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die Grenze des Königreichs (durch Rechnung) verlängert, durchdie Sternwarte ein Perpendikel auf diesen Meridian gezogenund solcher gegen Morgen und Abend ebenfalls bis an dieGrenzen ausgedehnt worden, wodurch das ganze Land in vierHauptabtheilungen zerfallt. Mit dem Meridian und Perpen-dikel parallel sind, in Entfernungen von 4000 Fuß, (fingirte)Linien gezogen, durch welche sich die erwähnten Quadrate von416 -/z Morgen bilden. Diese vier Hauptabtheilungen erhaltendurch ihre Lage nach den Himmelsgegenden, die Benennung:
Nordwest,
L. Nordost,e. Südwest,v. Südost.
Jede Reihe der mit dem Perpendikel und dem Meridian paral-lel laufenden Quadrate bildet einen 4000 Fuß breiten Streifen.Jene heißen Schichten, diese Nummern. Die Schichten werdenvom Perpendikel aus gegen Nord und Süd fortlaufend gezahltund mit römischen Zahlen bezeichnet. Die Nummern sind gegenOst und West mit deutschen Ziffern bezeichnet, welche, von demMeridian anfangend, ebenfalls in ihrer natürlichen Ordnungfortgehen.
Die Taf. II. Figur r zeigt eine bildliche Darstellung dieserEintheilung. Die Bezeichnung eines Quadrats wird demnach be-stimmt so ausgedrückt:
nw. (Nordwest) 8. (Schichte) XVII. Nr. 9.
Da die Grenz- oder SectionsLinien von zwei anstoßendenBlattern gemeinschaftlich sind, so wird mit der Aufnahme desBodens bei dem einen Blatte da fortgefahren, wo man bei demandern aufgehört hat. Die vier Grenzlinien jeden Blattesmüssen daher auf dem Felde aufgefunden werden können. Dießgeschieht durch das über das ganze Land gezogene Dreiecknetzund die berechneten senkrechten Abstände der einzelnen Dreieck-punkte vom Perpendikel und Meridian, oder deren Abscissenund Ordinaten. Indem nämlich nicht nur von allen erhabenenPunkten, wie Thurmspitzen rc., sondern hauptsächlich von denüberall errichteten Signalen ihre Entfernung vom Perpendikelund Meridian nach Fußen und Theilen von Fußen berechnetwurde, so daß in der Regel immer mehrere Signalpunkte auf