes und der Durchdünstung, ab-geben.

§.rz.Die Haare sind länglicht rund,undwenn man sie mitdemVergrößerungs-Glafe betrachtet, durfcheinend. Sieleiten, der Vermuthung nach, ihren Ur-sprung aus denen Nerven; In den wärm-stenLändern sind siekohlschwartz,inrem-xerirren braun oder schwartz, in kalten,gelbe, blond, bräunlich, bey den Altenwerden sie in grauer, und bey den Ku-pfer-Arbeitern in grünlichte verwandelt,einige werden mit gezeuget, als auf demHaupte, in Augenbraunen, und demOrte züber den Augen-Liedern; einigeaber kommen erst in gewissen Alter her«vor, als wie die Haare des Bartes, un-ter den Armen und der Schaam.

§. i4. Die Nagel bestehen aus häut-lichten verlängerten Wärtzgen, so ver-härtet und in gleicher Ordnung fest ver-

bell <35 ? einen öhllgten, fet- bunden, sie haben ebenfals chreWurdreien, md aus dem aller- tzeln und Gefäße , durch welche sie er

er-