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Der vollkommene teutsche Soldat, welcher die gantze Kriegs-Wissenschafft, insonderheit was bey der Infanterie vorkommt, ordentlich und deutlich vorträgt, und in sechs besondern Theilen die einem Soldaten nöthige Vorbereitungs-Wissenschafften, Künste und Exercitia, die Chargen und Verrichtungen aller Kriegs-Bedienten, von dem Mousquetier an bis auf den General; ... nebst einem Anhange von gelehrten Soldaten, Adel und Ritter-Stande, von Duellen, Turnier- und Ritter-Spielen, auch Ritter-Orden ec... / von Hannsz Friedrich von Fleming
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346
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Gefasst, so zu bem chyl-^altmlf*hen. Sie dienen dazu daß sie denUr-n-' ^das Geblüthe zu reinigen,abftherde^ ^von da durch die Harn-Gänge zuk"zuschicken. e r.sowW

K.28.0fetere8,dl'eHarngänge,jlNv-S

t anrichte u. fast rundliche Gange, m ^emerSchrcibeseder,doch einesDiametl-i, davon einer von jedwedenua .biß zurBlase ausgedehnet ist.JhrMlp^ist in denen Nieren, allwo sie, nackM« ^als ein Trichter erweitert sind,das ^machen,ihrEnde ist in dem untern u«*dern Theile der Blase, allwo sie r s( , c ,zwischen denen Hauten derselbenf)en,tl)re$tgur tft triefet <rietcfe/fotri ^,^

346 _ Des dritten Theils zwey u nd mahlte* Ala ptcci

wird,ist diese: In dem Menschen gehet der 1 der Harn- Gang genandt und die HEmeiste Theil aus dem Leber-und Gallen- 1 r - **~ ^»Gange durch die Gallen-Blase, es kommtauch emTheilvonder Lubttan^ desGallen-Bläßleins selbst hervor. In Ochsen abergehet es auch durch die Leber-Gatten-Bla-sen-Gänge. Der Nutzen der Leber ist,dieGalle aus dem Geblüthe derPfort-Aderabzuschneiden. Der Nutzen der Gallen-BlaserdieGalle zu sammlen,dieselbe fernerauszuarbeiten,zu einer gewissenZeitzu be-halten,und endlich auszulassen. Der Nu-tzen der Galle: den chy lum zu verdünnen,das öhligte mit den wasserichten zu mi-schen, auch das Saure des chyü einesTheils zu verändern.

§. r6. DerMiltz ist einschwartzröth-lichtes Eingeweide,so aufderlincken Seitedes Magens lieget, er gleicht auf emigeWeise einerZunge,gegen den Magen ist erhohl,gegen die Rippen erhaben,öffters un-gleich,und hat hin und wieder unterschiede-mSpalten. Bey denMenschen, Schwei-nen und Hunden hat er nur eine Haut, beyKälbern aber zwo; Die äusserliche, so diegemeine, ist starck, hänget gantz schlappdurch dieBlut-Gefässe an der innern ei-genen,durch welche,nachdem die erste weg-genommen, der Wind geblasen werdenkam Die Wasser-Drüse wird ohngesehrals eine Bohne oder Haselnuß groß ausserden Miltz, bey dem Eingang der Gefässe,in denselben offters gefunden. Der Nu-tzen ist,das Geblüth der Leber, woraus dieGalle soll abgeschieden werden.flüßiger zumachen, und also dieAbscheidungderGalle zu befördern.

§.27. Die Nieren sind zwey röthlicheEingeweide, welche die Figur einer wel-schen Bohne darstellen, und auf beydenLenden liegen, aufeiner jeden Seite eine,deren hohlerTheil sich inwendig hinein,dererhabene aber auswendig kehret. Sie ha-ben zwey Häute,die erste ist die gemeine,

fettigte genandt,welche starck issdieNieren §. ;o. Die Harnröhre, Vvec ?'0t ^

schlapp umgiebet, und mit eigenen Gefäs- häutichter fast runder Gang- 1 ° ^ Wfeit versehen; die andere eigene, so dünnerist, und allenthalben an der Substanz derNieren genau hänget. JhreGefässe.so miteiner Haut oder Capsui umgeben , sind, diePuls-und Blut-Adern, die sehr weit sind,und dieaussaugenden oder Nieren-Aderngenennt werden, davon diesr aus derHohl-Aderstene aus der grossenPuls-Ader kom-men ; die Nerven von der NierenförmigenVerwickelung, der Ausführungs-Gang,

ten zusammen gesetzt. Der Nutzen I" ^Urinsoin denm Drüsen abgesondc^den,aus den Becken aufzunehmen, V/*der Harnblase zu bringen dennverstopft sind, wird der Urin vmDerowegen hat der Urin keine *»Wege zur Blasen.

§. 29. Vesica Urinaria,t)te HarM^ein häutichtes,und wie einePirneEingeweide, lieget in dem Becken/s.nehmungund Austreibung desU»' ^widmet. BeyErwachsene fasset WLfaOhe einPfundFeuchtigkeitin sick/^'^rEmit dem Schaambein durch

fell, 2) mit deneGeburths-Gliedt^chblt

dieHarnröhre, z- mit den Nabel * fl/ 4 )Harnschnure,und Nabel-Puls^! azeesoh

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Gliedern derer Männer sind erß % c0podemoderGeilenderen zwey, f 0 * MtHodensackenchalten. Das

teijjcfonsaif, wird fernes Seherb ^unch mzwey Theile getbeilet, nemn ^

zwo Hohlen. Dessen