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Der vollkommene teutsche Soldat, welcher die gantze Kriegs-Wissenschafft, insonderheit was bey der Infanterie vorkommt, ordentlich und deutlich vorträgt, und in sechs besondern Theilen die einem Soldaten nöthige Vorbereitungs-Wissenschafften, Künste und Exercitia, die Chargen und Verrichtungen aller Kriegs-Bedienten, von dem Mousquetier an bis auf den General; ... nebst einem Anhange von gelehrten Soldaten, Adel und Ritter-Stande, von Duellen, Turnier- und Ritter-Spielen, auch Ritter-Orden ec... / von Hannsz Friedrich von Fleming
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576
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Des fuͤnfften Theils vierzehndes Capitel,

Waͤgen, und der andere halbe Theil hinten an denſelbigen marchiren, die Cavalle-·rie continuirlich mit dem Feind ſcharmu-zieren, und ſich alſo alle zugleich in guterOrdnung reteriren..

. 14. Bey einen Suceurs muß man fol-gende General⸗Regeln in Obacht nehmen.Die Anſtalt dazu muß in aller Stille ge-macht werden, damit der Feind nichts da-von erfahre, man muß ſo heimlich weg-marſchiren, als nur moͤglich iſt, auch dieTrouppen unterwegens nicht von einan-der abſondern, ſondern ſie beyſammen be-halten, den Mareh alſo anſtellen, damitder Suecurs ſtets bedeckt ſey, und gegen denFeind in guten Vortheil ſtehen konne, desFeindes Quartieren unterwegens ſtetsausweichen, eine gute und bequeme Zeitzu dieſen Anſchlag erwehlen, und ſonder-lich in der hoͤchſten Stille wegmarſchiren,wenn man nahe an das feindliche Lagerkommt, wenn man aber ja auf den Feindtrifft mit der groͤſten Furie und behertztenReſolution auf ihn loßgehen. Den Wegund das feindliche Retrenchement mußman wohl und genau recognoſeirt haben,und ſich in geringſten nichts abſchreckenlaſſen, ſondern mit guten Muth in die A-ction treten, und alles mit der groͤſtenOrd-nung anfangen und vollenden. Mit de-nen in Platze muß man eigentlich abgere-det haben, um welche Zeit man das Spielanheben werde.

8.15. Man haͤlt insgemein davor, daßdie drey folgenden Ackionen die Meiſter-ſtuͤcke eines Generals ſind: Erſtlich ſich mitwenigen Volck und guter Ordnung in An-geſicht eines ſtarcken Feindes zu reteriren;zum andern, wenn der Feind auf einerSeite des Waſſers iſt, in ſeiner Gegen-wart, und ihn unter Augen hinuͤber ſe-tzen; und zum dritten in einen wohl um-ſchloſſenen und belagerten Platz einenSuccurs hinein zu bringen; Ich halte dasletztere unter allen dieſen dreyen vor dasſchwehreſte. Es iſt, uͤber die maſſenſchwehr, eine wohlgemachte Circumvalla.tion zu foreiren, die einen Graben hat, dervier und zwantzig Schuh breit, forne hinmit guten balifladen beſetzt, und neben die-ſen einen Schußfreyen Wall oder Bruſt-

wehr, da allezeit auf einen Mousqueten-

Schuß eine ſtarcke Redoute, und an gele-genen Orten eine groſſe Schantze ange-

. i de Armelegt iſt, und hinter dieſen noch ena 31

in Schlacht⸗Ordnung ſtehet, Um gedefendiren. Hat. 5 an ennte durchgebrochen, ſo muß man d gedecktren, und ſtehen die Armeen gantz n denund fertig; Ich will nicht einma lchSturtz gedencken, den man aud!hat, wenn man gantz bloß auf discheen marchirt, noch von derGefahr, die man vor ſich hat, wenLaufgraͤben aufwerfen, und mit Eenien dagegen gehen will, unNachtheil in Anſehung der Aus faleinen warten. i 8

. 5 79. 16. Nachdem es gar bah enU

ſchiehet, daß die Circumvallatione eg

aller Orten gleich ſtarck ſind, odermee zu ſchwaͤch, ſelbige durchaudefendiren, oder die Quartiere g monnicht ſecouriren können, und waewahtſonſt vor mehrere Maͤngel daben ſeddungwird, als wollen wir hier einige M.

monde

thun, wie man ſich hier bey zuhabe, und an die Exempel halten, 1ſelbſt geſehen, und an dasjenige ſo a

ruͤhmten uno groſſen Generals 5Faͤllen practicirt wird. Man 8hero auf der gantzen Marſch Roc ha

noſclauf das allergenaueſte 3 mation

ben, man muß in genaue Inform eſe, unzogen haben, was den Platz mangwomit man ihn ſuccurriren m Inlente

muß ein ſtarck Corps Cavallerie,

und Geſchuͤtz zuſammen bringen orofe,Feind Aae ſeyn, und unſern.ctirten Anſchlag auszuführen manteldieſes Corpo mit Proviant/ Mu delund allen Nothwendigkeiten chf,Marſch verſehen, als mit Bruͤ en JchalHorden, Schantz-Graben oder henefeln, Bauren um die Wege zu we, denelerhand Fuhrwerck, Mantelots 3 5Attaguen, und hundert andern Sen,zum Train einer Armee noͤthig ſind.

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15 hes fig8. 17. In Anſehung des Mere zeſchd

man ſich nach dem Feinde und 0 15fenheit des Landes richten. in halleFeind auf der Straſſen, die 5 ſſen 0 ömuß, einige Schantzen bauen 15 zu 10ſelbige, um ſelbige um den Succ wahr 0hindern, mit einer Beſatzung, 25muß man ſie entweder mit Lwalt wegnehmen und raſiren,ſern Volck beſetzen, nachdem in

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