kemen anfangen, denn es iſt nicht mehrzu kriegen, als vor Zeiten. Das Krie-ges⸗Volck iſt zu theuer. Man kans nichtmehr erhalten, der kinanzen iſt zu viel.Darum wolten ſie das Sprichwort mer-cken: Dulce bellam inexpertis, und ſichvor kriegen huͤten, ſo viel moͤglich, ſie muͤſ-ſens denn thun, ſo ſie uͤberzogen wurden.Wo Moth und gerechte Urſache vorhan-den, da hat man beſſer Gluck und gutenSueceſſ zu erwarten, und ſo viel da ritter-licher zu ſtreiten. 770 K 75
6.3. So ſchreibet auch Perfehon ius inſeiner Hodoſophie Cap. XIV. Die Urſachdes Krieges ſind eauſa ſamme neceſſaria,non arbitraria, eine hoͤchſtnothwendige
Des fuͤuften Tyeus erſſeß Kapitel,
die Thiere hierinnen vorgeh
zufügen wollen, beſchutzen muͤſſeh 10fangen an auf ihre Dekenlion bed enſeyn, bevor ſie noch mit denen daz i100thigten Waffen verſehen. 170.
junger Hund anfangen zu 5 ii den
noch Zähne hat, das Kalb wir in hh
Horn ſtoſſen„eh es noch ein dog diedas Füllen will ausschlagen/ 9 a flHufe erhaͤrtek und ſtarck e wall
in Mefeigen ge
olten denn nicht die vernunſolten denn nicht die vernun fen ghwaſt l
ſchen ſich nach allen ihren Keaihre Beleidiger wehren, und e
o ſchon die Hegendeſe he
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dringende und zwingende/ nicht aber eine
unnoͤthige und u fge Kriege wird nicht allein die Gerech-tigkeit, ſondern auch⸗züfoͤr derſt die Moth-wendigkeit der Sachen erfordert, Kriegiſt eine dedicin, eine Artzneh der Laͤnderund Staͤdte, wodurch dieſelben von al-ler Unreinigkeit, Verderben, Schadenund Kranckheit purgiret und geheilet wer-den. Artzney⸗Mittel aber werden nichtanders, denn in Fall der hoͤchſten Nothzugezogen und gebraucht. Ein Narr!waͤre derjenige, der ohne ſonderliche drin-gende Noth die Adern oͤfnen und dasBlut liederlich vergieſſen, oder auch einenArm, Bein oder ander Glied gar abneh-men laſſen wolte, wenn noch andere Mit-tel, Leib und Leben zu retten, vorhandenwaͤren. So iſts mit dem Kriege, da mußman nicht allein jultitiam cauſæ, ſondernauch necelſitatem beobachten, ob die aͤuſ-ſerſte Noth vorhanden, und ob nicht glim-pflichere Mittel zu finden.
g. 4. Die Defenſiy- Kriege ſind aller-dings den zulaͤßigen und gerechten mitbeyzuzehlen Nach denen natürlichen Rech-ten iſt einen jeden vergunt, dasjenige Ubel,ſo mit ein anderer bedrohet, von ſich ab-zuhalten, die Natur lehret, daß man ſichund das ſeinige beſchuͤtzen muß, ſo gutman kan, und die erſte Pflicht des Men-ſchen iſt, ſich in den Stande der Natur zuerhalten. Es treiber uns auch die Noth-wendigkeit dazu inmaſſen wir ſonſt aufkeinerley Weiſe geſichert ſeyn koͤnnen.Ja es hat die Natur auch ſo gar denen
unvernüͤnfftigen Thieren eingepraͤgt, daß
ſie ſich wieder die andern, die ihnen Leyd
te Sache verlaſſen.
und willkuͤhrliche Urſache. S
er nicht einen blutigen und
gen Krieg von ſemen Lande un en
thanen abwenden kan, wennandern Feinde eine und die aunrechtmäßige Forderung eingewenn er ſich mit einen mächt dochde in einen zwar gerechten, aber Wilnackigten Defenüy-Krieg eint gar 1ber der Feind die Seiten eiweehmen-och ſpannen, ſo muß er es.ſich ſeinen Feind nach alle gegerkKraͤfften wiederſetzen, und aufſe 7 5
deregel
. 6. Beh den Delenſiv.Landes⸗Fuͤrſt die groͤſte
der Treue ſeiner Unterthan on duldieſelbe rechte Liebe und e es thihren, Herrn, ſo werden ſie dem gwas in ihren Kraͤfften ſteht ure
ſich zu wiederſetzen„die Ehre 45 5ſchafft und die Wohlfahrt gelandes zu retten. Sind a blechthanen ſchwuͤrig, und haben nbe vor ihre Landes⸗Herrſchalln
frembde Soldaten, die Lor, vorihr Eigenthum und die ihrige n acht
7
licher Gewalt zu beſcuen h
chen Landes⸗Kinde ein Hels“nicht ſo gar viel Courage hat. 103 egen
9.7. Bey den Defenſte, 10 Nachbar,
beſten, daß einer mit dene