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Der vollkommene teutsche Soldat, welcher die gantze Kriegs-Wissenschafft, insonderheit was bey der Infanterie vorkommt, ordentlich und deutlich vorträgt, und in sechs besondern Theilen die einem Soldaten nöthige Vorbereitungs-Wissenschafften, Künste und Exercitia, die Chargen und Verrichtungen aller Kriegs-Bedienten, von dem Mousquetier an bis auf den General; ... nebst einem Anhange von gelehrten Soldaten, Adel und Ritter-Stande, von Duellen, Turnier- und Ritter-Spielen, auch Ritter-Orden ec... / von Hannsz Friedrich von Fleming
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550
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de tauſend Mann Fuß⸗Volck zur Guarni-

50 Des fuͤnfften Theils achtes Kapitel.

geſchehe nun ſolches nur mit einer Linie,ſo waͤre dieſes vor eine kleine Guarniſonzu halten, wuͤrde aber die Linie verdop-pelt, ſo wuͤrde ſolches eine mittelmaͤßigeGuarniſon ſeyn; Wenn man aber einerecht ſtarcke Guarniſon haben wolte, muͤ-ſte man den Haupt Wall und deſſenCircumferenz alſo drey doppelt beſetzen,

andere rechnen auf iede 10. Mann des

Feindes und der Belagerer einen Mannhinter den Wall, und in der Feſtung zu

deren Beſatzung. Einige proportionirendie Beſatzung nach Vielheit der Bastionen

auf den Haupt⸗Wall, und zwahr alſo,daß ſie bey einer groſſen Feſtung 300.bey einer mittlern 400, und bey einer

kleinern 500. Mann rechnen. Andere

richten die Beſatzung ein, nach Anzahl

derer Attaquen und der Oerter, ſo an kluges zureden alſo gewinnen 99 i

ſchwaͤchſten und von Feinde angegriffenwerden koͤnnen. e e

L 2. Man kan hievon nichts recht gewiſſes ausſprechen, ſondern man mußvor nemſich hiebey in Betrachtung ziehen,ob die Feſtung der naturlichen Gelegenheit

nach recht vortheilhafftig erbauet, u. mitguten Flanquirungen verſehen, auch ob viel

Buürgerſchafft in derſelben vorhanden, u.

wie ſolche mit ihren Landes⸗Herrn undCommendanten in der Feſtung ſtehe.

Sind dieſe Sachen alle richtig, und hatman ſich dieſerwegen nichts boͤſes zu beſor-gen, ſo iſt nicht noͤthig, daß eine gar zu ſtar-cke Guarniſon darein geleget werde, in-maſſen ſolche zum oͤfftern Hungers Noth,grasürende Seuchen, Empoͤrungen und

anders Unheyl mehr verurſachen kan.Darf man der Buͤrgerſchafft, ſo ſich in

groſſer Menge an einen Ort befindet,

nicht wohl trauen, ſo muß man ſolchenicht allein deſarmiren, ſondern auch die

Guarniſon zum wenigſten ſo ſtarck, als

die Buͤrgerſchafft an Menſchen iſt, odernach Gelegenheit etwas ſtaͤrcker hinein-legen, um auf allen Fall der Malcontan-

ten Buͤrgerſchafft gewachſen zu ſeyn und

ſolche im Zaum zu halten. Befindet ſichin einer Feſtung eine a parte Citadelle,muß man ebenfalls auf ſolche rechnen,nachdem ſie groß oder klein iſt. Auf ie-

ſon kan man 100. Mann von Cavalierierechnen, wenn zumahl die Feſtung auf ei-ner Plaine lieget, und darinnen ſonſt kou-

rage genug vorhanden. Lege abein Waſſer, Moraſt oder auf einen eng

und Bulgerſchafft mit Wachen en ehbeiten nicht gar zu ſehr are ae

chen, daß ein ieder, wenn ed Abrzweh Tage zu ſeiner Ruhe un, muß

dieſes ſo wohl durch ernsthafte efung ihrer Fehler, als auch ltens.Belohnung ihres Wohlveihe f

arbeiten muß er fleißig bezab feln%in den Kriege thun die Sc bmehr, al der Segen und. gehEr muß der Guarnilon und B.

25780

L. Er muß über Roth die Edeldern die Eintheilung eruntſen 1

auch alle zum Gehorſam anhalten

an Brechen, Minen und zahlen ne g

0

ge, oder es waͤre ſonſt in derſe ben un, 1 N fFütterung vorhanden, und zu keine) dumen, ſo muß man entweder gal e, düceoder doch nach Proportion der in ſo! N 1 lengar wenig Cavallerie hineinlegen 1 4 getnoͤthigen recognoſeiren von 25 N nch Jed.einiger maſſen koͤnnte genug und des edeF. 3. Es muß ein Cenmendsutſen e 10

lich zur Zeit der Belagerung bo viele acBuͤrgerſchafft und Soldateſque ſo nen id hwimmer moͤglich ein gutes Verkranal⸗ AanHarmonie erhalten, damit keine! 17 dichſche Aufruhr und Rebellion eure puch urege. Er muß beyder Gemüt 5 ſe 1 fhalle einmuthiglich entſchließen, be und.Zeitwahrender Belagerung Gut,. 0Blut aufzuſetzen, und die bedran 1% haſtung moͤglichſter maſſen helfen ee 5 derfendiren. Um vor das Leben un ſrgel, 14 wanſundheit der armen Sodaten zd men Wolldern Auſſenwercken bequehme gaben dategarden und SchilderHaufleiſn der leodamit die Soldaten ſo wohl orden*grossen Sommen Piße, als ae che, alRegen und Nacht 2 roſt, wescrſſchet ö alanKranckheiten erwecken konnen/ v 1 Fl 0ſeyn moͤgen. Er muß mit alle ſſe dwenn ſie kranck oder bleslirt, Auterlel 110gen, damit ſie durch die dure ene!tung ihrer ungluͤckſeeligen Sasch al ieſto eher angetrieben werden ee 1 9Gefahr zu unterwerfen, und iht bd