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Der vollkommene teutsche Soldat, welcher die gantze Kriegs-Wissenschafft, insonderheit was bey der Infanterie vorkommt, ordentlich und deutlich vorträgt, und in sechs besondern Theilen die einem Soldaten nöthige Vorbereitungs-Wissenschafften, Künste und Exercitia, die Chargen und Verrichtungen aller Kriegs-Bedienten, von dem Mousquetier an bis auf den General; ... nebst einem Anhange von gelehrten Soldaten, Adel und Ritter-Stande, von Duellen, Turnier- und Ritter-Spielen, auch Ritter-Orden ec... / von Hannsz Friedrich von Fleming
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607
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iw re 0 , ttwan bey vierhundert Schritte'/"mnder aufder einen Seite, des La-tz^ gegen der belagerten Stadt und nochdem ^re auf der andern Seiten gegenFelde, und der Entsatzung.djx Men besagten sechs Graben wurdensy^schantzungen darnach mit einen be-Graben eingeschlossen,welche vonW6 Erde und Holtz zugerichtet,aber zwischen oeydenBeschan-jj^enzum Lagerund andern erstrecktefast neunhundert Schuhe. Anderdj.'Zantzung ward aufachzig oder neun-^chuh ein Thurm gesetzt.jih VaUum war bey denen Römern

f jQo it denen Machmn derer Römer/womit sie die festen Oerter rc. 607

& ut1 ^ burch den dabey gelegenen See I starcken, behguenen, und zugesprtzren Ae-

geführt. sten eingesetzt; Die mit gejchürftm

H> 2 ,Mu 8 CL 5 ^rhatmit seiner gebräuch- eisernenWiederhacken zugespitzt,mitEra-Umschantzung folgender Gestalt se, Laub und andern verdeckt,, daher siez^Uren: Er machte seineSchantzen von denn eine blinde Verschantzung genennt

wurden. Die LnmuU waren runde undzugespitzte und etwan mit Eisen beschla-genen Holtz er.

§.6. Ein Vallum coecum hieß eilt blin-der oder verborgener Wall /der Ort, wo.gar spitzige,an der Erden fest gemachte mitGekrautem und Sträuchern bedecktenPfähle des Feindes Anlauf erwarteten.Die Walle und Gräben waren so hochund tief, und ausser denselben eine grosseAnzahlscharftrundspitziger Fuß-Eisen, so -seltsam hin und her zerstreuet,daß man des *Feindes-Anlauf zu verhindern und zuhemmen es ausser diesen sonst gar keineGegenwehr brauchte.

^donHoitze zugerichtet, und inwendicdx ^we beschutret;oder war gantz vonEr-starcken Aesten durchleget,und oben

ve?n^F-einen halbenSchuh hoch,und an-qh/^lben lang aufgeführt. Die BreiteX - gemeiniglich von zwölfSchuhen,"oze Brustwehren (-uoricT)von dreyr^^erdtehaLben, und die kimiL von

/V Schuhen

jt£ ^ervi waren starckeAeste,oder iun-J Ä Ume ^ 0 theils in die Walle mit einge-«Mgten, also, daß man davor nicht hin-dtzNmern konte, theils aber zwischenVh*- ^deutlich eürgesenckt. Diewer waren auf62,80,loo.oder mehr' Jon einander an die Wälle aus-tze/.^und angeordnet, auch von Hol-VStlchtet und aufgebauet; An derlikjs^b waren sie einander ungleich, und^ *>on tyttr Stelle fortbringen.Är;.? 1 e Theile einer so wohl inn-alsBefestigung waren die Grä-Elttos Cl Ppi,Lilia,ttni)Stimüli. VonGrä

.J tc rg.v' ,v, v n»*»*-»-*' 1 v* v 4* v ü v

^ejsoss^lche in die Breite , und etwan

ist S l t wehr oder weniger, nachdem^ck^^oden zuließ, und also an etlichentzwenn das Wasser nicht hinderlich,^-Schuhen. Zwischen diesen.^wurden erstlich die Cippi ausCet Teutsche Soldat)

Das siebende Lapitel.

Von denen

McNinsli derer Römer/

womit sie die festen Oertec

bezwängen.

§. e.

Hre in vorhergehenden angeführ-ten Thürme wurden aufRadernfortgetrieben, urw an fordernTheile mit eisernen Blechen auswendigbeschlagen, damit man ihnen mit Feuernicht wohl beykommen konte. Diese be-weglichen Thürme wurden durch Thierefortgezogen,die an starckeSeiler gespannt,und mit Sturm-Dächern bedeckt und ge-sichert waren. Es waren rhrer etliche al-so zugerichtet, daß man sie von unten aufmit einigen isbularis erhöhen können.Zu öberst auf diesen Thürmen wurdenLantzierer und Schützen bestellet, welchedie in der Stadt sich zur Gegenwehr stel-lende mit Sviefen, Pfeilen und Steinenabhalten und medersthlagen musten. Zuunterst befand sich ein Mauerbrecher, des-sen Gewalt brechen, und, wo er angesetztwar,über den Haufen werfen konte. Dermittlere Theil war mit einer aus zweyBalcken gemachten, und mit Wei<den-Banden durchflochtenen kleinenBrü-je versehen, welche man ohnverweylen,Ff ff 2 . zwischen